Ist denn jetzt mal gut? Nein, das Thema beginnt und endet nicht mit dem vermuteten Thread. Manche, mich eingeschlossen, würden gern generell darüber sprechen und ich hab nichts anderes dabei herausgelesen. Das Zerschießen zur Selbstprofilierung könnte dann man aufhören.
Beiträge von MoniHa
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Unsere Familie hat dieses Thema Anfang des Jahres immens beschäftigt: Was kann Mensch (noch) bieten und wird das einem Hund gerecht?
Ein Hund meiner Oma ist vollkommen überraschend gestorben. Oma und verbleibender Hund in einem tiefen Loch aufgrund des Verlustes. Nochmal in dem betagten Alter einen Hund anschaffen: ja oder nein? Für Mensch und bereits vorhandenen Hund absoluter Zugewinn. Für den neuen Hund? Wir sind damit sehr offen umgegangen familienintern, denn eine einseitige Beziehung (Hund muss von Anfang an und dauerhaft zurückstecken) kam nicht infrage. Zwar ist in diesem Fall der Mensch für sein Alter sehr fit, aber Einschränkungen sind da und dessen war sie sich überaus bewusst.
Die Kombination aus Seelentröster und Spielgefährten für den verbleibenden Hund sowie Aktivität und Betüddeln für Oma ergab sich anfangs daraus, dass ich zwei trächtige Hunde übernahm und endete in Dogsharing, was kein fauler Kompromiss, sondern in diesem Fall eine wirklich tolle Lösung ist, die für alle einen Zugewinn bedeutet.
Ich finde dieses Thema aber auch in Hinblick auf die Vermittlung spannend und wichtig. Kriterien werden ja gerne hinterfragt, aber (künftige) Hundehalter hinterfragen sich nur selten, ob das, was sie realistisch bieten können, wirklich im Sinne des Hundes ist.
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Undhund danke für die Quellen. Die wissenschaftliche Betrachtung ist spannend.
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Ich sehe das gerade als kritische Betrachtung des Miteinanders. Was erwartet der Mensch und was kann er im Gegenzug bieten. Interessantes Thema. Und sehr weit.
Ob der Hund als Statussymbol, als Spielzeug/-gefährte für die Kinder, Sozialpartner für Oma/Opa oder als Partner, wenn jemand gerade verlassen wurde - die Frage, was kann Mensch bieten und was sollte er bieten können, ist ausschlaggebend und wird doch oft vernachlässigt.
Hier lese und schreibe ich gerne mit.
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e Mobil ist natürlich eine super Idee und natürlich Trainer aber davon bin ich jetzt irgendwie ausgegangen dass es da eine 1:1 Betreuung geben wird
Mein Beitrag war recht losgelöst von der bestehenden Diskussion. Ich hab keine Lust gehabt mir das Gezanke durchzulesen

Unabhängig vom Gezanke: E-Mobil und Trainer - von welchem Geld denn?
Ich ging bei arbeitslos davon aus, die TE bezieht ALG. Nicht, dass sie im Lotto gewonnen hat und deswegen nicht mehr arbeiten muss.
Gleiches gilt für die Vorschläge: Nimm im Notfall doch ein Taxi! Dogwalker für die Auslastung! Hundeschule!
Also, wenn ich mir die Preise davon anschaue... da schlucken schon manche mit einem guten Einkommen. Das als Optionen zu nennen ist dann doch sehr kreativ.
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Mir geht es hier nicht um Übergewicht. Mir geht es um den aktuellen Gesundheitszustand.
Atemprobleme, maximale Reichweite und Geschwindigkeit 2km/h mit Pausen. Drohender Kollaps bei Überanstrengung. Das ist für mich ein Fall für den Arzt und für eine Kur, bei der erstmal eine Basis für die Gesundheit geschaffen wird.
Nicht für "oh ja, ein Hund ist eine supertolle Idee". Denn egal welcher Hund, man sieht auch im Forum, wie schnell ein neuer Hund in der anfänglichen Zeit überfordern kann. Wie oft Leute raus müssen, ständig hinterrennen und sich bücken müssen. Das in einem fragilen Zustand wird ganz schnell zu viel und in dem Fall gefährlich für den Menschen.
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Zwischendurch kann man den Hund unterwegs durch suchspiele beschäftigen und flitzen lassen.
In Berlin mit Öffis vor der Tür? Da beschäftigt man den Hund auf dem Bürgersteig und lässt den flitzen? In ländlicher Umgebung ist es das eine, in der Stadt mit lediglich Grünstreifen in der Nähe etwas anderes.
Ich verstehe hier einige beim allerbesten Willen nicht. Eine Anzeige von einem unpassenden Hund an jemand anderen zu schicken ist gemein?! Warum denn das? Der Hund passt jetzt nicht und der wird auch nächsten Monat nicht passen. Aber er sucht ein Zuhause. Was ist denn daran verwerflich, die Anzeige weiterzuleiten und damit die Chancen auf einen passenden Halter zu vergrößern?
