Ich habe einen Lesetagebuch geschenkt bekommen und werde das im nächsten Jahr hoffentlich fleißig nutzen.
Beiträge von Fuchshexchen
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Jeder trauert anders.
Wichtig ist, dass du dir die Trauer nicht nehmen lässt. Mache kleine Rituale, wenn sie dir gut tun, führe einen Trauertagebuch, nimm dir Zeit zu weinen, Rede darüber. Schreibe Briefe an Marie, in denen du dich an all die schönen Dinge erinnerst, die ihr zusammen erlebt habt. Aber alles nur, wenn das für dich richtig und gut ist.
Umgib dich mit Leuten, die dir gut tun.
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Ich habe schon wieder so einen Hundini erwischt...
Bei abrakadabra wurde ja nur der innenliegende Hoden entfernt. Weil der so klein und flutschig war, war die Naht größer als geplant und er hatte zusätzlich Klammern.
Nach 10 Tagen waren von 21 Klammern nur noch eine Handvoll übrig...
Diesmal gibt es nur Fadenmaterial, wir sind am Tag 3 und von 9 Knoten sind zwei weg. 😂
In beiden Fällen haben die Hunde, sobald wir das Haus betreten haben, Body getragen, nachts und in jeder Sekunde, die ich nicht zu 2000 % auf Sie achten kann, zusätzlich den Kragen (einen richtigen, wo sie definitiv auch nicht drüber kommen.
Es ist mir ein Rätsel, wie die das machen 😂
Aber positiv ist, dass auch diesmal die Naht absolut unproblematisch aussieht. Nichts rot, nichts nässt, nichts geschwollen. Nur der Hodensack, aber auch hier nicht übermäßig, und auch nicht heiß.
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Man könnte die Zucht dieser Rassen verbieten
Da gehen die leute halt steil und du erreichst politisch nichts.
Mir ist schon klar, dass die Leute da steil gehen würden… sieht man ja an der Nutztierhaltung. Da wird auch hier und da ein kleines Zugeständnis gemacht und dann ist man ganz stolz darauf, dass irgendein Tier jetzt ein Spielzeug in seinem dunklen, viel zu engen, stinkenden Kabuff hat.
Für die Tiere ändert das aber praktisch nichts. Die Haltung bleibt dieselbe, der Platz bleibt derselbe, die Enge bleibt dieselbe… und vor allem: Es werden weiterhin Tiere in genau dieses System hineingeboren. Solange man das Grundproblem nicht löst, bleibt das Leid einfach bestehen, egal wie nett die Verbesserung aussieht.
Und genau so empfinde ich es bei der Qualzucht. Es ist ja schön, wenn jetzt das Verhältnis von Nase zu Kopf „passen“ soll… aber wenn man so nah am Abgrund züchtet, wird es trotzdem völlig normal bleiben, dass Welpen fallen, die genau unter diese Grenze rutschen und wieder massiv leiden. Das ist doch das gleiche Muster wie beim Zwergwuchs: Natürlich gibt es Vorgaben, die verhindern sollen, dass winzige Ein-Kilogramm-Hunde fallen. Aber solange man bewusst am Minimum züchtet, passiert es immer wieder, dass genau solche Winzlinge trotzdem geboren werden.
Und das ist der Punkt: Solange man die extremen Körperformen grundsätzlich zulässt, produziert man zwangsläufig immer wieder Tiere, die genau an diesem Extrem scheitern. Egal wie viele Regeln man drum herum baut.
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Das Problem wenn du Rassen verbietet, die haben schneller einen neuen Namen als man sie verbieten kann. Man ist da immer hinterher und es ändert sich gar nix. Man denke an Doodle, Pomchis und was nicht noch alles, der Elo hat es bis zur Marke gebracht. Qualzuchtmerkmalen die verboten sind, kann man sich nicht mehr durchmogeln.
Ich finde einfach, es müsste hier kein entweder oder geben.
Man könnte die Zucht dieser Rassen verbieten UND Regelungen mit einbringen, die sich auf Qualzuchtmerkmale berufen.
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Beim Dackel wäre es meines Wissens nach tatsächlich relativ einfach, die größten Probleme anzugehen, indem man konsequent alle Tiere aus der Zucht ausschließt, die das Gen für den extremen Zwergwuchs tragen. Das ist ja genau das, was den Körper so anfällig macht… die sehr kurzen Beine in Kombination mit dem langen Rücken. Das erhöht das Risiko für Bandscheibenvorfälle und neurologische Ausfälle massiv, und genau dieses Merkmal könnte man im Gegensatz zu vielen brachycephalen Baustellen tatsächlich recht klar identifizieren und herausnehmen.
Natürlich löst das auch nicht jedes Problem, denn selbst Dackel mit weniger ausgeprägtem Zwergwuchs bleiben durch ihren Körperbau anfälliger. Aber im Vergleich zu Plattnasen wäre das ein deutlich direkterer, realistisch umsetzbarer Weg, weil man ein einzelnes, klar definierbares Merkmal ansteuern könnte.
Bei den Plattnasen ist die Basis aber eine ganz andere. Da ist es eben nicht ein Gen oder ein Merkmal, das man gezielt aussortieren könnte. Da hängt der ganze Körperbau zusammen… Atemwege, Schädel, Zunge, Gaumensegel, Augen, Rumpf, Rute, Thermoregulation, Beckenform, Geburt. Da gibt es keinen Schalter, den man ausmachen kann.
Beim Dackel kann man ansetzen. Bei Plattnasen schleppt man das komplette Paket weiter, egal was man versucht.
Noch dazu hat man bei den Dackeln etliche Hunde, die nicht nur einfach gesund sind und auf dem Sofa liegen, sondern die wirklich arbeiten und gesund bleiben.
Bei den Plattnasen dagegen sehe ich das überhaupt nicht.
Da posaunt immer mal jemand herum, dass die eigene plattnase problemlos bei 125° im Schatten 84 km joggen gehen könnte. Aber wie viele arbeitende Hunde gibt es dort wirklich die körperlich gesund sind?
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Tut mir leid, dann habe ich den Absatz wohl falsch verstanden.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass Plattnasen verboten gehören, weil es eben nicht nur die kurze Schnauze ist. Selbst wenn man die Nase verlängern würde, bleibt ein ganzes Paket an Problemen bestehen,
Beim Mops ist die Rute ein Beispiel. Diese extrem eng eingerollte Schraubrute sieht niedlich aus, bedeutet aber, dass die Wirbelsäule im hinteren Bereich deformiert ist. Das betrifft nicht nur das letzte Stück, sondern verändert die komplette Statik des Hinterkörpers. Viele dieser Hunde haben dadurch dauerhaft Schmerzen, Verspannungen und eingeschränkte Beweglichkeit… und solange diese Rute Teil des Standards ist, lässt sich das nicht gesund züchten.
Bei den verschiedenen Bulldoggenrassen – englisch, französisch, amerikanisch – kommt das enorm hohe Kaiserschnitt-Risiko dazu. Die Köpfe der Welpen passen häufig nicht durch das viel zu enge Becken der Hündinnen. Das ist kein seltener Ausrutscher, sondern ein grundlegendes Merkmal dieser Körperform, und nichts, was man über Selektion korrigieren könnte.
Der Pekinese wiederum ist körperlich so extrem verbaut, dass einem beim geschorenen Hund wirklich das Grauen kommt… ich habe hier ja schon Bilder dazu gepostet. Da ist nicht nur der Kopf betroffen, sondern der ganze Körper, vom Brustkorb über die Beine bis zur gesamten Statik.
Und genau daran sieht man doch auch in den ganzen Kreuzungsprojekten der Dissidenz, dass es eben nicht funktioniert. Natürlich gibt es hier und da mal einen Hund, der wirklich gesund ist und keine größeren Probleme hat. Aber der Weg dahin produziert unzählige Welpen, die auf die eine oder andere Art massiv leiden müssen. Und das ist es doch nicht wert! Nur damit vielleicht irgendwann einmal ausschließlich gesunde Hunde herauskommen… dieser Weg ist in meinen Augen mit viel zu viel Leid gepflastert, und ich finde es wirklich schlimm, wenn man das in Kauf nimmt, nur um irgendwann vielleicht einen gesunden Hund zu erhalten.
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oder beispielsweise wie die armen Scottish Fold, und bei denen ist ein Züchten / eine Korrektur des Zuchtziels durchaus Sinn macht.
Bei der Scottish Fold macht eine Korrektur des Zuchtziels schlicht keinen Sinn, weil das einzige Merkmal, das diese Rasse definiert, genau das ist, was die Tiere krank macht. Die gefalteten Ohren entstehen ausschließlich durch das mutierte Fd-Gen, und dieses Gen verursacht nicht nur die Knickohren, sondern gleichzeitig eine systemische Knorpelerkrankung im ganzen Körper. Man kann dieses Merkmal nicht „ein bisschen gesünder“ machen, weil der Defekt nicht an einer einzelnen Stelle sitzt… er betrifft jedes Gelenk, jede Knorpelstruktur, die gesamte Statik.
Nimmt man das Fd-Gen heraus, um die Tiere gesund zu züchten, dann züchtet man automatisch keine Scottish Fold mehr, sondern ganz normale Hauskatzen mit Stehohren. Lässt man das Gen drin, produziert man unweigerlich Tiere mit Schmerzen, Verknöcherungen, Arthrosen und massiven Einschränkungen. Es gibt keinen Mittelweg, kein gesundes „Fold light“ und auch keine sichere Einkreuzung, weil jedes Tier mit diesem Gen zwangsläufig erkrankt… egal wie gut man züchtet.
Deshalb kann man hier nichts korrigieren. Entweder man verzichtet auf das Gen und damit auf die Rasse selbst, oder man nimmt bewusst in Kauf, kranke Tiere zu züchten. A und B schließen sich aus.
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Das ist ja genau der Grund, warum Schweine jetzt 0,5 Quadratmeter mehr Platz haben als noch vor einem Jahr. Geht es den Tieren dadurch besser? Natürlich nicht. Aber die Menschen können sich hervorragend auf die Schulter klopfen und so tun, als hätten sie damit Großes erreicht.
Eine halbe Nase mehr bringt einem Mops übrigens genauso wenig. Das Problem sitzt nicht an der Nasenspitze, sondern im gesamten Schädel. Der Nasensteg ist zu eng, die Nasenmuscheln sind deformiert, das Weichteilgewebe ist viel zu voluminös für den winzigen Kopf, das Gaumensegel zu lang, die Zunge zu groß, die Luftröhre zu schmal und die Knorpel insgesamt instabil. Wenn man da vorne ein paar Millimeter dransetzt, bleibt das komplette Innenleben trotzdem so kaputt wie vorher. Und eine Einkreuzung löst es ebenfalls nicht, weil man mit jedem brachycephalen Elterntier das komplette genetische Paket an Defekten weiterreicht und am Ende wieder an exakt dem gleichen Punkt steht.
Und ganz ehrlich… es wirkt ein bisschen so, als würdest du Schwierigkeiten damit haben, wenn jemand einfach nicht deiner Meinung ist. Man kann ein Thema gut kennen und trotzdem akzeptieren, dass andere Menschen zu einem anderen Schluss kommen, ohne ihnen von oben herab über den Mund zu fahren.
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Dass dabei auch weniger Nasen fallen ist doch klar, mit denen darf halt nicht weitergezüchtet werden.
Jeder einzelne Hund, der so geboren wird, ist einer zu viel.