Beiträge von walkman

    Mein "Labrador-Mix", der als anfängertauglich, freundlich, lieb und aktiv beschrieben wurde, ist aus Rumänien. Er kam auf der Straße zur Welt, hat dann im größten Tierheim dort gelebt und wurde über eine Orga im Massentransport nach Deutschland importiert.

    Er wurde von dieser Orga direkt an eine Familie mit kleine Kindern vermittelt. Bereits nach zwei Wochen hat der Vater der Familie ihn dann wieder zurückgeben wollen, mit der Begründung, dass das mit den Kindern nicht funktioniert hat.

    So kam er ins örtliche Tierheim.

    Von dort habe ich ihn adoptiert. Wir waren sehr gut vorbereitet, und hatten genau beschrieben, was wir wollten, einen Anfängerhund, der alltagskompatibel ist, mit dem man aber auch sehr lange wandern kann. In den ersten Tagen hat er sich extrem zurückgenommen, war sehr ruhig und zurückhaltend. Nach einer Woche taute er dann sehr schnell auf und es zeigte sich, dass er sehr reizoffen, reaktiv und leinenaggressiv war. Ein Gentest hat dann ergeben, dass es sich um eine Mischung aus HSH, Jagdhund und Hütehund handelt.

    Die Belastung für den Alltag - bis hin zur Ehe - war wirklich immens.

    Heute, fast 2 Jahre später, gibt es eine Menge Fortschritte und ein paar wirklich herausragende Talente. Das hat allerdings eine Menge Blut, Schweiß und Tränen (in unterschiedlichen Mengen, sehr wenig Blut, sehr viel Schweiß und sehr viele Tränen) gekostet. Ein einfacher Hund ist er natürlich immer noch nicht und wird es auch nicht werden. Dass sich meine Lebensumstände dadurch komplett verändert haben, war zum Teil ein sehr großer Zugewinn, zum Teil ist es aber auch ein gravierende Einschränkung. Auch wenn ich mit einem anderen Hund nicht in extrem kurzer Zeit so viel gelernt hätte, hätte ich mir manches gerne erspart.

    In Summe kann ich sagen, dass er mein Leben bereichert.

    Die Alternative wäre für ihn aber auch nur ein Leben als Wanderpokal gewesen.

    Ihr habt keine persönliche Beziehung zu diesem Menschen und damit auch keinen Grund zur Annahme, dass sein geäußerter Wille in irgendeiner Form von seinem "tatsächlichen" Willen abweicht. Deshalb solltet ihr seinen Willen respektieren, so schwer das auch sein mag. Gegen seinen Willen zu handeln, würde ein Stück weit seine Würde verletzen.

    ... sondern meine Verantwortung dorthin zu geben, wo sie gut aufgehoben ist, nämlich in kundige Hände.

    aaliyah. hat hier aus meiner Sicht keine Verantwortung, deshalb ist da aus meiner Sicht nichts, was an kundige Hände zu geben ist. Wenn sie den Nachbarn noch einmal trifft, kann sie ihn auf solche Stellen aufmerksam machen. Aber einen Dritten zu informieren, um mit dem Nachbarn Kontakt aufzunehmen, würde dem geäußerten Wunsch klar widersprechen.

    Diese Entscheidung würde ich in der Situation eben genau diesen Menschen überlassen und nicht selbst vermuten, was diese Ansprechpartner wohl tun würden. Eine andere mögliche Vermutung könnte sein, dass der Nachbar in einem solchen Gespräch besser aufgeklärt wird über Möglichkeiten einer Sterbebegleitung zuhause und darüber sogar froh ist. Weil ich das nicht weiß bei jemandem, mit dem ich fast nie etwas zu tun habe, würde ich in dem Fall diese Entscheidung eben weitergeben. Damit würde ich in meinen Augen den Nachbarn auch nicht bevormunden oder in seiner Würde verletzen, er kann weiterhin jede Hilfe ablehnen, wenn er das so möchte.

    Wie gesagt, ich halte es für sehr sinnvoll, dass aaliyah. selbst mit solchen Stellen spricht, um sich zu ihrer eigenen Gefühlslage auszutauschen und Informationen dazu zu bekommen. Diese Informationen kann sie ihrem Nachbarn auch weitergeben.

    Entscheidungen sind hier aber m. E. nicht zu treffen. "Hilfe beim Nachbarn vorbeizuschicken", nachdem dieser bereits deutlich abgelehnt hat, fänd ich unangemessen. So gut der Sozialpsychiatrische Dienst auch ist, wenn er unaufgefordert von einer Nachbarin vorbeigeschickt wird, kann das beim Patienten auch so wirken, als würde man auch an der psychischen Gesundheit oder Zurechnungsfähigkeit des Betroffenen zweifeln.

    Zum Wandern war ich in Thüringen zwiegespalten, bei mir war es der Thüringer Wald: Da wo der Wald nicht gerade beerntet wurde, fand ich ihn ausgesprochen schön. Allerdings gab es dort vor Allem Wanderautobahnen in Form von Forstwegen. Die wenigen echten Wanderwege waren dafür aber wirklich herausragend toll. Wirklich schön finde ich auch, wie wenig dort los war.

    OT und sehr subjektiv:

    Ich muss aber zugeben, dass ich - durch die regelmäßigen Veröffentlichungen zur Sonntagsfrage - erwartet hatte, dass ein Viertel in HJ- und ein weiteres Viertel in FDJ-Hemden herumläuft. Einige Erlebnisse hatten diesen Eindruck auch bestätigt, hoffentlich hauptsächlich geprägt durch die Vorurteile und die damit verbundene selektive Wahrnehmung. Auf jeden Fall fühlte es sich stärker wie eine Reise ins fernere Ausland an, als Besuche in NL, Österreich oder Schweiz.

