Beiträge von WorkingDogs

    Gibt es, auch weil es "im EU Recht steht", denn noch ein zweites Land, was den Wolf so uneingeschränkt schützt? Denn das wäre dann ja der passende Vergleich. Mein Eindruck ist, nein, das ist eher ein "deutsches" Phänomen? (bitte belehrt mich, wenn es anders ist, und ich es einfach noch nicht gefunden habe, wo).

    Wenn man Dokumentationen von Beispielsweise Equiwent glaubt, dann ist das sogar in Rumänien ein Thema, und die Folge dort ist Selbstjustiz, weil das Zusammenleben dort genausowenig harmonisch klappt wie hier.

    Grade wenn man Vieh hat ist das mit Raubwild einfach so eine Sache, die kommen einfach immer und immer wieder wenn sie vermeintlichen Erfolg haben könnten. Das ist einfach nochmal was anderes als mit Hund einfach gewisse Gebiete aktiv zu meiden, man kann nicht vermeiden.

    Ich hab überhaupt kein Thema damit, mich einzuschränken bei der Wahl unserer Gassiruten. Empfinde ich nicht als Drama.

    Letztendlich verstehe ich aber auch die Tragik daran nicht, dass ein Mensch ins Beuteschema von einem Raubtier passen könnte. Was ist denn da dabei? Selbstverständlich ist ein Kleinkind oder ein Senior leichtere Beute und wesentlich risikoärmer als sich mit einem Keiler anzulegen (wo die Wahl der Beute ja auch abgeschätzt wird). Bei einem Bär würde das doch hoffentlich auch keiner infrage stellen, dass man da als Mensch mal bisschen das Hirn einschalten sollte.

    Und so richtige Ängst sind ja leider auch nicht logisch. Ich habe Tiefenangst im Wasser, ich weiß dass das logisch keinen Sinn macht, trotzdem fühle ich mich nicht wohl beim Baden in seinem See.

    So ist das leider, echte Ängste lassen sich nicht wegargumentieren.

    Bei mir klingeln im Sommer diverse Hundehalter, weil sie Angst vor meinen Enten haben und sich nicht vorbeitrauen. Nachvollziehen kann ich das auch nicht, aber das ist für viele echt ein Ding.

    Warum dann diese Bedenken beim Wolf, die sich sachlich auf Zahlen basiert nicht erklären lässt?

    Das wird daran liegen, dass es eine instinktive Urangst anspricht und diese sind in der Regel nicht ganz grundlos da. Wie mein Beispiel mit dem Gewitter, da gibt’s ja nun auch nur wenig Tote, aber trotzdem wird kaum einer vom Gewitter überrascht werden wollen beim Gassi. Und entspannter ist man da in der Zivilisation auch als wenn man alleine im Feld oder Wald steht.

    @Newbie2024 Als Tierhalter musste du dich ja zwangsläufig auseinandersetzen. Wobei ich mir die Frage schon ernsthaft stelle, scheue bei einem Wolf ist ja viel mehr erlernt als Instinkt und wie soll diese erlernte erhalten bleiben? In anderen Ländern ist es ja nicht so als wäre man da zimperlich.

    Ich finde halt dass man selbstverständlich über diesen weiteren Risikofaktor diskutieren darf. Den es zweifelsohne auch beispielsweise bei Sauen gibt. Gehört irgendwo halt dazu, so Naturgefahren, wir leben ja nicht alleine auf dieser Welt und kommen in unserem Land doch noch sehr gut weg bei dem Thema. Ist halt wie vom Blitz erschlagen zu werden, die Chance ist gering, ich gehe trotzdem nicht bei Gewitter in die Feldmark. Völlig egal ob die Zahl Verkehrstoter deutlich höher sein mag. Deshalb hab ich aber auch keine Angst vor Gewitter und verkrieche mich unterm Bett, ich mag Gewitter sogar ziemlich gerne.

    Vielleicht sollte sich mal von der Annahme gelöst werden, dass man diese Risikofaktoren eliminiert wissen will, nur weil drüber gesprochen wird. Das ist völliger Blödsinn.

    Und vom Menschen gefütterte Füchse nicht zu vergessen.

    Jetzt mal ernsthaft, man muss einfach die Kirche mal im Dorf lassen.

    Ich halte mich persönlich für wehrhaft genug, aber wenn deine halbe Nachbarschaft sich schon vor ein paar Enten fürchtet, dann stellt man sich unweigerlich die Frage, wovor der Wolf denn da nun eine ernsthafte Scheu zeigen sollte.

    Das Prinzip von Scheue bei Kulturfolgern basiert ja auch negativen Erfahrungen und Abschreckung und ich denke, dass der Wolf diese langfristig nicht ausreichend sammeln wird. Ganz sachlich und angstfrei.

    Aber ich frage mich warum viele Angst vor dem Wolf haben, aber sich bedenkenlos jeden Tag zigfach größeren Risiken aussetzen ohne nachzudenken. Warum dann die zahlenmässig dazu unbegründete Angst vor dem Wolf?

    Eine Risikobetrachtung oder Fragestellung hat doch nichts mit Angst zu tun.

    Ich bin mir den Risiken des Straßenverkehrs Bewusst und fahre trotzdem angstfrei.

    Gegenfrage: wie kommst Du darauf, dass der Wolf langfristig an den Menschen gehen würde?

    Weil es keinen Sinn macht für ein pragmatische Raubtier und der durchschnittliche Mensch dürfte weniger Wehrhaft sein als ein Schaf, Rind oder Schwein. Ehrlich, die meisten meiner Mitmenschen fürchten sich ja schon vor ein paar Gänsen die man salopp gesagt

    Einfach wegtreten könnte und sooooo weh tut der „Biss“ da nun auch nicht.

    Selbstverständlich sind auch Sauen oder streunernde Hunde nicht ungefährlich.

    Also ich frag mich wirklich warum davon ausgegangen wird, der Wolf würde langfristig nicht an Menschen gehen.

    Die meisten Menschen wären absolut wehrlos, da geht doch überhaupt keine Gefahr von aus.

    Hier gehen die ja sogar an die Schweine, das ist für einen Wolf doch weitaus gefährlicher als ein Mensch.

    Hier ist ja seit dem 01.04. Bus und seitdem sind die Leute nur bekloppt. Zwei Stück sind hier samt Hund schon durchs NSG gelatscht, mittendurch die Schutzstreifen. „Aber die Hunde sind doch an der Leine“. Und das sind nur die die ich gesehen habe..

    Ich sag echt nichts wenn die über kurze Wiesen gehen oder Äcker die noch liegen, aber mitten durchs NSG und durch die ganzen Schutzflächen grenzt echt ab absolute Ignoranz und - sorry - Blödheit.