Beiträge von Maevan

    TASCHENTÜCHER, Zewa, Klopapier.....uaaaah :dizzy_face:

    Ich bin mittlerweile kurz davor, so ne Schwingdeckel für die Mülleimer zu holen, aber ich fürchte, selbst DAS kriegt er nach ner Weile raus.... draußen stürzt er sich nicht mehr komplett wie von Sinnen auf son weißes Ding (Impulskontrolle, yay) aber hier in der Wohnung schlender-schlawendriant er dann so gefühlt unschuldig an meinem Schreibtisch herum (darunter steht der Papierkorb...), quasi nach dem Motto, och, ich geh hier nur bissl Schaufenster-Shopping, uuuh, liegt da was drin, ist es nett, kann ich es zerfetzen.... und wenn ich nicht aufpasse, trägt er ganz stolz so ne benutzte Rotzfahne ins Körbchen um sie zu zerreißen. Nur Zerreißen, fressen muss man das Ding nicht. :stock1:

    Muss heute mal eine Lanze für meine Pudel-Nudel brechen… was für ein stressiger Tag, mittwochs ist immer mein Office Tag, diesmal musste ich extra früh da sein und entsprechend auch extra früh mit dem Hund raus (wir gehen sonst immer so um 8:30, heut um 7:15) und wir haben einfach alles mitgenommen was so geht: 6242821 Kinder auf dem Weg zur Schule, rennend, auf Tretrollern, auf Fahrrädern, mit einem joggenden Vater daneben, Fußball spielend an uns vorbei flitzend, oder in großen Gruppen mit der Mama um die Ecke, wo alle unisono riefen: Oooooh ist der süß! Dann andere Hunde, die Müllabfuhr, dann eine weitere Einheit Müllabfuhr mit drei Laubbläsern, die das Laub quer über die Straße treiben, der Typ mit den drei bellenden Kleinhunden, die immer ohne Leine laufen, hupende Autos auf dem Weg zur Arbeit…. Und der Hund hat’s einfach hingenommen und mitgemacht. Ich hab gesehen dass es viel alles war für ihn, aber er hat sich so bemüht, war orientiert, ansprechbar, hat alle Passanten und Kinder in Ruhe gelassen, nicht gezogen, ruhig und eng bei mir und war alles in allem wirklich toll. Ich hab richtig gemerkt, er hat mir auch wirklich vertraut, dass ich uns beide da gut durchbringe, das ist echt ein schönes Gefühl. Wir waren beide ganz froh als wir wieder zu Hause waren. Ich brauch das auch nicht nochmal :ugly: zurzeit ist er wirklich ein angenehmer Geselle, nur seinen Drang, Taschentücher zu zerfetzen, kriege ich noch nicht so in den Griff …

    Zwischendurch haben wir auch einen jungen Großpudel getroffen, der ist ein bisschen stürmisch in uns reingallopiert. :hust: Hab Grace vorsichtshalber hochgenommen, die mag sowas nicht und ich wollt verhindern, dass sie unter die Räder kommt. Halter kam angelaufen, dem war das sichtlich unangenehm, hat sich sofort entschuldigt und dann versucht seinen Hund einzufangen. Der hat sich da aber nen Spaß draus gemacht und fand das Fangspiel sehr unterhaltsam. :lol: Ich übrigens auch, schön zu sehen, dass das auch anderen passiert. |)

    ... Ich bin in diesem Bild und ich mag es nicht. :ugly:

    Allein die Einkommenseinbußen werden schon sicher nicht durch 3000 EUR gedeckelt.

    Müssen sie auch nicht.

    Einkommensverluste sind Teil des Schadens. Die Schadensregulierung hat mit dem Schmerzensgeld nichts zu tun. Das Schmerzensgeld gibt es obendrauf.

    Ich kenne durchaus den Unterschied zwischen Schmerzensgeld und Schadensersatz. Der oben aus meiner Aussage heraus gepflückte Satz war auf UndHunds Aussage bezüglich einer abgeschlossenen Therapie oder ähnlichem gemünzt.

