Beiträge von MoniHa

    "Meine Familie und ich suchen einen Hund". "Toll, die Hunde werden gerade gefüttert, kommen Sie doch ab morgen drei Mal die Woche als Gassigeher wieder. Tschau!"

    Da reden wir gerade aneinander vorbei. Ich hatte angemerkt, dass es vielleicht in dem Fall von Astranautin als Übergang bis zum eigenen Hund schön wäre, wenn sie Zeit mit Hunden verbringen kann. Also beispielsweise als Gassigänger. NICHT, um einen Hund aus dem TH zu übernehmen, denn der Wunsch nach einem Hund von der bereits bekannten Züchterin, steht hier ja ganz klar und fest, begründet und verständlich.

    Also wirklich Gassigänger, um Gassigänger zu sein. Nicht aus Interesse daran, einen Hund aus dem TH zu übernehmen. Nur, um die Zeit bis zum ohnehin geplanten Welpen nächstes Jahr zu überbrücken.

    Mein Vorschlag hatte mit dem einmaligen Erlebnis der TE im TH gar nichts zu tun. Von dem wusste ich bei meinem Vorschlag noch gar nichts.

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    Jetzt zu dem Erlebnis der TE:

    Bei der "Besuchszeit" finde ich es auch mehr als ungünstig, weil es klingt, als könnte man eben besuchen / sich umschauen. Würde ich so verstehen. Und dann da abgewiesen zu werden - ja, danke auch. Würde mich zumindest irritieren. Aber ich würde auch nachfragen.

    Ich kenne es aber aus beiden Perspektiven und finde es immer schade, wenn "als würden sie keine Hunde vermitteln wollen" angeführt wird, man war ja schließlich ein ganzes Mal da oder hat eine ganze Mail geschrieben. So richtig weit her mit dem eigenen Willen war es dann eben auch nicht und ob die Menschen dort doof sind oder nicht, hat mit den Hunden nichts zu tun.

    ist bissl Offtopic, darauf zu antworten, aber ich könnte aus logistischen Gründen definitiv nicht bei uns im ansässigen Tierheim (30km) regelmäßig vorbeischauen und mit ein bis n Hunden spazieren gehen. Klar, 2-3 Mal zum Kennenlernen und Probieren, ok. Aber wochenlang und zu bestimmten Zeiten?

    Dabei ging es explizit um Gassigänger, nicht um Interessenten.

    Bei Gassigängern muss einfach klar sein, dass man sich darauf verlassen und sie eintakten kann. Ansonsten: Siehe mein Einwand.

    Da wären mal alle da, weil heute gerade gutes Wetter ist und Langeweile herrscht. Morgen nieselt es aber, und keiner kommt.

    Sowas funktioniert weder für die Gassigänger, noch die Hunde, noch die Mitarbeiter im TH.

    Wenn das aufgrund der Entfernung nicht funktioniert, dann funktioniert es eben nicht.

    Von Entfernung als Problem wurde hier aber nicht gesprochen, sondern davon, dass mehrfach die Woche und für längere Zeit Gassigänger zu werden ein zu hoher Anspruch ist. Dazu wollte ich die Gegenseite erklären. Ich würde mir auch als privater Suchender niemanden als Gassigänger holen, der nur ab und an bei Schönwetter, wenn ihm danach ist vorbeikommt. Im TH funktioniert das erst recht nicht. Entweder kann ich fest damit rechnen, oder ich muss die Arbeitszeit entsprechend eintakten. Zumal bei den ersten Runden / der Eingewöhnung jemand dabei sein muss und das immer Aufregung für die Tiere bedeutet. Da gilt es einfach, nicht jede Woche drei Neue integrieren zu müssen, die dann ohnehin nicht wieder kommen.

    Verständlich, oder?

    Als Interessent einmal unangemeldet auf der Matte zu stehen und davon abzusehen, weil einem der Ton bei diesem einen Erlebnis nicht gepasst hat... Auch da: Drehen wir es mal um: So weit war es dann wohl nicht her mit dem Wunsch, einen Hund zu nehmen. Anderenfalls hätte man nachgefragt und wäre drangeblieben.

    Ich habe bei unserem Tierheim schon geschaut, die wollen nur Spaziergänger, die mehrmals die Woche kommen und dann auch über einen längeren Zeitraum. Für mich sind das schon wieder zu viele Voraussetzungen und Ansprüche, die sie an mich stellen.

    Man muss sich eben auch darauf verlassen und das eintakten können. Ansonsten hat man einmal 20 Leute vor der Tür, die dann jetzt mal Bock hätten, mit einem Hund zu gehen und ansonsten niemanden. Das ist weder für die Tiere noch für die Mitarbeiter ein Gewinn. Im Gegenteil. Verlässlichkeit muss man ebenso mitbringen wie bei der Hundehaltung.

    Bezüglich Besuchszeiten: Es gibt leider wirklich viele Menschen, die setzen sich gestern Abend oder vor 5 Minuten in den Kopf: "Ich will dann jetzt mal einen Hund." Das ist eine ungünstige Voraussetzung. Da fehlt komplett "Das kann ich bieten und das will ich haben - bin ich da bei Ihnen richtig?".

    Andere verwenden das Tierheim als kostenlosen Zoo.

    Da ist es deutlich besser, sich vorher anzumelden. Wenn du dich dafür entscheidest, privat Gassirunden zu übernehmen, würdest du ja auch nicht mal eben vor der Tür stehen und sagen: "So, jetzt will ich. Gib mir deinen Hund." Beim Züchter gehst du auch nicht mal eben vorbei, sondern sprichst das vorher ab. Kein Mensch käme da auf die Idee zu sagen: "Der Züchter will vorher mit mir telefonieren, einen Termin absprechen und geht davon aus, dass ich den Hund lebenslang behalte - der will seine Hunde wohl gar nicht vermitteln."

    Was möchtest du uns hören?

    Wahrscheinlich genau das, was einige hier geschrieben haben: dass meine Entscheidung die richtige war und wenn ich so schwanke jetzt wirklich noch nicht die richtige Zeit für einen neuen Hund ist etc…

    Danke, ich glaube, ihr habt mir schon geholfen

    Alle Angaben ohne Gewähr:

    Ich hab absolut keinen Plan, was ich an deiner Stelle machen würde. Leben ohne Hund ist für mich ein abstraktes Konzept. Hab schon mal gehört, dass es das gibt, nur noch nie länger als zwei Wochen erlebt.

    Was ich dir empfehlen möchte: mach was für andere Hunde. Und damit meine ich nicht, geht ins Tierheim und bestimmt verfallt ihr da einem Vierbeiner. Aber Spaziergänger werden geht je nach Tierheim recht schnell. Oder hilf anderen, wenn sie mal Betreuung brauchen. Damit bist du nicht komplett hundelos, hast aber auch noch keinen eigenen und kannst dir Zeit geben, bis es dann emotional passt. Vielleicht ist das etwas, das für dich/euch für den Übergang eine Bereicherung ist.

    *Sascha* ich kenne die Redewendung ausschließlich als: Ich bin mir so sicher, dass mein Hund nichts macht, ich riskiere dafür meine Hand (weil ich sie nicht verlieren werde, denn mein Hund ist zu 100 Prozent verlässlich)

    ebenso wie: "Die Hunde waren bestimmt vorher auffällig! Also mir wäre da was aufgefallen!"

    ist das ein Schutzmechanismus. "Mir würde sowas nicht passieren".

    Und genau das ist eben gefährlich. Denn wer darüber vergisst, dass es Hunde sind und welches Potenzial sie mitbringen, kreiert unnötig riskante Situationen.

    Wann kommen Rüden denn ungefähr in den Stimmbruch? Baldur wird demnächst 6 und ich schaue immer noch wo denn jetzt der Chihuahua her kommt, wenn der anfängt zu "bellen". :roll:

    Das weiß ich auch nicht so genau. Beim Jungspundhund irgendwann zwischen 3 Wochen und 11 Monaten. Der Mittelspund erreicht auch heute noch das hohe C. Oder irgendeinen Halbton in der Nähe davon. Auf jeden Fall tut es weh in dem Ohr, das nicht mit Zwieback von dem weiblichen Jungspund vollgekrümelt ist. Die hat im Übrigen eine sehr schöne stimmliche Bandbreite. Reicht von heiserer Kröte bis hin zu batteriebetriebenem, defektem Spielzeughund.

    Jetzt bin ich wieder total traurig, dass ich am Montag bei der Züchterin abgesagt habe. Ich hätte einen Hund haben können in 3 Monaten und ich hab einfach abgesagt… Ich ärgere mich, dass ich das mit der Hüfte gleich meiner Familie erzählt habe, obwohl die Züchterin von Anfang an meinte, dass der Rüde zwar in den Papieren ne C-Hüfte hat, das aber total streng beurteilt wird und es ihrer und anderer Leuts Meinung eher ne B wenn nicht sogar A Hüfte ist… und seine Nachkommen alle ne A Hüfte haben 🙈

    Vielleicht hätte ich doch, bevor ich mit meiner Familie darüber rede, noch mal mir von der Züchterin die Liste mit den Untersuchungen der Nachkommen zeigen lassen sollen…

    Wie kann ich denn am Montag mir so sicher sein, dass es die richtige Entscheidung ist und jetzt wieder so damit hadern?

    Ich darf gar nicht die Bilder und Videos anschauen. Dann fang ich an zu heulen.

    Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel:

    Wenn du so schwankst, hast du exakt die richtige Entscheidung getroffen.

    Dann passt aktuell noch kein Hund. Gib dir Zeit.

    Lustig, was mir hier fälschlicherweise angedichtet wird.

    Ich sehe Unterschiede bei den Rassen. Genau deswegen sollte man sich eben auch im Klaren darüber sein, was man an der Leine hat. An keiner Stelle habe ich etwas anderes behauptet. Im Gegenteil.

    Steht in jedem meiner Beiträge. Rasse! Beachten! Unterschiede!

    Dennoch sehe ich die Verantwortung von hinten bis vorne bei dem Halter.

    Denn der hat entschieden, was er sich anschafft.

    Mir stellen sich auch die Nackenhaare auf, wenn ich höre oder lese: Also für meine Hunde lege ich 100 Prozent die Hand ins Feuer. Die würden niemals nicht!

    Das ist nämlich 1:1 das, was die Halter von Hunden sagten, die gerade "Das hat er ja noch nie gemacht" von sich gaben. Oder mit anderen Worten: Es ist naiv.

    Kaum einer zieht los und denkt sich: Boah, heute habe ich aber mal so richtig Bock drauf, dass die Polizei anrückt, meine Hunde eingezogen werden und ich eine Gefängnisstrafe bekomme.

    Die waren alle davon überzeugt, ihre Hunde würden auf sie hören. Genau der Glaube war teilweise fatal.