Beiträge von MoniHa

    Ich finde dieses "Grüßen müssen" und "Danken müssen" reichlich übergriffig, wenn es ins (passiv-)Aggressive umschlägt oder wenn man für sich so viel Entfaltungsfreiheit und Raum einfordert, dass andere einen Kniefall hinlegen sollen, wenn sie irgendwo lang wollen.

    Das ist für mich eine seltsame Art der Selbsterhöhung. In dem Moment wo ich meinen Hund, mein Kind, mich von dem Weg / an die Seite räume, damit ihn ein anderer nutzen kann und ein Danke dafür verlange, stell ich es so dar, als wäre es mein Weg und der andere hat gefälligst Zoll zu zahlen. Dabei bin ich ja diejenige, die gerade reichlich Platz auf dem Weg eingenommen hat und damit andere potenziell einschränke.

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto absurder wird es. Ich behindere einen anderen, beseitige das von mir erzeugte Hindernis und erwarte dafür ein Danke....

    Wenn jemand meine Einfahrt zuparkt, ich deswegen warten muss, und er dann sein Auto wegfährt, bedanke ich mich mit Sicherheit nicht. Da frage ich mich, warum das überhaupt sein musste. Aber ich denke mir nicht: "Ach, wie nett, das sollte ich anerkennen."

    Tobin hat es zum allerersten Mal erfolgreich geschafft, allein auf die Couch zu kommen. (Hundetreppe, für die er bisher auch zu klein und zu ängstlich war)

    Freut sich wie Bolle, dass er schon auf die Couch kommt. Wedel hier, wedel da. Haben alle gesehen, wie grandios er das gemacht hat???? Oh, da ist der Couchrand.... Schreiiiiiii, zu hülf, da geht es runter... schreiiiii.

    Gut, war fast schon abzusehen bei einem Hund, der sich vor seinem eigenen Schatten erschreckt.

    Ich also beruhigt, ihm gezeigt: Die Hundetreppe kann hund auch wieder nach unten nehmen, wenn er nicht oben sein will. Nee, die ist gruselig.

    Gut, dann nicht. Hab ihn runter gesetzt. Fand er auch doof. Oben war cooler. Hoch gehüpft. Nee, oben ist doch gruselig. Glaubt er. Eigentlich isses okay. Nur unten ist zu weit unten und oben zu weit oben.

    Also hab ich jetzt brav Kissen und Decken rund um die Couch gelegt, damit er auch so rein optisch eine Mittelstufe zwischen Couch und Boden hat. Damit war das in Ordnung.

    Was macht der Dämlack? Er klettert auf die Couchlehne, die noch viel weiter vom Boden entfernt ist, guckt hinter die Couch und schreit.... Und dann guckt er mich an, weil, da könnte ich eigentlich auch gleich noch polstern, wenn ich schon dabei bin...

    :rollsmile:

    Ich komme mir vor, als würde ich mit einer Mischung aus Monk und Sicherheitsbeauftragtem zusammenwohnen :lepra:

    Das Gute an diesem Tick: Wenn ich dann irgendwann den Verstand verliere, ist dank ihm schon alles gepolstert :ugly:

    Sich den Weg freizuklingeln finde ich ebenfalls unhöflich.

    Wie sollen sich Radfahrer:innen denn sonst bemerkbar machen? Dicht ranfahren und den Fußgänger:innen in den Nacken atmen bis sie Platz machen? :ugly:

    Nicht existieren.

    Auch auf extra ausgewiesenen Radwegen nicht.

    Spannend fänd ich ja jetzt, ob ich als Autofahrer auch nicht hupen darf, wenn Menschen auf der Fahrbahn stehen. :denker:

    Muss ich da auch aussteigen, den Verkehr lahm legen, vorsichtig und freundlich bitten, vorher vielleicht noch ärztliche Atteste von allen einholen oder ist es da legitim, sollte sich jemand erschrecken, weil ich mit einem stinknormalen, alltäglichen Geräusch darauf hinweise, dass sie von der nicht für Fußgänger bestimmten Fahrbahn gehen sollen?

