Beiträge von WorkingDogs

    Mir kommts auf alle Fälle so vor. Ist bei den Menschen ja auch so.

    Ich finds bedenklich. Bei der Hundezucht sollte vielmehr darauf geachtet werden, dass auch solche Tiere verpaart werden, die eben keine Allergien/Unverträglichkeiten haben und nicht nur immer auf die Optik.

    Es ist leider schwierig, weil da oft die Ehrlichkeit fehlt. Ich frag sowas, aber am besten ist, man kennt die Hunde. Und irgendwo muss man leider doch immer mal Abstriche machen. Aber ich sehe es wie du, den Abstrich sollte man doch eher bei Farben machen als bei der Gesundheit.

    Kann ich so bestätigen. Ich habe ja beide Haltungsformen und bei Hunden im Zwinger geht schon mehr unter. Im Negativen wie auch im Positiven Sinne, vielen Hundetypen tut es ja auch gut nicht 24/7 im Fokus zu stehen.

    Die Verarmung des Mikrobioms im Darm durch die "moderne" Ernährung wird wohl eine Rolle spielen. Da gibt es beim Menschen ja auch schon Studien zu. Hochverarbeitete Lebensmittel waren zumindest in meiner Kindheit daheim die Ausnahme. Heute ist es eher andersherum, habe ich den Eindruck: Wenn mal nichts hochverarbeitet ist, ist es die Ausnahme.

    Von Hilfsstoffen die gar nicht deklariert werden müssen, will man da gar nicht erst anfangen.

    Ja, nimmt zu. Liegt sicherlich auch daran, dass die Qualität unserer Lebensmittel allgemein schlechter wird, viele Hilfstoffe zum Einsatz kommen, Pestizide, Düngemittel, Unweltgifte, usw.

    Mit Sicherheit aber auch züchterisch, Allergien basieren leider viel auf Ehrlichkeit, wenns um die eigenen Hunde geht wird leider häufig beschönigt und relativiert, das hat nicht mal immer böse Absichten oder finanzielle Gründe.

    Das betrifft übrigens nicht nur Hunde. Auch mein Geflügel kann nicht mehr locker am Hof leben, so wie es früher Gang und Gebe war. Damit kommen die Menschen nicht mehr klar, haben Angst, können die Tiere nicht mehr einschätzen. Muss jetzt alles penibel eingezäunt sein und für den Fall der Fälle auch nochmal alles extra versichert sein.

    Ich glaub es geht gar nicht um an "nicht glauben". Sondern den Anspruch eben nicht erfüllen zu können.

    Wenn du diesen Anspruch einfach mal auf alle Hunde übertragen würdest in Deutschland - wie viele müssten demnach an der Leine bleiben? Bzw. wie viele andere Rasse kennst du, die diesen Gehorsam überhaupt leisten können?

    Naja, unser westliche Verständnis von Hundehaltung ist mittlerweile ja auch sehr Extrem. Auch der Gesellschaftliche Anspruch liegt bei 100%, daraus resultieren auch immer strengere Regularien.

    Mir ist bewusst, dass das ein sehr hoher Anspruch ist, bei dem viele Hunde ein Leben an der Leine fristen. Damit muss man in unserer heutigen, dicht besiedelten Welt Leben und den Hund dann eben an der Leine lasse, sich gemeinsam andere Beschäftigungen suchen.

    Das ist ja auch nicht mein alleiniger Anspruch, ich bin da sogar recht locker bei Fremdhunden. Für meine eigene Hunde wünsche ich mir aber weder die Einstufung, noch irgendwelche anderen Probleme oder gar sowas wie einen Verkehrsunfall. Und auch Wildtieren gönne ich es, dass sie ihre Rückzugsorte haben und da nicht noch ständig von Hunden gehetzt werden, weil der Hund erstmal paar Meter macht bis er auf den Rückruf reagiert.

    Gesetzlich gibt es ja noch einige Ausnahmen, die finde ich auch ganz ok. Für den Rest gilt: im Einflussbereichs des Halters, diverse verbote die praktisch zum Leinenzwang führen können.

    Sehr viel Gehorsam und Kontrollierbarkeit verdanke ich übrigens dem Bösen Schutzhundesport wo wir die Hunde so aufreißen. Hunde die aus irgendwelchen Gründen nicht gearbeitet werden können, werden im Alltag tatsächlich schnell zur Pest mit Defiziten im Gehorsam. Es ist da schon ein massiver unterschied, wie sehr die Hunde sich plötzlich von Außenreizen triggern lassen.

