An ihrem Augentränen sehe ich eigentlich sofort obs in die richtige Richtung geht, zwecks Ohr muss natürlich noch eine Weile ins Land gehen gekratzt hat sie sich bisher nicht mehr aber sie ist ja auch auf Prednisolon momentan also ist das nicht wirklich aussagekräftig.
Ist sie ja bald :-) aber es würde doch keinen Sinn machen jetzt wo das Ohr endlich mal frei, gesäubert, gespült und gesund ist sofort wieder mit dem Futter weiterzumachen dass potentiell für die Entzündungen ausschlaggebend war.
Dann nenn es meinetwegen nicht Ausschlussdiät sondern "Single Protein Ernährung die sie potentiell sehr gut verträgt (egal ob auf kortison oder nicht) + langsame Einschleichung von KH und Co"
Naja bei Menschen sind die Allergene oft ja auch die selben.
Bestimmte Pollen ( Birke, Hasel, