Beiträge von MoniHa

    sie hätte also bei ihren Hunden damit rechnen müssen, dass diese einen Menschen bis zur Unkenntlichkeit zerfleischen, weil sie die Rudeldynamik unterschätzt und ihre körperliche Kraft überschätzt hat?

    Was ich nicht verstehe an deinen Ausführungen - du führst diesen Punkt "Hat die Hunde unterschätzt" gesondert auf, erklärst die Punkte "eigene körperliche Kraft überschätzt (sie kann die Hunde nicht halten)" und "Rudeldynamik unterschätzt" - aber WAS sie bei ihren Hunden (Charakter/Mentalität/Verhalten) unterschätzt haben soll, erklärst du nicht.

    Kurz gesagt: Ja.

    Sind immer noch Hunde.

    In dem Fall vier sehr kräftige Hunde, deren angezüchtete Anlagen nicht sind, dass sie sich wie Gänseblümchen benehmen.

    Das: "einen Menschen bis zur Unkenntlichkeit zerfleischen" - nochmal: vier sehr kräftige Hunde. Die haben sich nicht heimtückisch vorher ausgedacht, was sie heute anstellen und dabei besonders grausam sind. Da reicht einmal Zubeißen und Schütteln. Gesicht, Kopf, Hals - der Bereich ist nun nicht dafür bekannt, dass mensch da besonders viel schützendes Gewebe hat. Hätte da ein kleinerer Hund mit der gleichen Absicht zugebissen, wäre es anders ausgegangen. Das bedeutet aber nicht, dass das Gespann besonders blutrünstig war. Sie hatte physikalisch betrachtet einfach deutlich mehr Kraft.

    Es reicht auch ein Stupser von einem LKW und eine Person ist unkenntlich.

    Dafür kann dich ein Dreirad mehrfach anfahren und der Effekt ist nicht lebensbedrohlich.

    Und ich weiß nicht, wie oft ich das nun noch betonen soll: Sie hat die Kraft ihrer Hunde unterschätzt und die Dynamik in der Gruppe. Was genau willst du hören?

    Es gibt da schlicht nicht mehr zu erklären.

    Alles andere ist reine Spekulation und so tun, als würde man es besser wissen. Aber ich war nicht dabei, kennen sie nicht, kennen die Hunde nicht und meine Kristallkugel werfe ich dafür nicht an.

    Was das Verhalten der Hunde ausgelöst hat :ka: siehe war nicht dabei und kenne sie nicht

    Das Einzig sichere: War mit zu vielen Hunden unterwegs, die sie offensichtlich im Ernstfall nicht einmal körperlich kontrollieren kann. Hat ihre Hunde unterschätzt. Hat die Rudeldynamik unterschätzt.

    Was an ihren Hunden hat sie denn unterschätzt?

    Du musst doch eine Vorstellung davon haben, was bei ihren Hunden hätte eingeschätzt werden können, was diese Halterin aber eben nicht gemacht hat?

    Ja, ich habe eine Vorstellung. Habe ich auch direkt so geschrieben:

    Das Einzige, was ich sicher angeben kann

    1. Sie war mit zu vielen Hunden unterwegs.

    2. Konnte sie nicht körperlich kontrollieren.

    3. Hat ihre Hunde unterschätzt.

    4. Hat die Rudeldynamik unterschätzt.

    Das sind die Fakten. Da brauche ich nichts hineinzuspekulieren. Fakt ist, sie hat ihre Kontrolle über die Hunde über- und die Hunde unterschätzt.

    Was sie hätte bei den Hunden einschätzen können:

    1. die Kraft. Wenn sich ein Staff abrupt in Bewegung setzt, ist das schon ordentlich. Vier setzen sich in Bewegung = richtiges Problem. Nicht nur für den Halter, der dann gar nicht mehr halten kann.

    2. Rudeldynamik: Ein Hund kann das absolute Deckchen und Schätzchen sein. Aber die Dynamik sollte man NIE unterschätzen. Denn eben dieses Deckchen kann in der Gruppe zum kopflosen Mitläufer werden.

    Das Wissen setze ich bei Mehrhundehaltern - zu denen ich gehöre - voraus.

    Was verstehst du daran nicht?

    Immer die Behauptungen, es gibt ja ebenso viele gefährliche Pudel... joa. Wo sind denn die tödlichen Beissvorfälle?

    Da muss man einfach mal ganz klar unterscheiden - und das tust du gerade nicht - welche Faktoren eine Rolle spielen.

    Pudel reicht vom Toy bis König. Von ganz grob 3 bis 30 kg, wobei es deutlich mehr Toy, Zwerg und Klein als Großpudel gibt.

    Damit ist die Gewichtsfrage schon mal eine andere. Kraft (und damit auch Schaden) ist immer noch Masse x Beschleunigung.

    Wird einer beschädigend, reden wir hier von einer ganz anderen Gefahr als bei 30 kg aufwärts mit komplett anderer Bemuskelung und Erbanlage. Obwohl die Absicht des Hundes die gleiche sein kann. Aber was er anrichten kann, unterscheidet sich nun einmal.

    Pudel schafft sich keiner an, weil die mal so richtig "Respekt" (Angst) hervorrufen.

    Das sind Omahunde mit Locken. Mittlerweile ändert sich das bescheuerte Image und viele erkennen darin wieder Allrounder, die von der Rettungshundearbeit bis zum Sport ordentlich etwas zu bieten haben. Also sind die Zielgruppen zwischen Pudel und SoKa oftmals vollkommen konträr. Und damit auch das Verhalten dem Hund gegenüber. Was sich wiederum direkt auf Hund und sein Verhalten auswirkt.