    Und auch Schadensersatz wiegt nicht auf, dass Schmerzensgeld in Deutschland weit "unter der Schmerzgrenze" gezahlt wird. Ich für meinen Teil wünsche mir, dass Schmerzensgeldbemessung sich nicht nur theoretisch nach Dauer der Lebensbeeinträchtigung (hier: bis ans Lebensende?), die Schwere und Dauer der Schmerzen (hier: offenbar recht lang?), die Schmerzhaftigkeit der Behandlung, das Verbleiben von psychischen oder physischen Schäden (auch hier scheint es große Beeinträchtigungen zu geben?) richtet, sondern auch im praktischen. Um zurück zum Thema zu kommen: Nehmen wir noch den Grad des Verschuldens als Faktor mit rein, nämlich, dass die Hunde, oder einer, vorher schon auffällig geworden sind, sind 3000 EUR für mich einfach indiskutabel, das kann aber jeder gerne anders sehen.

    Hab mir Merlin natürlich geschnappt und ihn angeleint, wurde dann von ihr richtig angegangen, wieso die Hunde nicht spielen dürfen!?

    "Weil ich das nicht möchte."

    Blöde Diskussionen gibt es ja meistens nur, wenn man die Gründe nennt. Oder wenn sich jemand durch die Art und Weise, wie man seinen Wunsch nach "keinen Kontakt bitte" geäußert hat, auf den Schlips getreten fühlt.

    Also hier sind die Leute sehr diskussionsfreudig, egal, was man so sagt (getestet und ausprobiert). :ugly: Sind aber auch alle ab einem gewissen Alter. Vllt sollte ich mehr Ehrfurcht haben... :D

    Ich glaube, du weißt gerade selbst nicht genau, was du eigentlich sagen willst, oder, Undhund ? :tropf:

    Insgesamt ändert es nichts daran, dass Schmerzensgeld in Deutschland für mich ein Witz ist. Ich habe einige Zeit im Rahmen meines Jurastudiums ehrenamtlich für den Weißen Ring gearbeitet.
    Ich kann dir sagen, niemand, der dort Schmerzensgeld bekommen hat, hat auf irgendeine Art und Weise "Genugtuung" verspürt. Viele aber waren verzweifelt über sehr niedrige Beträge, nicht, weil das Geld am Ende

    eine tragende Rolle spielte, sei es für Therapie oder sonst was, sondern weil es dem Opfer das beschissene Gefühl gibt: dein Schmerz ist nichts wert. Oder nur so wenig. Kaum was. So schlimm ist es ja nicht. Du kannst ja immer noch was anderes arbeiten. "Du lebst ja noch".

    Und das hilft bei der eigenen Aufarbeitung herzlich wenig. Ich wünsche der Frau alles Gute. Der Vorfall hätte verhindert werden können, denn man wusste, dass die Situation eskalieren könnte, das ist die wirklich bittere Pille für mich.

    Rein rechtlich geht es bei Schmerzensgeld nicht um Genugtuung, nein. Es geht um die Anerkennung des Schadens, sowie die Kompensierung "einen Schaden in Geld zu messen, der nicht in Geld gemessen werden kann", in dem Fall vor allem die seelischen und körperlichen Folgen des Vorfalls. Welcher Schaden der Frau entstanden ist, ist zumindest angerissen: mindestens eine Körperverletzung, die die Halterin so geschädigt hat, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben konnte - und davon abgeleitet, vermutlich viele weitere Berufe nicht, bei denen man vor allem die Hände zu brauchen scheint. Sie hat

    "bis heute hat sie Schmerzen in den Händen, eine Fehlstellung am Ringfinger und immer wiederkehrende Panikattacken und Albträume und musste von ihrem erlernten Beruf unter Einkommenseinbußen in eine andere Tätigkeit wechseln."

    Ich rede auch nicht vom Sachschaden Hund, sondern dem seelischen Schaden, mit anzusehen, wie der eigene Hund von drei anderen Hunden zerfleischt wird.

    Was genau ist jetzt dein Punkt? Allein die Einkommenseinbußen werden schon sicher nicht durch 3000 EUR gedeckelt. Wie auch.