    Es wäre schon schön, wenn du Aussagen nicht aus dem Kontext reißt und damit den Sinn verfremdest, wie du es hier einmal wieder getan hast:

    Und gerade wenn sich Leute doch einmal erschrecken oder mit einem Sprung zur Seite hüpfen, dann ist ein freundliches "Danke" selbstverständlich.

    Ne, da wäre eine Entschuldigung selbstverständlich, wenn man Leute mit seiner Fahrweise dazu nötigt, zur Seite zu springen. Aber klar: Woher sollen die Strampler das wissen. Wenn Anstand und Rücksichtnahme nicht absolute Fremdwörter wären, würden sie schließlich von vornherein nicht so fahren wie sie es meistens tun.

    Das vollständige Zitat lautet:

    Ich persönlich bin aber inzwischen fest bei Team Klingeln, lieber einmal zuviel als zuwenig. Im Zweifelsfall ist das einfach sicherer für alle Beteiligten. Meine Klingel ist gut hörbar, aber doch etwas dezent. Ein Dingdong kommt besser an als schrilles Ratscheklingeln, das macht schon was aus. Am wichtigsten ist es mir aber, rechtzeitig zu klingeln, so daß die Person vor mir wirklich genug Zeit für ihre Reaktion hat. Extra Zeit, wenn Kinder oder Hunde eingesammelt werden müssen. Und gerade wenn sich Leute doch einmal erschrecken oder mit einem Sprung zur Seite hüpfen, dann ist ein freundliches "Danke" selbstverständlich.

    Wenn sich jemand trotz klingeln erschreckt. Nicht aufgrund der Fahrweise.

    Dass du eine umweltfreundliche und gesunde Form der Fortbewegung verachtenswert findest, haben wir jetzt alle begriffen. Dafür brauchst du keine falschen Behauptungen aufzustellen.

    Würde man mich einfach nur interessiert fragen warum ich sie auf die andere Seite nehme, antworte ich durchaus ,, Die findet fremde Menschen gruselig." Oder eben ,,Für mich muss das so.", aber ich finds immer nervig wenn man gleich kommt mit ,,Beißt der ?".

    Für mich ist es tatsächlich vollkommen okay, solange es eine Frage ist. Egal, wie viel Vorurteil da schon mitschwingt oder geradezu herausgetrötet wird. Ich erkläre dann eben, warum. Und bei "Beißt der?/Der ist wohl gefährlich?/Sie sind sich wohl zu fein?" etc. pp. kommt von mir "Nein, aber...."

    Je nach Person und Intention kommt ein Aha-Effekt, ich nehme Wind aus den Segeln oder es wird weitergemotzt, weil der Mensch eben so drauf ist und sich an was hochziehen möchte. Letzteres werd ich nicht ändern. Die sind halt nur glücklich, wenn sie sich an ihren Vorurteilen festklammern können und deswegen kann nichts anderes stimmen.

    Aber immerhin war es eine Frage, anstatt einer Belehrung. Man muss sich ja auch über die Kleinigkeiten freuen.

    Das schön finden und sich darüber freuen, steht nirgends zur Debatte.

    Es einfordern, sich mehr als ein bisschen ärgern und wütend werden, wenn es wegbleibt, find ich persönlich sehr merkwürdig.

    Ich rufe meine Hunde nicht ran, damit andere mir verbal den Kopf tätscheln und freue mich dennoch, wenn ein Danke kommt. Das eine schließt das andere nicht aus.

    Aber an der Stelle, wo man Dankbarkeit für selbstverständliches Schützen der eigenen Schutzbefohlenen erwartet, sich selbst aufreibt und wo jemand meint, er wirft das nächste Mal Stöcke in Speichen... da sollte man dringend an der eigenen Erwartung und Einstellung arbeiten. Und es nicht schönreden, dass derartig extreme Reaktionen kommen. Schlicht und einfach weil ich meine bei mir behalten habe.

    Das verstehe ich jetzt auch nicht. Und ich meine das nicht als Angriff.

