Beiträge von SophiaF

    Ganz ehrlich: ich find den Umgang der Rütter-Trainer mit den Leuten ziemlich repräsentativ für viele Hundetrainer. In den Gruppenkursen, in denen wir waren, war es oft normal, dass Leute aus nichtigen Gründen vorgeführt wurden. Nicht auf eine feindselige Art, aber das Lächerlichmachen von Teilnehmern war schon Stilmittel von vielen Trainern oder auch das Einmischen in Dinge, die völlig irrelevant für das Training sind.

    Uns wurden auch so Sprüche gedrückt wie "Gut dass ihr einen Pudel habt und keinen Rottweiler" oder es wurde immer wieder darauf herumgeritten, dass wir unseren Junghund noch 3x täglich füttern. Ich habe nie verstanden, wie so ein Umgang mit Kunden entsteht. Aber wenn Leute Geld dafür zahlen, sich sowas jede Woche zu geben, ist der Schritt ins Fernsehen dann auch nicht weit.

    Unser Hund kam mit 12 Wochen zu uns. Wir sind von Anfang an nicht nachts mit ihm raus gegangen, weil die Züchterin meinte, wir sollten es einfach mal versuchen. Hat tatsächlich auch geklappt, allerdings musste es dann morgens richtig schnell gehen.

    Wirklich stubenrein war er aber erst mit 9-10 Monaten. Teilweise waren das richtig blöde Situationen: 30 Minuten Meeting überzogen, gefreut dass noch keine Pfütze da ist, dann ist ein Knoten im Schnürsenkel und als der gerade gelöst ist, plätschert es... :see_no_evil_monkey:

    Ich würde mir zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen machen. Es wird mit der Zeit immer besser und irgendwann realisiert man, dass man sich an den letzten Unfall gar nicht mehr erinnern kann.:winking_face:

    Man darf bei den Rütter-Sendungen nicht vergessen, dass die am frühen Abend im linearen Fernsehen laufen. Sie dienen also erst einmal der Unterhaltung. Wenn dort genaue Trainingsanleitungen gezeigt würden, wären sie vermutlich schon vor 15 Jahren abgesetzt worden.

    Ich finde auch, dass das Thema Auslastung oft sehr einseitig dargestellt wird, als ob es der Schlüssel zu allen Verhaltensproblemen wäre, während auch die Auslastung sehr einfach ist. Zwei Personen gehen durch eine hohe Wiese, "verstecken" einen Dummy und dann rennt der Hund über den plattgetrampelten Pfad: "Die Hundenase ist sooo faszinierend!". :rolling_on_the_floor_laughing:

    Andererseits kommt die Message auch an. Ich habe eine Kollegin, die rein gar nichts mit Hunden zu tun hat, die aber dann mal so Aussagen wie "Pudel sollte man nicht unterschätzen, die brauchen auch hochwertige Auslastung wie Nasenarbeit" und ähnliches am Mittagstisch raushaut. Das hat sie alles aus Rütter Sendungen und seinem Podcast.

    Das Vorgehen klingt für mich relativ planlos. Ist denn bekannt, was es für ein Pilz bzw. was für Bakterien es sind? Das wurde bei unserem Pudel immer sofort getestet und dann die Behandlung entsprechend angepasst.

    Bei uns waren es immer wieder Malassezien. Mit Easotic waren sie in 1-2 Wochen weg, aber dann spätestens 4 Wochen später wieder da.

    Wir haben mehrere Futterumstellungen gemacht. Seit der letzten (vor 3 Monaten) ist Ruhe.

    Für mich ist MR ein Trainer "für die breite Masse", die mit den einfachen Alltagsproblemchen, die mit einfachen Lösungen behoben werden können.

    Er ist mir mit seinen Lösungen und Methoden deutlich lieber als die Trainer, die uralte Zöpfe im neuen Gewand als DIE NEUE Trainingsmethode verkaufen, und Menschen damit blenden.

    Ich sag nur: "ENERGIIIIIIIIIIIIIEEEE!!!!!!!"

