Das größte Problem, dass ich bei solchen Showzuchtkriterien sehe, ist die mangelnde Selektion auf gesundheitsbezogene Kriterien. Inzucht/ Linienzucht ist per se nix schlimmes, bzw. ohne gäbe es keine Zucht. Der Flaschenhals besagt ja, dass nach einer Zeit mit besonders vielen genetisch bedingten Ausfällen (also kranken oder totgeborenen Individuen) die Restpopulation umso genetisch und gesundheitlich stabiler ist (wenn auch in Richtung Klon, wg der genetischen Ähnlichkeit)
Vorausgesetzt ich verpaare konsequent ausschließlich die jeweils besonders gesunden, stabilen etc. Individuen (dann kann ich vermutlich auch auf Farben gehen, aber eben nicht nur).
Ich weise als lebendes Beispiel für eine solche Nach-Flaschenhalspopulation mal auf den Mauritius-Falken hin, der seit über 100 Jahren mit nur etwa 200 Exemplaren existiert. Der hatte eben Glück, dass es nach der Flaschenhalsphase weitergehen konnte.