Mal davon ab muss ich keine Fremden - auch keine Kinder - an meinem Hund haben, die ich eventuell selbst nicht gut kenne/leiden kann/zu denen ich in keiner Beziehung stehe. Wieso auch? Eigene Familie, Kinder aus der Familie, alles fein. Mich interessieren aber andere fremde Menschen, denen ich irgendwo unterwegs begegne, absolut nicht. Kinder eingeschlossen. Die würden mich ja auch nicht interessieren, wenn ich ohne Hund unterwegs bin.
Bin ja nicht everybodys darling, und mein Hund auch nicht.
Wir hatten gestern auch eine Situation, wo wir im Park waren, Hund im Freilauf, am anderen Ende kommt ein Vater mit einem Kind, das gerade so laufen kann. Wir gehen ein Stück weiter - der Hund interessiert sich nicht für Fußgänger, schon gar nicht auf gewisse Distanz - und während wir gehen, hör ich hinter mir: "Haaaaaaaaallooooo! Huuuuuuuuhuuuuuu! WUFF WUFF WUFF haaaaaaaallooo komm mal!", vom Kind und Vater abwechselnd gerufen, während die beiden hinter uns her kommen. Der Hund guckt dann natürlich schon mal interessiert hin, die beiden rufen weiter. Ist mir schon klar, dass der Vater dem Zwerg gern zeigen will: Guck mal, netter Hund, süß oder? Aber das ist halt nicht im Ansatz zuende gedacht. Ich hab einen Junghund, der ist überschwänglich, der hüpft, und hätte ich nicht von ihm gefordert, bei mir zu bleiben, wär er vllt doch mal rüber gelaufen und hätte das Kind möglicherweise auch umgerannt. Ist das der Sinn von solchen Aktionen? Im worst case will der Vater dann, dass das Kind lernt, Hunde sind nett, dann wird der Junge doch von nem Hund umgerannt und lernt genau das Gegenteil.
Ich hab keine Kinder und es ist auch nicht mein Bildungsauftrag, Kindern den Umgang mit Hunden DURCH meinen Hund beizubringen, nur weil ich einen Hund habe. Familie, Freunde, Freunde von Kindern ausgenommen. Die gehören dann zum Leben dazu. Fremde Kinder? Nö.