Weniger zum Tierarzt - da frag ich mich immer, wie das gehen soll? Wenn mein Hund was akut hat, guck ich dem doch nicht beim leiden zu oder?
Natürlich kommt das vor, sogar relativ oft.
Ist ja auch mit ein Faktor, dass TMFAs und Tierärzt:Innen oftmals so belastet sind emotional.
Meine leider verstorbene Hundetrainerin hat auch in einer Tierklinik gearbeitet und einer ihrer Hunde war eine Übernahme einer Patientin. Die hatte kein Geld, seinen Rektalprolaps behandeln/operieren zu lassen, und rief eigentlich wegen einer Einschläferung in der Praxis an. Die Frau war davor zwar schon mehrmals in der Praxis vorstellig geworden, hatte Behandlungen jedoch nie zu Ende geführt und war auch zu den Kontrollterminen nie erschienen.
Sie bot der Besitzerin dann telefonisch an, die medizinische Versorgung des Hundes aus eigener Tasche zu bezahlen und ihm anschließend einen Lebensplatz zu finden, in folgendem Zustand war der Hund laut meiner Trainerin damals - 11 Monate junger, kleiner Mischlingsrüde übrigens und ein totales Herzchen, der dann ja endgültig bei ihr bleiben durfte
Der kleine Kerl hatte kaum noch Muskulatur und war bis auf das Gerippe komplett abgemagert. Er verlor Blut über den Darm. Ein übler Geruch umgab ihn. Der Darm hing mehrere cm aus dem Po. Der Hund hatte dadurch dauernd den Drang zu pressen, jedoch kamen nur Blutstropfen. Er hatte unsagbare Schmerzen! Er hatte tote, schwarze Augen und lag kraftlos zu einem kleinen Rippen-Fell-Haufen zusammengesunken da. Er konnte nicht einmal den Kopf hoch halten. Er hatte starke Untertemperatur, ein Zeichen dafür, dass der Körper bereits begann abzuschalten.