Beiträge von MoniHa

    Danke dir für das Thema.

    Ich sehe Stress bei / für meine Hunde so:

    1. Ich kann nicht jedweden Stressoren fernhalten. Geht nicht. Die Realität ist, dass es positiven und negativen Stress in ihren Leben geben wird.

    2. Stress ist etwas, mit dem sie in Maßen umgehen lernen müssen. Da führt kein Weg dran vorbei. Inwiefern ich dabei helfen muss, ist vollkommen unterschiedlich und hängt hauptsächlich vom Hund ab. Ich hab Hunde, die schütteln sich Stress ab oder rennen ihn kurz weg und schon ist es wieder gut. Da brauch ich gar nichts machen und ich finde die Strategien gut. Warum sollte ich da regulierend eingreifen? Die Sache ist ja erledigt. Und ich hab Hunde, die kann ich nach einem Quäntchen (für sie zu viel) Stress quasi pucken und an mich dranpappen, weil Kontakt bei ihnen deutlich besser funktioniert.

    3. Was stresst ist individuell und entwickelt sich. Daher muss ich fortlaufend anpassen und Acht geben, wie das für jeden Hund aussieht und wie es sich äußert.

    4. Mein Einfluss ist endlich. Ich werd aus meiner Hündin, die bei fremden Menschen, die sie im Freien ansprechen, sofort gestresst ist, nie einen souveränen und wirklich entspannten Hund in der Beziehung machen. Souverän, entspannt und stark ist sie in anderen Bereichen. Diese Selbstwirksamkeit hilft ihr auch, generell Stress besser zu verarbeiten.

    Was mich bei dem Thema immer wieder stört, ist zum einen die Pauschalisierung und zum anderen die Pathologisierung. Jetzt gerade ist ja wieder Ruhe, Ruhe, Ruhe in. Früher war es Auslastung, Auslastung, Auslastung. Und bei jedem Trend frage ich mich: Wo bleiben eigentlich das Individuum und das Gleichgewicht? Warum sind seit ein paar Jahren eigentlich fast alle Welpen so ein gigantisches Problem, dass ohne Box gar nichts mehr geht, bloß, weil die drinnen nicht direkt pennen? Oder: Gott bewahre - einem hinterherlaufen. :face_screaming_in_fear:

    Draußen sollen sie das, drinnen kommt: Bau Gitter ein, stopf ihn in eine Box!

    Welcher Stress damit vom Halter erzeugt wird - das scheint immer irgendwie unter den Tisch zu fallen. Der hausgemachte Stress fällt unter "Ruhe beibringen" und so gar nicht unter vermeidbare Zumutung und Belastung. Dabei ist es Wegsperren und stressender Zwang. Hat mit Beibringen nichts zu tun.

    Das mit dem masochistisch und warum tust du dir das an, höre ich immer wieder.

    Und ich weine, jedes Mal.

    Aber was überwiegt: Ich denke jetzt gerade an diesen nahezu haarlosen Hund in erbärmlichem Zustand. Der vernachlässigte Nackthund mit dem Strippernamen :see_no_evil_monkey:, der weder pinkeln noch Kot absetzen konnte. Und ich muss so lachen über alles, was sie gemacht hat als Pausenclown vom Dienst, nachdem sie sich auch optisch als weißer Pudel entpuppte. Meine weiße Pudeline mit Strippernamen. Ich muss lächeln wegen all der schönen Momente.

    So geht es mir bei allen anderen auch. Egal wie kurz. Wenn das Weinen aufhört und die schönen Erinnerungen kommen, das Wissen, sie waren nicht allein und hatten - vielleicht zum ersten Mal - eine Familie oder zumindest Wärme, Essen und Ruhe. Geborgenheit. Konnten bestenfalls ruhig und schmerzfrei einschlafen. Das ist gar nicht mal so masochistisch.

    Jetzt muss ich überlegen, was ein Strippername ist. Mandy? :thinking_face:

    Stacey. Für sich allein genommen geht das ja noch. Aber dann wirf noch einen Hund namens Trixie und eine Pflegekatze namens Cinnamon in den Mix und schon gucken dich Leute komisch an, wenn du ohne die Info "Stacey, Trixie und Cinnamon sind Tiere" (und nein, ich habe sie nicht so genannt) über sie sprichst und Sätze sagst wie "wenn sie so mit dem Po wackeln" :see_no_evil_monkey:

    und dann wird einem der Hund genommen...

