Ich finde es schade, dass im DF allgemein so viel auf die Rasse begrenzt wird.
Natürlich sind Rassen unterschiedlich - umsonst gibt es die nicht.
ABER: Spielt es wirklich eine Rolle, ob es ein Aussie-Welpe ist, der ohne entsprechende Vorarbeit (noch) nicht den perfekten Bürohund abgibt? Nö.
Pudel, Chi, DSH, Dogge, Berner, Terrier - gesunde Welpen sind generell nicht dafür bekannt, Schlaftabletten zu sein. Wäre das ein Malteser, der "sich nicht benimmt", wäre es exakt das gleiche Problem.
Abgesehen davon ist hier nicht das Problem, dass der Hund sich "nicht benimmt". Das Problem ist, dass von ihm gerade etwas verlangt wird, was er schlicht nicht leisten kann.
Aber es ist doch ein ruhiges Büro! Ja, für Menschen, die dort arbeiten ist das vielleicht relativ ruhig. Aber für einen Hund, der schon ganze 12 Wochen auf der Welt ist, ist das:
Tastenklappern
fremde Menschen
fremde Gerüche
fremde Hunde
Mausklicken
Drucker
Telefonklingeln
Gespräche
usw.
Alles vollkommen unvorhersehbar und dauernd da. Und in dieser Umgebung wird dann erwartet, dass der Hund von Anfang an tiefenentspannt schläft? Oder den ganzen Tag die Wand anstarrt? Hauptsache, er hält die Klappe und versucht nicht etwa, welpentypisch zu erkunden und mit anderen zu interagieren oder etwa zu spielen!
Was immer als so einfach für den Hund dargestellt wird, ist es nicht.
Manche Hunde kommen nie damit klar, Bürohund zu sein oder sie ertragen es irgendwann zwar, aber einen Gefallen tut man ihnen damit definitiv nicht. Und an dieser Stelle hilft es auch nicht zu sagen: Na, aber der DSH/Pudel vom Kollegen, kann das doch auch!
Blöderweise schneiden sich die unfähigen Hunde da ganz selten Scheiben ab.
Was hilft, ist daran gezielt und individuell auf den Hund zugeschnitten zu arbeiten, einzusehen, wenn es nicht funktioniert und von Anfang an Absicherungen zu haben. Solltest du die noch nicht haben, ist es jetzt allerhöchste Eisenbahn, Plan B bis F zu organisieren.