Beiträge von DatMudi

    Das ist tatsächlich wohl nicht unumstritten. Einerseits die Vermeidung von Pyometras und die Übertragung von Krankheiten u.ä. durch Kastration, andererseits gibt es wohl auch Studien dazu, dass Sterilisationen (bestimmter) freilaufender Hunde z.T. die Population besser (!) unter Kontrolle halten können, da hormonell intakte (sterilisierte) ranghohe Tiere dazu beitragen können, dass rangniedrigere (nicht kastrierte/sterilisierte) Tiere sich nicht vermehren.

    Quelle?

    Eins der Bücher von Gansloßer.
    Falls ich zufälligerweise darüber stolpere, liefere ich gern die Details, aber jetzt sämtliche Bücher, die ich von ihm habe, en detail danach zu durchforsten, fehlt mir die Zeit und Muße. :emoticons_look:

    zu 0,00x% kann noch Nachwuchs gezeugt werden!

    Zumindest im Menschlichen Bereich... von daher denke ich, im Hündischen Bereich auch möglich...

    Das ist ein guter Einwand.
    Da würde mich interessieren, ob das bei Hunden auch der Fall ist (ob sowas mal wissenschaftlich untersucht wurde? hmm) und/oder ob die Medizin inzwischen soweit ist, dass man das idR verhindern kann. Vielleicht müsste der Eingriff dazu etwas weitreichender sein?

    Yelly

    Gerade beim Auslands-TS ist es sinnvoll, weil - ausgehend von vor Ort bleibenden Hunden - gerade wichtig ist, dass Läufigkeiten ausbleiben (= weniger Stress in den Sheltern), Pyometras und Deckakte vermieden werden (= weniger Verletzungen).

    Das find ich komplett logisch.

    Das ist tatsächlich wohl nicht unumstritten. Einerseits die Vermeidung von Pyometras und die Übertragung von Krankheiten u.ä. durch Kastration, andererseits gibt es wohl auch Studien dazu, dass Sterilisationen (bestimmter) freilaufender Hunde z.T. die Population besser (!) unter Kontrolle halten können, da hormonell intakte (sterilisierte) ranghohe Tiere dazu beitragen können, dass rangniedrigere (nicht kastrierte/sterilisierte) Tiere sich nicht vermehren.
    Spannendes und sehr komplexes Thema, auf das es schwer eindeutige Antworten gibt.

    Also wenn ich die Hündin dafür schon in den op gebe dann würde ich direkt kastrieren. Ich hab allerdings wirklich Angst vor ner pyo, vor allem das ich sie ggf zu spät bemerke. Es ist kein Grund für ne kastra aber wenn ich wählen soll weil eins gemacht werden muss dann eben ehr die Kastra.

    Kann ich persönlich absolut nachvollziehen und wäre bei mir persönlich auch einer der Gründe, warum ich bei einer Hündin ohne Kontraindikation einer Kastration

    bisschen OT?

    Kann ich persönlich absolut nachvollziehen! Mir geht es da wie dir, das ist für mich eine absolute Horrorvorstellung. Ich hätte/habe u.a. deswegen auch bei einer Hündin ohne Kontraindikation eine geringe Hemmschwelle zu kastrieren.
    Aber gibt ja auch Menschen, die das anders sehen und ungern kastrieren wollen, oder Hunde / Konstellationen haben, bei denen das eher nachteilig wäre.

    Was ist mit der Entartungs-/Pyometragefahr bei sterilisierten Tieren? Weiß man da was?

    Das wäre z.B. eine Frage, die mich interessieren würde - ob es irgendeinen gesundheitlichen Nachteil hätte gegenüber komplett intakten Hunden.

    Aber trotzdem stelle ich es mir entspannter vor als bei intakten Hunden.

    Warum?

    Nur wegen der Konsequenz, das bei einem versehentlichen Deckakt dann nix rauskommt?

    Wäre das nicht ein massiver Vorteil?