    Genau das versuche ich so nicht zu sehen (klappt nicht immer, ich bin jedes Mal sauer, weil warum verdammt nicht noch ein klein wenig länger. Gerade dann, wenn es manchen zum ersten Mal (seit langem) gut geht).

    Aber für das Tier war es definitiv besser als alleine oder im TH.

    Ich kenne eine ältere Dame, die macht tatsächlich nur das. Hospiz. Sie ist selbst Mitte 90 und bei jedem mit Herzblut dabei. "Wir machens uns noch schön" sagt sie immer. Find ich absolut bewundernswert.

    Ich weiß nicht ob ich das könnte.

    Das mit dem masochistisch und warum tust du dir das an, höre ich immer wieder.

    Und ich weine, jedes Mal.

    Aber was überwiegt: Ich denke jetzt gerade an diesen nahezu haarlosen Hund in erbärmlichem Zustand. Der vernachlässigte Nackthund mit dem Strippernamen :see_no_evil_monkey:, der weder pinkeln noch Kot absetzen konnte. Und ich muss so lachen über alles, was sie gemacht hat als Pausenclown vom Dienst, nachdem sie sich auch optisch als weißer Pudel entpuppte. Meine weiße Pudeline mit Strippernamen. Ich muss lächeln wegen all der schönen Momente.

    So geht es mir bei allen anderen auch. Egal wie kurz. Wenn das Weinen aufhört und die schönen Erinnerungen kommen, das Wissen, sie waren nicht allein und hatten - vielleicht zum ersten Mal - eine Familie oder zumindest Wärme, Essen und Ruhe. Geborgenheit. Konnten bestenfalls ruhig und schmerzfrei einschlafen. Das ist gar nicht mal so masochistisch.

    Wie masochistisch veranlagt muss man sein, um ein Tier genau in dieser Phase einziehen zu lassen?

    85 Prozent ist die Untergrenze.

    Gibt da aber auch Variationen. Hab mal eine Hündin aufgenommen, die maximal noch 3 Monate hatte. Wurde mir von zwei Tierärzten garantiert und ich hab garantiert, sie bleibt bis zum Ende bei uns, bekommt die beste Pflege und was sie will. Das Ende war 15 Jahre später (einen Tag vor ihrem 20. Geburtstag). Komm mal aus der Nummer wieder raus, wenn Madame Hund das gehört hat und dich 15 Jahre lang anschaut mit ihrem "du hast gesagt alles, was ich will"-Blick. :roll:

    Du kannst mich gerne nochmals zitieren: Nicht weit entfernt - schrieb ich. Meine ich auch.

    Denn das Grundprinzip ist das gleiche. Die Tendenz ist die gleiche.

    Die Stufe ist eine andere. Auch das schrieb ich.

    Der Grundgedanke ist aber bei den meisten schon: das ist am einfachsten. Es macht am wenigsten Dreck. Das wird dann noch schöngeredet und als Nonplusultra dargestellt.

    Komischerweise kam bisher von niemandem und an keiner Stelle: "Das sind die Argumente für meine Fütterung und ich stehe dazu." Nur Angriffe gegen mich.

    Dabei gibt es doch Argumente dafür.

    Du kannst mir auch gerne nochmal Fanatismus und Ideologie unterstellen, obwohl ich von Anfang an gesagt habe: meine bekommen auch TroFu. Unter anderem. Ich weiß jetzt beim allerbesten Willen nicht, wie man da noch ernsthaft versuchen kann, Fanatismus durchzudrücken :ka:

    So ganz direkt: Was bringt dir das? Was willst du von mir?

    Ich hab keine Ahnung, wie hier irgendwer seine/n Hund/e füttert und manche gehen mich an, als hätte ich gerade alles in ihrem Leben zunichtegemacht. Wegen einer kritischen Betrachtung von lebenslanger Monofütterung. :ugly:

    Ich bin nicht diejenige, die fanatisch reagiert.

    Ich bin aber sehr wohl diejenige, der man im eigenen Thread versucht hat den Mund zu verbieten, weil das Thema Futter angeblich nicht hier reingehört. Ja, klar, wie auch. Ob ich täglich so und so viele Minuten für jeden habe, ob Fuchshexchen ausreichend Zeit für ihren Partner hat - alles essentiell für die Hunde. Daran darf auch rumgekrittelt werden. Aber Gott bewahre, dass man über Futter spricht. Das ist zu vernachlässigen. Weil... :???: :ka: das halt nicht so lebenswichtig ist wie ausreichend Kuschelzeit mit mir? Oder so? Keine Ahnung, ich begreife den Aufruhr nicht, der hier gerade veranstaltet wird.