Den Papa am Vortag vor Weihnachten in die Bedrängnis zu bringen, alleine zu sein, weil ihr seinen Hund nicht duldet, finde ich irgendwie gemein.
Nun ist es so mein Vater meinte wenn Charlie nicht kommen darf würde er auch nicht kommen.
Naja, also das war ja scheinbar schon Thema.
Ich weiß ja nicht, ob ihr schon mal einen extrem (!) stressigen Hund längere Zeit um euch hattet, aber hier geht es ja nicht darum, dass Hund(e) generell nicht erwünscht sind oder man sich an den Haaren stört, man Hunde einfach bäh findet oder ähnliches.
Ein Hund, der ein derartiges Verhalten zeigt, zehrt an den Nerven und zwar massivst. Nicht nur hündische Stresssysteme werden durch sowas aktiviert, sondern auch die von uns Menschen. Da geht's auch um das eigene seelische und auch körperliche Wohlbefinden.
Man darf sich selbst schützen!
Und valre226 - du hättest jedes Recht, den Hund und damit deinen Vater auszuladen!
Für dich selbst schon, aber jetzt wo du ein Baby hast, umso mehr. Manchmal kämpft es sich auch besser um das Wohl eines anderen.
An manche von denen, die es gemein fänden, den Vater auszuladen: Denkt ihr, so ein Baby steckt Stunden um Stunden stark erregtes Gebell automatisch so einfach weg? Vielleicht ja, aber kann genauso gut sein, dass man es dadurch massivst belastet. Das wäre dann dem Baby gegenüber mehr als gemein - und zwar vor allem von seiten des Vaters (von valre) bzw. Großvaters (des Babys), wenn es ihm - salopp formuliert - scheiß egal ist, welche Auswirkungen die Anwesenheit seines Hundes auf andere hat.
Wenn das Kind eine Allergie hätte - was würdet ihr dann sagen? Das Kind soll halt tränende Augen haben, damit Opi sich nicht benachteiligt fühlt?
Das Nervensystem von Babys ist empfindlich.
Das zählt auch!
Und es zählt auch, dass Eltern ein schönes, entspanntes erstes Weihnachten mit ihrem Baby haben wollen!
Ich hoffe, deine Familie ist auf deiner Seite valre226 - v.a. auch deine Mutter - und ihr habt die Kraft euch da durchzusetzen bzw. dein Vater vielleicht sogar die emotionale Reife das nachzuvollziehen.
Vielleicht hilft Weinen und dass du dir Sorgen um dein Baby machst, wenn dein Vater auf rationale Argumente nicht reagiert. Und wenn er dann nicht entweder ohne Hund kommt oder sagt "Ich muss bei meinem Hund bleiben, aber ich hab euch lieb und kann es schweren Herzens nachvollziehen", dann ist es ein Mensch, von dem man sich bis zu einem gewissen Grad emotional distanzieren muss, um das eigene Kind zu schützen.
Edit: Ich hab zu lange gebraucht.
Freut mich sehr, dass dein Vater da einsichtig war.
Habt ein schönes Weihnachtsfest! 