Ich finde das alles sehr strange, da bin ich ehrlich. Ihr schafft es nicht einen schnappenden Hund (beisst ein DSH richtig entstehen nicht nur oberflaechliche Wunden und da muss dann deutlich mehr passieren als ne notduerftige Versorgung durch einen TA!) so zu fixieren, dass fix ein MK angelegt oder eine Schlaufe (aus einem Verband) uebers Maul gezogen werden kann, man laesst dich allein mit dem Hund, will wen mit Blasrohr kommen lassen (und wo soll der 'schiessen'? In der Praxis??), usw.
Für Dich ist das ein schnappender Hund. Für mich heißt schnappen in die Luft vor mir beissen, d.h. kein Körperkontakt.
Ein TA, der bereits gesehen hat, dass der Hund beschädigend beißt, d.h. zumindest gut sichtbare Wunden verursacht, wird seine Hände, sein Arbeitswerkzeug, sein Kapital bzw. seine Arbeitsfähigkeit sicher nicht mal eben so aufs Spiel setzen. Mag sein, dass Dein Tierarzt diese Handgriffe gewohnt ist. Mein TA ist es gewohnt, dass ich meinen Hunden den MK aufsetze oder, wenn es um die Verbandsmaulschlaufe geht, den Hund so ruhig halte, dass er das ohne Probleme mit 1 oder 2 Versuchen schafft. (Und oft wird doch die Schlaufe präpariert und dann dem Halter in die Hand gedrückt - so meine Erfahrung.
Blasrohr wäre die Möglichkeit draußen vor der Praxis gewesen. Hund noch an der Leine, Blasrohrschütze in kurzer Entfernung. In verwinkelten Praxisräumen wäre das schwierig, in großen hingegen könnte das auch drinnen passieren. Das Ding ist ja nicht 5m, sondern 1m lang (grad gegoogelt).
Ich bin insofern bei Dir, dass ich nicht unbedingt von Misshandlung des Hundes ausgehe, sondern durchaus die Möglichkeit sehe, dass der Hund einfach nicht wollte (was genau auch immer) und ihm/ihr alles zuviel war (jede Bewegung am anderen Ende der Leine).
Hier sieht man doch aber gut, wie der Traum vom treuen, unbestechlichen Hund, der einzig und allein nur auf seinen Besitzer hört, real aussehen kann. Das ist aber vielen nicht klar, denke ich.