    Mein Mann hat gerade beschlossen uns selbst und vor allem mich zu schützen. Aufgrund anderer Erkrankungen in der Familie habe ich dafür keine Ressourcen noch jemanden beim Sterben zu begleiten.

    Ich werde Morgen früh beim sozialpsychatrischen Dienst anrufen und mich beraten lassen, will aber einfach nicht weiter eingebunden werden. Alleine das Nachdenken jetzt führt zur Migräne aufgrund mangelnder Belastbarkeit.

    Danke euch für die Hilfe und für die Idee dort nachzufragen. Dies nimmt mir hoffentlich das Gefühl der Verantwortung.

    Ich werde auch erst einmal ohne Namen zu nennen nachfragen und dann spontan entscheiden wie es weiter geht. Mehr Informationen habe ich ja auch einfach nicht.

    Euer Nachbar hat euch ganz klar und deutlich gesagt, was er sich wünscht:

    Ich habe ihm Hilfe angeboten, angeboten ihn ins Krankenhaus zu bringen oder seine Familie anzurufen.

    Er wollte nicht, er will alleine sterben. Er ist dann gegangen und hat sich verabschiedet.

    So unglaublich schwierig sich die Situation für euch emotional anfühlt, euer Nachbar hat seinen Willen sehr klar geäußert.

    aaliyah. Das ist sehr traurig. Wenn ich Sorge hätte, dass er sich akut etwas antut, würde ich nochmal nach ihm sehen und ggf dann Hilfe verständigen.

    Ansonsten hast du glaube ich mit der Umarmung was ganz Echtes gemacht.

    Also er wirkte psychisch klar, körperlich sehr schwach und war am Zittern. Man hat gemerkt, er bräuchte einfach eine Umarmung aber das er sich akut etwas antun würde, hatte ich nicht das Gefühl.

    Allerdings kenne ich ihn auch einfach nicht. Ich kenne sein Leben nicht und auch nicht seine Situation. Deswegen kann ich es nicht einschätzen, sondern nur seine Worte akzeptieren.

    Und es besteht offensichtlich kein Zweifel an seinen geistigen Fähigkeiten.

    Niemand erwartet in so einer Situation irgendetwas darüber hinaus von euch. Ihr habt keine persönliche Beziehung zu diesem Menschen und damit auch keinen Grund zur Annahme, dass sein geäußerter Wille in irgendeiner Form von seinem "tatsächlichen" Willen abweicht. Deshalb solltet ihr seinen Willen respektieren, so schwer das auch sein mag. Gegen seinen Willen zu handeln, würde ein Stück weit seine Würde verletzen. Würdet ihr jetzt z. B. die 112 wählen, würden die genau gar nichts tun, sondern den Willen des Patienten berücksichtigen und ohne Maßnahmen wieder gehen.

    Es ist unglaublich ehrenwert, dass ihr jetzt helfen wollt. Ich glaube, es wäre sehr sinnvoll, wenn ihr euch dazu mit Profis (wie oben vorgeschlagen soz. psych. Dienst, oder auch ein Palliativ-/Hospiznetzwerk) austauscht. In erster Linie sollte das für euch in dieser belastenden Situation helfen.

    Ein Beispiel wäre hier: https://palliativnetz-koeln.de/beratungstelefon/

    Ich bin ehrlich: wenn mein Hund mehr als drei / vier Mal (und das täglich) nen Haufen machen muss, dann würde ich ganz persönlich das Futter wechseln. Egal ob die Haufen gut sind oder nicht. Aber ist für den Hund doch auch nicht angenehm, wenn er so oft Druck auf der Pupe hat und Kacki muss.

    Bei mehr als 4x am Tag würde ich auch heute noch unruhiger werden, wenn ich keine plausible Erklärung hätte.

    Hält gelb echt Leute zurück??

    Wir überlegen nämlich noch, wie wir den bislang farblich echt unauffälligenRolli pimpen können, damit nicht irgendwer sagt "hab ich nicht gesehen".

    Ich hatte ja eine grosse Las Vegas Leuchtreklame vorgeschlagen, aber neongelb wäre eine schöne Akternative, mit der auch mein Mann leben könnte.

    Die gelben Schleifen sind schon einigermaßen etabliert, vielleicht hilft es ja.

    Gelbe Schleife

    Maulkorb funktioniert auch sehr gut als Distanzmittel :D

    Den Begriff "reactive" verstehen m. M. n. nur Leute, die sich mit dem Thema "Hund" ein wenig auseinandergesetzt haben.

    Das eigentliche Zielgruppe, insbesondere Leute mit unangeleinten, distanzlosen "Willnurspielenhunden", erreicht man damit vermutlich nicht.

    Den würde ich gerne mal irgendwo probeweise in die Hand nehmen können, um zu gucken, ob ich den an meinen Hund heften würde (gewichtstechnisch).

    Da sind die Meinungen unterschiedlich.

    Ich finde den selbst sn meinem 23kg-Hund ziemlich mächtig.

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    Mein Hund (20kg) hat einen schmalen Hals mit Naturschal, da wäre mir der große Tracker gefühlt auch viel zu groß.

    Ich habe die großen Tractives aber an Labbis mit gleichem Gewicht (um die 20 kg) aber mit breitem Hals gesehen, da sah das ganz passend aus.