    Ich bin emotional immer noch angefressen, daher muss ich mir grad mal den "Vorfall" runterschreiben :ugly: Wir waren mit dem Jungspund unterwegs zum Park, da gibts mehrere große Wiesen, Bäume, viel Platz, dh wenn nicht viel los ist, darf er da auch mal bisschen rennen. Wir kommen an und bis auf eine Frau mit ihrem sehr kleinen Mischling (Yorkshire-Terrier-Irgendwas?), freilaufend, war niemand da. Ich hab Merlin erst rennen lassen, ihn dann aber an die Leine genommen, der andere Hund war zwar auch freilaufend, aber wirklich irre klein, das ist mir einfach zu gefährlich. Hinter einer der Wiesen bei uns ist ein abgesperrter Bereich, bisschen ähnlich wie Hundeschulen ihn manchmal haben, eingezäunt, da stehen son paar Sportgeräte drin, benutzt im Grunde keiner, aber wie gesagt, ist komplett eingezäunt, Wiese, kleine Bank. Nett eben, wenn man den Hund laufen lassen will ohne Angst zu haben, dass er stiften geht. Wir also rüber, Hund an der Leine. Ich seh im Augenwinkel schon, dass die Frau ihr Stöckchen immer extra in unsere Richtung wirft - wir müssen an ihr vorbei, bzw, sie halb umkreisen. Ich hab mich nicht beirren lassen, bin mit Merlin weiter zur eingezäunten Wiese, Tor auf, Hund rein, ich rein, Tor zu, absitzen, Leine ab, Hund darf flitzen. War auch alles prima, wir haben bisschen was geübt, wurden dabei von der Frau beobachtet, bis sie ihren Hund anleinte und ebenfals zu uns rüber kam. Erst blieb sie demonstrativ außen am Zaun stehen und studierte 100 Jahre die Schilder - ich nehm an, sie suchte das Schild "Hunde verboten", was da nicht hängt - dann sprach sie mich an ob ich das denn dürfe, da nebenan sei doch ein Spielplatz. Joar, ist doch eingezäunt hier alles, kommt nix raus und nix rein außer über das Türchen. Habe dann weiter mit meinem Hund geübt - sehe, wie sie im Augenwinkel erst geht, und dann zurück kommt, und einfach die Tür auf und rein geht. Hab mir Merlin natürlich geschnappt und ihn angeleint, wurde dann von ihr richtig angegangen, wieso die Hunde nicht spielen dürfen!?

    Habe ihr erklärt, ich bin extra hier rüber gegangen, weil sie draußen auf der großen Wiese stand und ob sie sich mal den Größenunterschied unserer Hunde angesehen habe: ihr Hund, maximal 4 KG, mein Hund, mindestens 16 KG, und dass ich nicht will, dass mein Hund ihren im Spiel über den Haufen rennt, denn so ist er nun mal, bisschen stürmisch und tollpatschig, der fällt ja nun mal derzeit sogar über seine eigenen zu langen Beine. Dann musste sie mir erstmal einen Vortrag halten darüber, dass ALLE HUNDE MITEINANDER SPIELEN MÜSSEN, das sei Sozialisierung und das müssen die lernen! Ich hab sie nochmal gefragt, ob sie es wirklich toll fände, wenn mein Hund versehentlich auf ihren drauf fallen oder umstoßen würde? Dann hat sie tatsächlich mit der Hand son "Blablabl"-Zeichen gemacht, während ich geredet habe. Ihr Mini-Hund hing derweil kläffend und knurrend in der Leine, ich glaub, der hatte auch kein Bock zu spielen, aber Frauchen will das ja nun mal. Ich hab ihr dann gesagt, entweder sie geht, oder ich gehe, und sie soll mir nicht nachlaufen, dann ist sie abgezogen, immer noch völlig uneinsichtig und darüber referierend, was Sozialisierung bei Hunden sei und das alle Hunde aller Größen spielen sollten und dass sie mich melden würde (? bei wem und wo hat sie jetzt nicht gesagt, aber ok).

    Uff. Merlin war von allem recht unbeeindruckt, er findet kleine Hunde immer nett, ich weiß das, und er würde sicher gern spielen, aber das ist mir einfach zu gefährlich. Ich habe eine Freundin, die hat eine Parson Russell Terrier-Hündin, Merlins erste Welpenfreundin, mit der wir allerdings auch nicht mehr spielen, gleicher Grund, und sie hat mir erst neulich erzählt, dass jemand aus ihrer Hundeschule den eigenen kleinen Hund verloren hat, weil wildes Spiel mit einem größeren Hund, kleiner Hund wird zu Boden geworfen, schlägt mit dem Kopf auf und zack, war tot. Ich glaub, mich hat am meisten geärgert, dass die Frau einfach meine Wünsche und Bedenken rein gar nicht ernst genommen und sich sogar darüber hinweg gesetzt hat. :fluchen: