Was hat dich denn gestört an den Reaktionen?
Das schreibt Serkö doch bereits zum wiederholten Male und hat das
aber es wird ja durchaus öfter so geschrieben, als sei sowas irgendwie nicht besonders verwunderlich oder außergewöhnlich, das gibt mir dann doch massiv zu denken.
Dass es doch vielen so normal erscheint (hat sich nur verteidigt, ist erschrocken, die Verletzungen waren sicher nicht so schlimm, kann mit jedem Hund passieren...) erstaunt mich.
Verteidigung, Erschrecken sind normal. Auf Bedrohungen reagieren ist normal. Jeder Hund hat Zähne und Grenzen. Manche neigen eher zur Flucht und andere gehen nach vorne. Das Potenzial nach vorne zu gehen, haben aber alle. Ergo, kann es bei entsprechenden Umständen mit jedem Hund passieren.
Bezüglich der Schreiberei von den Vorfällen: Mich erschreckt viel mehr, dass alles sofort für bare Münze genommen und sich darüber aufgeregt wird. Das kann die reißerischste Meldung sein bei der 93 Sachen fehlen, nicht stimmen können, offensichtlich vollkommen übertrieben sind - aber es kommt von einigen sofort "es steht im Internet, es muss stimmen". Da wird nicht selbst nachgedacht, da werden kritische Meinungen und sogar das Anführen von Beweisen mit persönlichen Angriffen bedacht und einem die Worte im Mund umgedreht, wenn man nicht auf den Zug aufspringt.
Wenn man Hunde als Hunde sieht, mit allem, was dazu gehört und nicht jeder einseitigen Geschichte sofort glaubt.
Jeder Blick in die Nachrichten beweist: Menschen sind gefährlicher als Hunde. Sie sind übergriffig, aggressiv, provozierend, unvorhersehbar und vieles mehr. Und dennoch: Ein Hund beißt
der muss einfach gestört sein, nicht richtig ticken, etc. pp.
Da darf man die Schilderung der Menschen noch nicht einmal hinterfragen oder die Schreiberei darüber kritisieren, weil sie sich widerspricht oder nicht auf Beweisen fußt. Da muss man schon das "Opfer" bemitleiden, und "der böse Hund, tötet ihn" sagen. Auch wenn man die Umstände gar nicht kennt. Sonst verharmlost man und normalisiert angeblich.
Meiner Meinung nach wäre wirklich viel vermeidbar. Aber das liegt in der Hand der Menschen. Nicht an den Hunden. Nicht nur an den Haltern, sondern auch an Menschen, die Tiere als Streichelzoo begreifen, als animierte Plüschtiere und davon ausgehen, sie müssen sich alles gefallen lassen oder sind auffällig, wenn sie sich, oft genug zurecht, wehren.