    Versteht mich bitte nicht falsch - ich meine damit nicht, dass man sich der Verantwortung entziehen sollte auf die Hunde zu achten, indem man sterilisiert!
    Aber es gibt ja z.B. Menschen, die alleine durch die Vorstellung, dass es passieren könnte, selbst gestresst werden.
    Und es bleibt ja auch bei verantwortungsbewusstem Handeln idR ein gewisses (kleines, winziges) Restrisiko.
    Keines, das ich verurteilen würde - bitte auch nicht falsch verstehen! Ich habe nichts gegen die Haltung gemischter, intakter Hunde! Hatte ich selbst auch schon.
    Aber selbst verantwortungsbewussten Haltern und langjährigen Züchtern (da kenne ich auch Fälle) passieren unvorhergesehene Dinge - seien es z.B. sogenannte stille Läufigkeiten (und wenn selbst erfahrene Züchter sowas erleben, dann kann es jedem "Laien" auch passieren), oder dass sich ein Hund durch eine Tür gräbt, oder was auch immer.
    Oder die Fehler anderer Halter - Leute, die ihre Rüden rumstromern lassen oder ihre läufigen Hündinnen nicht anleinen, etc etc.

    Also mein Standpunkt wäre hier halt, warum soll ich dem Hund eine OP zumuten

    Das ist z.B. durchaus etwas, das ich verstehen kann, wenn einem das Risiko einer OP zu groß ist.

    Der Deckakt selbst birgt einige Verletzungsgefahr, den würde ich also auch unter sterilisierten Hunden verhindern wollen. Wenn ich aber das Decken generell verhindere, ist es egal, ob die Hunde intakt oder sterilisiert sind.

    Dass man die Hunde dann nicht einfach "machen lässt", sollte klar sein (hätte ich vielleicht erwähnen sollen), aber würde es nicht etwas "Brisanz"/Sorge rausnehmen?
    Kastrierte Rüden wollen ja manchmal auch noch decken. Da sollte man seine Hündin ja auch schützen, wenn notwendig. Aber trotzdem stelle ich es mir entspannter vor als bei intakten Hunden.

    :winken:


    Mir kam/kommt öfters ein Gedanke.... warum sind so wenige Hunde sterilisiert?
    [Sterilisation = schnippschnipp der Samen-/Eileiter, also zeugungsunfähig, aber Hormonsystem bleibt unangetastet, Sexualverhalten bleibt ebenfalls intakt]
    [Kastration wäre ja "alles raus da", inklusive Hoden/Eierstöcke = hormonproduzierendem Gewebe]

    Es gibt ja oft Diskussionen/Überlegungen um kastrieren vs nicht kastrieren.
    Und es gibt ja zig Meinungen ob/wann man kastrieren sollte/darf/muss.
    Hat ja beides sowohl Vor- als auch Nachteile.
    Aber darum soll es hier nicht gehen.
    In manchen Fällen (wenn Rüden oder Hündinnen unter ihrer Sexualität leiden) hilft natürlich nur eine Kastration.

    Aber in Fällen, in denen es nur/primär darum geht, dass die Hunde sich nicht fortpflanzen sollen (z.B. gemischte Hundehaltung), ihre Hormone sonst aber keine Probleme verursachen und man bei einer Kastration eher zu dem Schluss kommen würde, dass die Nachteile überwiegen - warum sterilisiert man dann nicht? Man selbst wäre während der Standhitze entspannter und es können keine Unfälle passieren.

    Gibt es Nachteile der Sterilisation, die ich nicht kenne? (Gut möglich)
    Oder hat sich die Kastration im Laufe der Jahrzehnte so etabliert, dass man einfach "vergessen" hat, dass es die Option der Sterilisation gibt?

    DatMudi das Problem sind hier mWn die Folgen wenn Anne_Boleyn nicht kommt. Zumindest sagt mein laienhaftes Wissen das, allerdings weiss ich da mehr bzgl. dem vorsitzenden Richter, als zu den beisitzenden Richtern.

