Ich glaube, ich muss jetzt nicht ein drittes Mal erklären, warum ich das Recht auf Selbstbestimmung insbesondere in Bezug auf intime Handlungen extrem wichtig finde. 🤷🏼♀️
Der Impuls soll und muss dabei der Wunsch des Kindes sein und nicht, weil Oma, Papa oder Onkel Hermann sich drüber freut.
Egal, wie positiv es ausgedrückt wird: Allein die Aufforderung ist manipulativ.
Ich habe in meiner Kindheit genau durch sowas gelernt: Offensichtlich bin ich eine Puppe, deren Wünsche und Grenzen vollkommen egal sind: Gleichzeitig bin ich für die Gefühle von allen anderen verantwortlich. Verteile ich nicht auf Kommando "Zuneigung" oder eher Schauspielerei, weil mir nicht nach derartigem Körperkontakt war: Dann mache ich Menschen traurig.
Folge ich brav dem Kommando: Dann mache ich Menschen glücklich.
Super Lektion fürs weitere Leben.
Der einzige Mensch in meiner Kindheit, bei dem Umarmungen und Co. für mich keine Überwindung waren, war genau derjenige, der sich die Manipulation von mir durch andere immer verbeten hat. Entweder ich will oder ich will nicht. Da wurden auch keine Fragen gestellt und kein "Wenn du das jetzt nicht machst, dann...". Da gab es ein Angebot und Respekt. Ohne Worte, ohne das auszudiskutieren, ohne Anmerkungen, dass ich angeblich eine Wahnsinnsmacht über die Gefühle anderer habe, die mich lediglich in eine Marionette verwandelt haben.