    Egal, wie man es dreht und wendet: Es ist multifaktoriell mit dem Hundehalter als Verantwortlichen.

    Denn er hat sich den Hund nicht nur in sein Leben geholt. Er hat ihn auch in sein Umfeld geholt und hat sich damit gleichermaßen für den Hund und Umfeld verantwortlich gemacht.

    Wenn der misshandelte Golden jemanden tötet, liegt es am Menschen, aber wenn es ein SoKa ist, liegt es an der Rasse...

    Die würden ja NIE. Wenn es "so ein Hund war" - tja, logisch, liegt an der Rasse. Kann ich so nicht bestätigen. Liegt am Menschen.

    Aber natürlich muss einiges falsch gelaufen sein, damit es so aus dem Ruder läuft, dass ein Mensch dadurch zu Tode kommt.

    Was hat die Halterin (und ihre Ehepartnerin) aus Naarn denn eurer Meinung nach falsch gemacht?

    Das Einzig sichere: War mit zu vielen Hunden unterwegs, die sie offensichtlich im Ernstfall nicht einmal körperlich kontrollieren kann. Hat ihre Hunde unterschätzt. Hat die Rudeldynamik unterschätzt.

    Und trotzdem entwickeln sich gewisse Rassen schwieriger

    Streite ich auch nicht ab. Und genau dessen sollten sich die Halter bewusst sein.

    Genau das ist das Problem. Das fehlende Bewusstsein und die damit verbundene Selbstüberschätzung. Sowohl im Verhalten als auch bei der Masse und damit bei der Kraft.

    Ich kann mir keinen Hund anschaffen, der eben schon rein körperlich ordentlich Potenzial mitbringt und dazu noch rassetypische Eigenschaften, die ich nicht nebenbei managen kann - und erwarten, der wird ein easypeasy Mitläuferhund, bei dem ich Fünfe gerade sein lassen kann. Oder mir einreden, dass ich der superduper Hundeführer bin, und deswegen mit zu vielen Hunden unterwegs sein, die machen einen Hüpfer und ich lieg auf der Fresse.

    Genau das ist mein Punkt, den du offensichtlich nicht verstehst. Der Mensch trägt die Verantwortung. Nicht: Na manche Hunde sind Arschlöcher und dann kann der arme kleine erwachsene Mensch, der sich bewusst diesen Hund angeschafft hat, einfach nix dafür. Dann hat er den so zu sichern, dass der Arschlochhund kein Problem darstellt.

    Genau wie Shalea sehe ich da auch sehr häufig eine Doppelmoral, die unter anderem an den Klischees der Rassen liegt. Und an dem Klientel, das sie leider anziehen.

    In den USA zeigt sich das nochmal deutlich krasser. Chis und Pits führen die Rangliste der Hunde an, die in den Sheltern sitzen und auffällig sind. Dank der Halter. Nicht, weil die Hunde dieser Rasse alle plemplem sind. Sondern weil die Halter ihre Hunde nicht als Hunde betrachten. Sie sehen sie als Accessoires bis Statussymbole und Kampfmaschinen. Und mit der Einstellung bekomme ich jeden Hund verkorkst.

    Ob dann ein Chi zubeißt oder ein AmStaff, ist selbstverständlich ein Unterschied. Die Unterschiede bei den Rassen sind vorhanden, keine Frage. Aber ordentlich geführt, als Hund, unter Beachtung der jeweiligen Rasseeigenschaften und mit Blick auf die Sicherheit der Umgebung, wird keine Rasse zum tödlichen Problem. Es sind immer die Halter, die sich über- und den Hund unterschätzt haben.

    Und ich kenne im Übrigen eine ganze Reihe von Pudeln, kleinen Mixen und GRs mit Beißvorfällen, die ausgetickt sind: Bedeutende Unterschiede sind dabei eben die Kraft und das Image. Wenn so ein freundlicher Hund ernsthaft beschädigen will, dann MUSS er vorher xyz erlebt haben. Die würden ja NIE. Wenn es "so ein Hund war" - tja, logisch, liegt an der Rasse. Kann ich so nicht bestätigen. Liegt am Menschen.

    Er hat jetzt festgestellt, dass seine Stimme insgesamt tief ist und läuft grummelgrollend durch die Gegend. Sein bedrohlicher Auftritt leidet ein wenig unter dem tänzelnden Schritt und dem fröhlichen Schwanzwedeln. Und auch so n bisschen darunter, dass er eine babyrosa Socke trägt dabei.

    Aber abgesehen davon hab ich jetzt echt Angst. :omg:

    Der Jungspundhund wird demnächst ein Jahr alt. Er äußert sich äußerst selten verbal.

    Auch ich hatte also keine Ahnung, dass er offensichtlich im Stimmbruch war.

    Spielt gerade, lässt einen Beller los - erschreckt sich vor seiner tiefen Stimme, knallt rückwärts gegen die Wand und guckt mich vorwurfsvoll an, weil ich seine Knabenchor-Tonlage kaputt gemacht habe...

    Lebenslang Hundehalter. Hunde lagen schon mit in meinem Kinderbett und meinem Kinderwagen. Sie waren meine Spiel- und Weggefährten, quasi Babysitter und Bodyguards. Man sollte also meinen, ich kenne schon alles.

    Tja, und dann wache ich mitten in der Nacht auf, weil ich schnurps, schnurps, knusper, knusper höre und mein Ohr kitzelt und juckt. Nur um festzustellen, dass Halley auf meinem Ohr Zwieback isst und mir dabei ins Ohr rein krümelt...

    Fun Fact: Zwieback gab es zuletzt morgens. Vor drei Wochen....