    Es reicht aber laut der vorherigen Posts ja, wenn der Termin nur eine halbe Stunde andauert.
    Ich empfehle ja nicht, es komplett ausfallen zu lassen.
    Aber dass der Termin so lange andauern soll, ist schlicht Rücksichtslosigkeit des vorsitzenden Richters. Und da darf man sich dagegen wehren.

    Wäre es dann nicht - für dich UND die anderen - besser, wenn du direkt sagst, dass du nicht so lange KANNST?

    Ich hab es schon für meine Verhältnisse deutlich gesagt, aber wahrscheinlich trotzdem nicht deutlich genug oder es ist ihnen egal:(

    Und ich will ihn nicht verärgern, weil er mir das Leben ziemlich schwer machen kann.

    :( : Ach mann, das ist einfach nicht richtig, wenn man sich solche Sorgen machen muss, dass der Vorgesetzte einen dann auf dem Kieker hat, nur weil man krank ist. :no:
    Kannst du von deinem Arzt einen "Wisch" erhalten, dass du nicht so lange sitzen/stehen darfst/kannst? Oder dass deine Schmerzen deine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen könnten?
    Also, dass du sozusagen die "Schuld" (was ein Bullsh, eig... das ist ja nichts, das man sich aussucht oder für das man etwas kann) auf den Arzt "umleitest"?
    :streichel:

    Was passiert, wenn Du hingehst, und nach ner Stunde werden die Schmerzen zu stark - kann dann abgebrochen werden

    Theoretisch ja, aber verärgert dann meinen Vorsitzenden, die Zeugen welche wieder unverrichteter Dinge heimgeschickt werden, die Angeklagten und die Anwälte.

    Wäre es dann nicht - für dich UND die anderen - besser, wenn du direkt sagst, dass du nicht so lange KANNST? Im Zweifelsfall nochmal etwas Schriftliches vom Arzt holen?
    Es geht hier ja offensichtlich nicht um eine Kleinigkeit; Ärzte verschreiben Opiate ja nicht aus Spaß. Und darauf zu verzichten, geht für dich ja dann vermutlich mit erheblichen (!) Schmerzen einher.
    Ich würde einfach sagen: mein Arzt rät mir davon ab. Hier das Schriftstück. Fertig.
    Arzt schlägt Vorgesetzte.
    Kämpf für deine Rechte. :streichel:

    Es ist deine Sache, aber meine Erfahrung ist, dass es einem nicht gedankt wird, wenn man seine Gesundheit riskiert.


    Und ich fänd das Angebot, 30 Minuten statt ganze Verhandlung platzen lassen, sehr gut von dir und mehr sollte man nicht verlangen.

    Ich weiß. Leider bin ich deutlich schlechter darin für meine eigene Rechte einzutreten, als für die Rechte anderer Menschen 🙈

    Kenne ich, ist (leider) ein Lernprozess.
    Du verdienst es, dass du genauso für dich selbst kämpfst wie für andere. :streichel:
    Dass du die Verhandlung nicht sausen lassen möchtest, verstehe ich und das ehrt dich. Finde ich persönlich super!
    Aber lass dir nicht den Arm abbeißen als Dank dafür, dass du die Hand anbietest.
    Wenn es einem schwer fällt, für sich selbst einzustehen, dann hilft es manchmal, dass man sich bewusst macht, dass Selbstschutz auch denen zugute kommt, die einem wichtig sind.
    Die Menschen, die einen lieben, wollen einen nicht leiden sehen.
    Als Hundehalter(in) ist man auch im Zweifelsfall länger außer Gefecht, wenn man sich nicht genug schont.
    Wie mir mal jemand gesagt hat: Nicht zögerlich bitten, sondern fordern. Wenn man zu zaghaft auftritt, glauben die Menschen, es sei nicht wichtig, worum man bittet.
    Ist schwer, und man muss das erst lernen, aber es wird mit der Zeit leichter. :bussi: