Als Stadtbewohner und Strandurlauber würde ich nicht auf die Idee kommen dass sich in Deutschland auf offiziellen Wanderwegen und öffentlich zugänglichen Flächen potentiell gefährliche Kühe rumtreiben könnten.
Ich denke mir: Das sind domestizierte Vegetarier und wenn ich denen nix tu dann tun die mir auch nix. Wenn sie gefährlich wären dann würden sie nicht frei rumlaufen.
Diese Denkweise erscheint mir logisch in einem Land wo es für gefühlt alles Warnhinweise, Vorschriften und Gesetze gibt.
Ausgerechnet bei Kühen soll man dann auf einmal selbst anfangen zu denken ob und in welcher Entfernung man an denen vorbeigehen kann?
Bei nem röhrenden waffenstrotzendem (Geweih) Hirsch wäre es ja noch einleuchtend, aber bei einer muhenden Kuh?
Kühe kenne ich nur hinter Zäunen. Das sind auch niedrige Zäune mit dünnem Draht die die Kühe mühelos überwinden könnten wenn sie wollten. Als Kind habe ich gerne getestet ob auf den Zäunen Strom ist, war nicht immer welcher drauf.
Die Kühe waren immer friedlich und manchmal habe ich auch Gras rausgerupft und ihnen hingehalten. Ist immer prima gelaufen.
Bei Spaziergängen mit Hund nehme ich ihn an die kurze Leine und gehe zügig an den Kühen vorbei. Rocco kläfft sie nicht an und hängt auch nicht gierig in der Leine. Hat bisher noch keine Kuh sichtbar aus der Fassung gebracht.
Wie sollte ich aufgrund dieses Gehirninhalts eine Gefahr vermuten?
Erste Möglichkeit: Ich bin das dümmstmögliche menschenähnliche Lebewesen das auf diesem Planeten rumläuft.
Zweite (wesentlich gefährlichere) Möglichkeit: Es gibt noch mehr von meiner Sorte.
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