Beiträge von MoniHa

    Ins Grüne fahren würde ich in diesem Fall definitiv nicht. Denn:

    1. Wie gut das Autofahren läuft, ist unbekannt.

    2. Alleine die Fahrt könnte eine noch größere Belastung darstellen, die den Eingewöhnungsprozess verlängert und behindert.

    3. Was dann in dem Hund abläuft (komme ich jetzt wieder nach Hause???) nur, um irgendwo im Grünen zu sein... das wäre mir das Experiment nicht wert.

    4. Irgendwo im Grünen - ja, für Menschen klingt das eventuell entspannt. Der Hund kannte aber scheinbar nur DAS Haus und DEN Garten, nicht Park, Wald, Wiese, Spaziergänge und Aufenthalte an verschiedenen Orten. Gemeinsamkeiten beschränken sich also auf: Dort wachsen Pflanzen und es ist etwas ruhiger.

    Was genau soll das bringen? Ist auch bloß ein weiterer unbekannter Ort. Das ist das Äquivalent von ich hab Heimweh und jemand packt mich, fährt mich weg, setzt mich in einen fremden Vorgarten und erwartet, dass ich mich dort entspanne und kein Heimweh mehr habe, weil der Vorgarten einen ähnlichen Zaun hat wie meiner.

    5. Es geht jetzt aktuell ausschließlich um die Bindung zum Menschen und um das Zurechtfinden in der neuen Umgebung. Das ist anstrengend genug. Da würde ich bei einem Hund, der noch nicht einmal entspannt genug ist um zu pinkeln und Kot abzusetzen, mit Sicherheit nicht auch noch ne Fahrt und noch ne fremde Umgebung drauf hauen. Schon dreimal nicht bei den aktuellen Temperaturen.

    Das einzige, was ich bei dem Drängeln auf das "Fahr doch ins Grüne" erkenne, ist blinder Aktionismus, extreme Ungeduld des Menschen und ein fehlender Blick für die Situation des Hundes.

    Rumfahren würde ich jetzt auch nicht. Ja, der Hund kennt "das Grüne" - bei sich zuhause, zusammen mit Geschwistern und Vater, in einer vertrauten Umgebung. Man sollte nicht davon ausgehen, dass er auftaut, weil er irgendwo ins Grüne gefahren wird, das er nicht kennt. Er muss sich jetzt erstmal vor Ort einleben und das scheint ja auch zu funktionieren.

    Wenn sie nicht überweisen sind sie aber auch nach zwei Monaten draußen.

    Nein, bist du nicht. Ich kenne Fälle, da gingen die Betroffenen davon aus, dass sie aus der GKV rausfliegen im Sinne von: Ja, Schulden sind da, Versicherung ist weg, aber es bleibt bei überschaubaren Schulden. Stattdessen ging es aber weiter auf Höhen von 20.000 Euro und mehr... Die sind nicht mehr zum Arzt gegangen und haben da Kosten erzeugt, nein. Die ausbleibenden Beiträge läpperten sich so zusammen. Warum das so ist, verstehe ich nicht, aber ist leider Realität.

    (War zumindest noch so vor ich glaube 6 Jahren. Da hat mir zuletzt einer die Kostenaufstellung vorgelegt, weil er davon ausging, er sei dann eben automatisch gekündigt - dabei summierten sich die ausbleibenden Beträge von Monat zu Monat zu einem Schuldenberg, unter dem man nie wieder vorguckt.)

    "wer nichts nettes zu sagen hat, sagt nichts"

    Nein, das war auch schon vor 9 Jahren nicht so.

    Davon ab: Was würde dir das bringen?

    Ich hab das schon immer gehasst, wenn einem durch den Spruch "Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, sag gar nichts" der Mund verboten wird. So kommt doch kein Austausch zustande. So sieht man nie irgendwas aus einer anderen Perspektive, weil jeder, der es anders sieht, die Klappe halten soll. Nur Lobhudeln und Beifall erwünscht... Das ist weit verbreitet, aber nichtsdestotrotz traurig.

    ich wäre immer darauf angewiesen, jemanden zu finden, der im Krankheitsfall oder so einspringt.

    Wie jeder andere auch! Jeder kann krank werden. Jeder kann sich mal verletzen oder einfach so Hilfe brauchen.

    Abhängigkeit pur und was, wenn man dann eben niemanden hat?

    Dann sucht man sich Betreuungsmöglichkeiten. Wie viele andere das auch tun. Vorher warst du auch bloß abhängig.

    Ja, deine Mama ist nicht mehr die Jüngste. Aber jetzt gerade ist sie da, oder? Mal eine Gassirunde abnehmen, mal ein paar Stunden aufpassen? Das geht? Dann nutz das jetzt gerade. Egal, wie du dich entscheidest zwecks behalten oder nicht.

    Du wärst nun echt nicht die Erste, die mit Vollzeitjob einen Hund hält, vollkommen unabhängig vom Beziehungsstatus. Bekommt man gewuppt, wenn man es will. Das ist kein Zauberwerk, sondern eine Frage der Organisation.

    Ich kann und will dir nicht sagen: Gib den Hund zurück oder behalte ihn. Das kannst ausschließlich du wissen und entscheiden. Du musst damit leben und niemand sonst.

    Was ich dir empfehlen kann: Mach eine Pro und Contra Liste. Was gibt dir ein Hund, was empfindest du als potenziellen Nachteil, wie könnte man das lösen - wenn du es willst. Du wirst im Endeffekt schon beim Erstellen der Liste merken, was du willst, was du zu leisten bereit bist oder eben auch nicht.

    Und ich weiß, jetzt gerade fühlt es sich nicht so an. Aber sei froh, dass er weg und jetzt das Problem einer anderen ist. Ich hatte eine ähnliche Situation und rückblickend ist es: Der Abfall hat sich selbst rausgebracht. Der Tag wird kommen, da bist du endlos erleichtert darüber.

    Wenn ich sie dann aber wieder auf den Boden setze, dann sucht sie wieder Schutz unterm Tisch oder hinter dem Sofa.

    Das ist das, was ich nicht verstehe.

    Und sie versteht nicht, warum du sie runtersetzt. Warum machst du das überhaupt? Kannst du sie nicht neben dir haben oder auf dem Schoß behalten? Wenn sie dort entspannt wirkt, wäre das gut.

    Die einen schreiben, trage ihn immer an die gleiche Stelle hinaus und hoffe, daß er sich irgendwann löst.

    Die anderen Schreiben, trage ihn gar nicht raus (auf deutsch: laß ihn gezielt in die Wohnung pinkeln)

    Und keiner kann dir als Ferndiagnose sagen, was für diesen Hund gerade das Richtige wäre. Weil keiner hier im Forum den Hund sieht und wirklich einschätzen kann.

    Körperkontakt scheint zu funktionieren. Wenn dem so ist, würde ich das durchgängig anbieten. Nicht runtersetzen.

    Außerdem wäre mir gerade bei den aktuellen Temperaturen enorm wichtig, dass der Hund trinkt und Kleinigkeiten isst. Dehydration und abkackender Kreislauf durch Unterzuckerung obendrauf wären auch nicht so pralle.

    Dann würde ich mir Wickelunterlagen organisieren / bringen lassen oder, wenn da irgendein Weg reinführt, ein größeres Katzenklo mit ausgestochenem Rasen als vorübergehende Toilette.

    Du hast gerade einen traumatisierten Hund bei dir sitzen. Da würde ich so wenig wie möglich mit dem Rein-Raus-Spiel machen, denn das ist noch mehr Stress on top.

    Rehe sehen soweit ich weiss, nicht besonders gut. Vielleicht wollte es noch einmal schauen wer oder was da ist.

    Wir hatten gestern auch eine Reh-Begegnung. Das wilde Hundetier hatte vorher in einem Maisfeld einen Turnschuh gefunden und war damit bescjäftigt stolz ihre Beute zu tragen. Sie hat das Reh nicht einmal bemerkt :rolling_on_the_floor_laughing: Wenn sich das Reh aber bewegt hätte, dann bin ich mir sicher, dass sie es bemerkt hätte.

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    Und ja, ich habe mit dem Reh gesprochen :see_no_evil_monkey:

    Hab nur ich bei Schuh im Maisfeld gefunden so Horrorstory-Gedanken :tropf: :pfeif: ?

    Nein

    Zum Thema Rehbegegnung hätte ich auch noch was. Ist schon zwei Wochen ca. her, aber sieht es für euch da auch eine halbe Sekunde lang so aus, als würde das Reh gleich auf uns losgehen?

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    Nein. Es sieht aus, als würde es die Lage nochmal checken und dem Jungtier Vorsprung verschaffen, falls ihr hinterherkommt.