    Für mich ist meine Hunde ranholen selbstverständlich, weil:

    1. sie die Wildcards auf der Strecke sind.

    Wäre ich alleine als Fußgänger unterwegs, müsste der Radfahrer nicht damit rechnen, dass ich ihm vors Rad springe. Bei Hunden.... naja. Hab ich mit Kindern im übrigens nicht anders gemacht. Ich bin nicht auf der Hundewiese, ich bin nicht auf dem Spielplatz. Ich hab die Aufsichtspflicht.

    Und jaja, man ist ja auch nicht auf der Radrennbahn, daher:

    2. ich habe die Lebewesen unter meiner Pflicht, die die Regeln nicht raffen können.

    Die folgen im Zweifelsfall einer Spur, erschrecken sich, laufen genau falsch und ziehen den Kürzeren. Blöderweise hänge ich an ihnen und nehme sie deswegen aus Gefahrensituationen.

    3. ein öffentlicher Weg ist ein öffentlicher Weg.

    Egal ob Radfahrer, Fußgänger, Person am Rollator, Dreirad-Manövrierer - was weiß denn ich, ob die Angst vor freilaufenden Hunden haben. Mein Hund gehört für alle gut sichtbar unter mein Kommando und unter meine Kontrolle, damit auch Menschen mit Hundeangst diesen Weg ungehindert nutzen können. Fertig.

    Inwiefern wird der Aufwand für mich geringer, wenn die Person "Danke!" sagt? Den Aufwand habe ich, weil ich mich für Hunde entschieden habe.

    Und was ich auch nie raffen werde: Wenn ich schon genau weiß, dort muss ich meinen Hund alle Nase lang ranrufen - welchen Gewinn hat der Verzicht auf die Leine? Der Hund kann nicht wirklich frei laufen, der Halter ist die ganze Zeit angespannt und genervt und das "Danke" von einem Fremden machts, wenn wir ehrlich sind, keinen Deut besser.

    Ich wundere mich wirklich über die Wut, die dabei entsteht.

    Jemand zu Sturz bringen wollen, weil er sich nicht für etwas bedankt, das er nie verlangt hat?

    Das erinnert mich an Menschen, die penetrant die Tür offen halten und dann ein Danke erwarten oder sich echauffieren, wenn man nicht freudig darauf reagiert, dass man sich deswegen an ihnen vorbeiquetschen muss. Tür alleine öffnen ist nun kein Zauberwerk.

    Ungehindert einander passieren auch nicht. Dann soll aber einer danken, weil der andere das von ihm verursachte, potenzielle Hindernis beseitigt. Ähm.... In meiner Welt ist das wirklich verquer auf einem öffentlichen Weg. Übersetzt also: "Danke, das ich den öffentlichen Weg auch nutzen darf" und wenn das nicht kommt, kommen bei manchen direkt Gewaltgedanken auf... Uff

    Ich bin auch ein Landei und versteh dich ehrlich gesagt nicht.

    Ja, für mich ist es selbstverständlich, dass ich MEINE Hunde zu MIR rufe. Dafür brauche ich kein Danke. Nett, wenn eins kommt, aber warum sollte es?

    Ich erwarte auch kein Danke dafür, dass ich an der roten Ampel oder einem Stoppschild halte, blinke oder Vorfahrt gewähre, wenn der andere sie hat. :ka:

    Ebenso bedanke ich mich auch nicht, wenn jemand an mir vorbeiläuft, ohne in mich reinzulatschen oder mir zu sehr auf die Pelle zu rücken. Sollte selbstverständlich sein.

    Versetz dich vielleicht mal in die anderen. Vielleicht sind die genau da, weil sie eben nicht ständig reden, sondern ihre Ruhe haben wollen und sie finden das von dir freiwillig erfolgende Ranrufen als selbstverständlich. Sie haben nicht darum gebeten, müssen also auch nicht dafür danken. Vielleicht finden sie es verquer, fremde Menschen zu grüßen. Geht mir auch so. Für mich ist es ein Unterschied, ob das mein Nachbar ist oder ein Wildfremder.

    Warum ist dir der Dank so wichtig?