Beiträge von Serkö

    Wir müssen das Heu waschen/bedampfen

    Sacco

    darf ich kurz fragen, womit Du bedampfst? Hast Du Dir selbst etwas gebastelt oder einen fixfertigen Bedampfer gekauft? Die sind ja schweineteuer :loudly_crying_face:

    Ich habe die letzten Jahre die Variante Regentonne/Tapetenablöser in Gebrauch gehabt, aber letzte Saison sind mir innert kurzer Zeit 3 Dampfer "gestorben". (Heute Ersatz im Baumarkt gekauft, war fast tagesfüllend... augenroll)

    Und ja, die Pferde bevorzugen ganz klar das bedampfte Heu - riecht auch seeeehr lecker

    Tucker

    auf der einen Seite ist es sicher ein Vorteil, dass das Pferd nicht direkt von der Bahn kommt, auf der anderen Seite, kamen jetzt halt noch ein paar Knacknüsse (oder andere) dazu

    Grundsätzlich haben praktisch alle Pferde die direkt aus dem Rennbetrieb kommen grosse Magenprobleme mit den entsprechenden Auswirkungen. Dort wird ja Kraftfutter in rauhen Mengen gefüttert, Rauhfutter wird dann eher eingeschränkt.

    Handlingprobleme haben wohl oft die Traber eher weniger, da mischen auch mehr Amateure im Sport mit, bei den Galoppern wird das Handling dann doch oft etwas ähm rustikaler sein...

    Ach so, und oft ist bei den Tierchen die Programmierung in Sachen Zügelführung anders, Zügel annehmen, Zug am Zügel = GAS GEBEN! Das führt dann oft zu ähm Kommunikationsproblemen, wenn der neue Besitzer im Gelände durchparieren will...

    Wenn man das Gespür und ein Händchen für diese sehr oft sehr sensiblen Pferde hat, ist der Wechsel vom Renn- zum Freizeitpferd auf jeden Fall machbar. Go for it, wenn Du der Meinung bist, das liegt Dir!

    Ach so, von wegen Dualaktivierung - das hilft ungemein. Ob Mike Geitner noch aktiv im Galoppsport ist, weiss ich nicht (bin auch grad zu faul um das zu googeln) aber den kannst Du bei Bedarf bestimmt anschreiben / ansprechen.

    Ich weiss jetzt nicht, wie ausgeprägt Dein Helfergen ist, aber ich kann Dir nur ans Herz legen, nur mit dem Pferd zu arbeiten, wenn Du es auch übernehmen kannst / willst. Nachdem die Besitzerin ja eh nicht damit kann, sollte eigentlich ein eher symbolischer Preis drin liegen.

    Alles Gute Euch! :sparkling_heart:

    Edit: hab Deinen Beitrag grad nochmals gelesen. Der ist ja schon 2.5 aus dem Rennbetrieb raus :-)

    Ich würde den tatsächlich wie eine Remonte ganz neu aufbauen. Viel Bodenarbeit, damit der sich körperlich ganz neu sortieren kann, evtl. gute Physio / Osteo beiziehen. Wie sind die Hufe?

    Für Dich in Sachen Oberkörperstabilität: Pilates soll helfen

    Valez

    Eine Nur-Regendecke - also ungefüttert - würde ich nicht verwenden, die meisten Pferde bleiben zwar trocken damit, frieren aber, weil das Fell sich nicht mehr aufstellen kann, das wird dann kalt und klamm drunter. Wenn Dein Pferd keine Frostbeule und gesund ist, würde ich eine 50gr-Füllung anpeilen.

    Den http://www.pferdedecken-shop.de kann ich Dir empfehlen, die haben eine Riesenauswahl und ganz viel brauchbare Infos online.

    Hersteller-mässig bin ich bis anhin mit den Bucas sehr gut gefahren, die sind auf jeden Fall top offenstalltauglich, aber meine Pferde waren / sind (bis auf Dickmadame) eher schmale Hemden :-)

    LG Serkö

    PS: unbedingt den Schweifriemen mit der Plastikummantelung nehmen / nachrüsten

    Nix weiss es, schön wär's...

    Ich hab' hier so nen Dickmops stehen, die wurde beim Vorbesitzer wahrscheinlich oft etwas zu knapp gefüttert oder hatte lange Fresspausen. Oder da sind die grauen Zellen - die die für's Fressen denken - von Haus aus anders verdrahtet. Alle Pferde die ich vor ihr hier hatte, konnten ohne Probleme mit Heu ad. lib. und / oder freiem Zugang zur Weide umgehen. Aber Madame frisst, als gäb's kein Morgen mehr. Nix mit nach soundsoviel Kauschlägen signalisiert das Hirn "Wir haben genug inhaliert für heute" oder ähnlichen Theorien. Und der Output ist auch entsprechend elefantös. Bis anhin musste ich immer nur zierliche Araberhäufchen wegräumen, eine Schubkarre Mist pro Tag und alles war sauber, aber jetzt ist's deutlich mehr.

    Klarer Fall von "das Gleiche gelesen, aber andere Schlüsse gezogen, bzw was anderes daraus verstanden" :upside_down_face:. Alles gut King-Kong

    Ich interpretiere, dass die Eltern in Not sind, ihr Problem durchaus als solches empfinden, aber keine Lösungsstrategie haben. Es wird wohl eine Mischung von Tunnelblick, Bequemlichkeit und totaler Unkenntnis von existierenden Möglichkeiten sein, zusammen mit den Hunden eine Lösung zu erarbeiten. Es kann durchaus sein, dass die sich in ihren wildesten Träumen nicht vorstellen können, was da alles machbar ist. Da klebt und baut man lieber Glastüren und Zäune blickdicht und beglückt den Nervköter mit einem Antibell-Halsband.

    Aber ich will den Eltern von Hilfesuchender222 nichts unterstellen. Er hat hier die Situation beschrieben, wir wissen nicht wie innig oder wie angespannt die Familienverhältnisse sind, wie oft sie sich sehen, wie alt die Beteiligten sind und und und. Sind alles kleine Puzzleteilchen des Problems. Aber ich erwarte hier echt keinen Seelenstriptease von niemandem, das sind Familieninternas die uns nichts angehen. Daraus ableiten könnte man dann allenfalls, was ab welchem Punkt als übergriffig empfunden würde.

    Manchmal steckt man echt derart in einem Tunnel drin, dass es einen deutlichen Impuls von aussen braucht, darum meine Empfehlung zu einem aussenstehenden Spezialisten. Das Risiko bez. rausgeschmissenem Geld, lässt sich auch minimieren. Entweder Geld zurück oder die Stunden selbst nutzen. Irgendwas wird sich da bestimmt machen lassen - ich setze voraus, dass dem Trainer die Situation vorab geschildert würde.

    Und wenn's ganz wild werden soll: spendiert den Eltern eine Auszeit, verlängertes WE, eine Woche Urlaub oder wasweissich, übernehmt in der Zeit die Hunde, macht ein, zwei Trainerstunden und übergebt die Hunde und die Eltern bei Rückkehr an den Trainer. Whatever, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt :woman_juggling: