Beiträge von CundC

    Hier wird ja immer geschrieben, das Kastra ohne Grund ilegal ist. Ist das eigentlich schon mal gerichtlich durchgefochten worden, oder ist das eigene Interpretaton. Ganz wertfrei gefragt.

    Also ich meine, das Besitzer nicht Kastrieren lassen dürfen aus Sorge vor einer ungewollten versehentlichen Deckung. Ist das überhaupt schonmal gerichtlich entschieden worden, ob das ein nicht ausreichender Grund ist?

    Aus dem Tierschutzgesetz (aktuelle Fassung)

    §6

    (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn

    1.der Eingriff im Einzelfall

    a)nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
    b)bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,

    Ungewollte Deckung wäre höchstens über "tierärztliche Indikation" abgedeckt, wobei ich da tatsächlich Zweifel hätte.

    Und es gibt wohl auch schon ein Urteil:

    Zitat

    Kastrationspflicht für Hunde: Kastrationspflicht gemäß Übereignungsvertrag

    Übernimmt ein Tierhalter einen Hund beziehungsweise eine Katze aus dem Tierheim, so wird ein Übereignungsvertrag geschlossen. Gemäß diesem verpflichtet sich der Tierhalter häufig, sein Tier bei Erreichen der Geschlechtsreife kastrieren zu lassen. Dadurch soll einer Überpopulation vorgebeugt werden.

    Während eine derartige Klausel bei Übereignungsverträgen über Katzen generell gestattet ist, ist sie bei der Vermittlung von Hunden nicht zulässig. Gemäß einem Urteil des AG Alzey ist eine Kastration eines Hundes als ein Verstoß gegen § 1 TierSchG anzusehen, gemäß welchem einem Tier nicht grundlos Leiden oder Schmerzen zugefügt werden dürfen (Amtsgericht Alzey, Az.: 22 C 903/95).

    Quelle: https://www.juraforum.de/news/kastratio…er-hunde_247105

    Wir waren gestern am ehemaligen Bahndamm spazieren der jetzt geleert ist und als Radweg dient. Bundeswehr ist am joggen, mit Gepäck, alle paar Kilometer steht ein Jeep wo es Tee, Wasser und Äpfel gibt. Die Jungs sehen einige Soldaten die vor einer Station anstehen, auf ihr Wasser warten. Beide gucken sich an, Blick zu mir, ich nicke leicht. Beide traben fröhlich hin und stellen sich einfach hinten an. Erst etwas irritierte Blicke der Soldaten, dann großes Gelächter und die Jungs bekamen Wasser, Apfelschnitze und viiiiele Streicheleinheiten :rolling_on_the_floor_laughing:

    DAS hätte ich ja gern gesehen, aber Foto war nicht möglich, oder?

    Zur Anzeige von Surimi:

    Surimi

    "HINWEIS

    Da die Kastrationsbereitschaft, auch in Deutschland, massiv gesunken ist und wir weder "Unfallwelpen" noch Krankheiten wie Mammatumore oder Prostatakrebs forcieren möchten, behalten wir uns vor, für Welpen eine Kastrationskaution zu erheben. Diese beträgt für Rüden 300 € und für Hündinnen 450 €. Dieses Geld ist zusammen mit der normalen Schutzgebühr zu überweisen und wird bei Kastrationsnachweis vom Tierarzt, also Rechnung mit Chipnummer, sofort an den Adoptanten zurück überwiesen."

    Wow, ganz schön dreist! :emoticons_look:

    Da wäre der Verein bei mir schon raus. Ich möchte selbst entscheiden, ob eine Kastration nötig ist oder nicht und möchte nicht dazu getrieben werden, weil ich dann ja Geld zurückbekomme. Und mit einer dadurch geforderten Gesamtsumme von 720,-- wäre der Tierschutzhund dann bei mir eh raus. Gute Idee dahinter, aber wird sicherlich auch viele abschrecken, die durch Management Welpen verhindern wollen (und können) oder selbstbestimmt und unter Einbeziehung gesundheitlicher Gründe kastrieren würden - und nicht nur diejenigen, die eine billige Brutmaschine suchen.

    Meine alte Hündin war und blieb unkastriert, hatte nie Probleme damit und auch nie Welpen. Es geht, man muss halt nur ein bischen aufpassen.