    Zwar ist das momentan nicht in, aber Auslastung ist hier ein sehr sehr wichtiger Punkt dafür, wie Gehorsam die Hunde sind und wie sehr sie sich überhaupt triggern lassen.

    Nichts ist ätzender als Arbeitshunde die auf der Suche sind nach Arbeit.

    Leute, keine muss an 100% „glauben“. Wie gesagt, die Hunde werden beinahe täglich im Gehorsam trainiert an Reizen von denen sie sich maximal triggern lassen. Allein Wild und Vieh frühstücken wir schon damit ab, dass die Hunde mich täglich mehrfach begleiten und flatterndes Geflügel, laufende Kaninchen und sowas ertragen müssen. Die tangiert auch kein aufspringender Hase auf 20cm, das ist deren täglich Brot.

    Wenn man die Entscheidung trifft, einen Hund freilaufen zu lassen, bezieht sich der Gehorsam ja auf einen Trigger, dass einem der Hund aus der Hand geht. Und das tun meine Hunde nicht, weder bei Wild, noch kein Geräuschen, Nutztieren, Verkehr, usw.

    Ein denkbares Szenario wäre wohl ein Überfall auf uns, was die Gebrauchshunde angeht, das spricht eben auch die Genetik meiner Hunde an. Ob es da zu 100% klappen würde, könnte ich nicht garantieren. ABER in diesem Szenario ist doch völlig egal ob da ne Leine am Hund ist, das hat überhaupt nichts mit Freilauf zu tun.

    Meine Hunde laufen genauso zuverlässig frei, wie sie alleine bleiben können. Mein Labbi brennt beispielsweise auch nicht in der Dummyarbeit durch und das ist vom Reizniveau her wesentlich kritischer als Freilauf.


    Finde es aber faszinierend, dass einen hier mehr aufregt, dass jemand sagt er hätte 100%, als der Fakt das offenbar so einige ihre Hunde laufen lassen, in dem Wissen, dass es eben schiefgehen könnte bei Situation xy. Seid doch einfach froh drum, dass ich offenbar gut trainierte und erzogenen Gebrauchshunde führe und die nicht bei 90-95% von der Leine lasse…

    Ich schreibe übrigens gar nicht, dass das hier jeder Hund immer leisten kann. Die haben auch mal Phasen, da traue ich dem Gehorsam nicht, befinden sich im Training, usw. Es sind halt Tiere. Da bleibt dann Aber einfach die Leine dran, weil es eben keine 100% sind. Ganz einfach. Besuchshunde kommen auch nie von der Leine. Egal wie gut die hören.

    Aber ich wüsste nicht, wieso ich bei Hunden nicht von 100% schreiben darf, wenn die noch nie wildern waren (auch nicht bei 5cm vor der Nase, und nein, startet gar nicht durch.) und auch ansonsten noch nie abgehauen ist und sich auch nicht von fremden Hunden oder Menschen triggern lässt. Da brauche ich auch nicht mit 99,99999% verniedlichen. Läuft nicht weg, liegt halt auch an der Genetik die diesen hohen Gehorsam erlaubt (ua. Darauf selektiert, in höchste erregungslage zu „funktionieren“ und umsetzen zu können).

    Ich glaube, das Problem ist dieses vergleichen mit anderen. Bei 50 % der Personen schlafen die Welpen bereits seit Tag 1 des Einzuges mit 9 Wochen verlässlich durch. Bei den übrigen 50 % klappt es dann mit 16-18 Wochen. Ich will das ja den Leuten auch gar nicht absprechen, aber ich frag mich einfach, was bei uns nicht stimmt. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht. ;)

    Das ist einfach Glückssache. Selbst innerhalb eines Wurfes kann es da Unterschiede geben, dass ein Teil direkt durchschläft und ein anderer Teil kann noch nicht so gut einhalten. Nicht verrückt machen lassen, ist einfach individuell.

    Dein Welpe klingt doch bereits super sauber, er kann lediglich noch nicht so lange einhalten. Aber das Verständnis ist doch da. Der Rest kommt mit der Zeit, hab Geduld.