    Oder "Ampel" ... oder "Nur Körpersprache" oder "Grenzen setzen statt Leckerchen geben" ... etc.

    Ich sehe das sehr ähnlich. Ich bin auch kein Freund von MR, verfolge ihn auch nicht aktiv, aber man muss einfach anerkennen, dass er modernes Hundetraining an Orte bringt, an denen es sonst niemals ankommen würde und das auf eine freundliche, kumpelhafte Art, nicht von oben herab.

    Einiges, was er sagt und zeigt, kann man sicherlich hinterfragen (z.B. die Reizangel), aber andererseits weißt er auch oft darauf hin, dass man seine Ansätze nicht einfach blind nachmachen soll. Ja, da kann man unterstellen, dass er so auch Geld verdient, aber das unterscheidet ihn schon deutlich von zahlreichen Instagram-Trainern, die Anleitungen veröffentlichen und dann so tun, als ob es nicht in ihrer Verantwortung wäre, wenn Menschen das nachmachen (wie z.B. der Herr im Titel).

    Du scheinst davon auszugehen, daß ein MR alle anderen Leute zu kennen scheint, also persönlich, die ebenfalls Trainer sind, oder sich auch "nur so bezeichnen", oder halt in den sozialen Medien ihren eigenen Kanal haben, und so weiter.
    Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

    Wo liest du das denn raus?

    MR schießt gegen Ridgeback Diaries. MR hat früher schon Streitigkeiten mit diversen Internetbekannten Trainern gehabt. Ich frage: war da was?

    Wo kommt da vor, dass ich darauf schließe, wenn MR kennt? Ich verstehe es nicht.

    Nun, dann würde ich den einfach mal weiter schießen lassen, warum er es auch immer macht. Denn ich entscheide immer noch selbst, wen ich für kompetent halte.
    Oft sagt das Verhalten von einem Menschen sehr viel über sich selbst was aus :ka:

    Ich weiß nicht, ob du da gerade etwas in den falschen Hals bekommst.

    Ich war einfach neugierig, ob irgendetwas vorgefallen ist.

    Es braucht doch keinen Streit, wenn man jemandem die nötige fachliche Kompetenz abspricht und ihn als Blender deklariert.

    Martin Rütter ist aber bekannt dafür, dass er sich gerne mal mit anderen anlegt. Ich verfolge ihn schon lange nicht mehr, früher hat er aber regelmäßig gegen andere Trainer geschossen, die dann auch darauf eingegangen sind. Daher die Frage.

    Zitat aus dem aktuellen Martin Rütter Podcast:

    "Ich schätze das ja, dass das auch viele junge Leute auf Instagram kommen und Tipps geben, aber viele davon haben sich zwei Ridgebacks gekauft, haben 150.000 Follower und geben sich als Trainer aus, haben aber wirklich von Hundetraining so viel Ahnung wie ich von Astrophysik. Und das ist gefährlich."

    Ich verfolge Instagram nicht so regelmäßig, aber ich denke ich weiß wer da gemeint ist. Hatten die beiden irgendeinen Streit?

    Ich gehe gleich tanken

    Beim Bezahlen werde ich die mangelnde Nächstenliebe bemängeln

    Ne, das klappt nicht. Mineralölkonzerne sind per Definition böse, die dürfen daher Kapitalisten sein.

    Aber ganz im Ernst: ich verstehe diese Argumente bei Hunden oder Haustieren allgemein nicht. Dahinter steht eine riesige Industrie, die Milliardenumsätze macht und wir alle sind Teil davon, ob wir wollen oder nicht. Dass dann die Züchter, die dabei noch ein sehr kleines Rad im Getriebe sind, ausgeschlossen werden sollen, ist absolut unlogisch. Sie haben am Ende einen viel größeren Anteil am gesunden und glücklichen Leben eines Hundes als es jeder Hersteller haben kann. Was trägt denn z.B. das handgenähte Geschirr für 150 Euro dazu bei? Da geht dann aber niemand hin und beklagt sich, dass daran Gewinn gemacht wird. Das ist OK, denn das ist ja Handarbeit...