Hier schreiben sich so viele auf die Fahne, dass ihnen die Tiere am Herzen liegen. Aber wenn @Lockenwolf erwähnt, dass sie ein potenziell passendes Zuhause kennt, dann gibt es einen Aufschrei?
Und seien wir mal so vorausschauend, wie es hier oft gefordert wird, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Hier ist jemand, der keine Erfahrung, aber eine sehr verklärte Vorstellung von der Hundehaltung hat und außer Zeit nichts bieten kann. Nichts. Keine Auslastung, keine finanzielle Sicherheit, keine Sicherheit durch Betreuung. Neben Zeit gibt es nur wirklich hohe Anforderungen an den Hund.
Ich hab sowas schon so oft gehört: Wenn der Hund da ist, dann aber. Dann werd ich fit, alles wird gut, ich bekomme Freunde, mit dem Hund löst sich alles. Passiert ist das nie. Passiert ist der Mensch geht mit Hund marginal öfter vor die Tür als ohne. Der Hund hat sich gefälligst anzupassen oder kommt wieder weg, weil zu anstrengend /defekt.
Hier muss erstmal so viel gemacht werden, bevor die volle Verantwortung für ein anderes Lebewesen getragen werden kann. Ansonsten wird es der nächste "Ich komm mit meinem Hund nicht klar - komplett verzweifelt"-Thread, wo Leute sehr gerne fragen "Warum hast du denn vorher nicht nachgedacht".
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Ich stürze auch nicht leicht. Ein kleiner Vorteil des Gewichts. Mich haut so schnell kein leinenziehender Hund um.
schon ausprobiert? Stetiger Zug ist easy aber mal eben reinspringen in die Leine?
Hör auf dir das alles schön zu reden. Ich sehe dich leider noch nicht mal im Tierheim zum Gassigehen, da müsstest du ja aktiv werden.
Weißt du, wie oft ich diesen Spruch schon gehört habe "mich haut so schnell kein Hund um". Immer von Menschen, die glaubten, stehenbleiben und Leine festhalten reicht auch bei nem richtigen Sprung in die Leine. Ist witzig anzusehen, wenn sie sich den Boden dann sehr plötzlich mal ganz genau anschauen und der Hund sie mit einem Ruck von ihrem hohen Ross runterholt.
Und ja, das schaffen auch kleine Hunde bei großen Menschen.
Davon abgesehen: Mit der Suche nach Hunden zäumst du das Pferd von hinten auf. Du hast noch gar nichts geändert, nichts verbessert und dir ist ganz offensichtlich vieles nicht bewusst. Warte doch erstmal ab, wie das Seminar im Tierheim wird. Falls du das überhaupt noch machst. Mir klingt es eher nach und morgen schaffe ich mir einen Hund an.
An alle, die hier Schwarzmalerei sehen oder Beleidigungen - ich sehe nichts dergleichen. Ich sehe in diesem Thread die geballte Erfahrung und das Wissen von jahrelanger Hundehaltung. Zusammengerechnet vermutlich mehrere hundert Jahre Erfahrung. Die sind nun einmal realistisch und nicht rosarot.
An alle die kräftig beim Schönreden helfen: Das ist ganz toll, das auch noch zu befürworten, wenn sich jemand mit ungeeigneten Voraussetzungen einen Hund anschafft. Hoffentlich steht ihr dann auch mit mehr als lieben Worten bereit, wenn es in die Hose geht. Blöderweise kann der Hund nicht hier schreiben.
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Nur mal so als Beispiel: Bekannte von mir hat ihren jungen, gesunden Hund vollversichern lassen. War damals noch wirklich günstig. Hat dafür anfangs um die 85 Euro bezahlt pro Monat. Für einen Hund aus VHD-Zucht. Einen Pudel. Also nicht gerade eine belastete Rasse. Das sind 1.020 Euro pro Jahr. Die Raten stiegen mit dem Alter an. Mit 11 Jahren brauchte der Hund eine Kastration aufgrund einer Pyometra. Sie musste in Vorkasse gehen, ist ein Jahr ihrem Geld hinterhergelaufen und flog dann aus der Versicherung. Der Hund hatte vorher nie irgendwas. Ärgerlich, für sie, aber kein Genickbruch. Im Falle der TE wäre der Hund jetzt entzogen oder wahrscheinlicher tot. Das Thema Finanzen, so leidig es ist, ist sehr relevant bei der grundlegenden Versorgung. Kann man sich schönreden, wie man will. Ist so.
Ich schreibe das nicht, um darauf rumzureiten, sondern, um mal die Realität zu zeigen. Versicherung kann gut sein, aber ersetzt nicht die eigenen Rücklagen und ist zudem mittlerweile echt teuer. Da muss man schon schauen, ob das (in diesem Fall) überhaupt ins Budget passt.
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Taxi mit einem gerade über den Jordan marschierenden Hund, der womöglich noch stark blutet, vor Schmerz schreit oder oben unten hat..... Joa, stell ich mir spannend vor.
Und in der finanziellen Lage so erschwinglich.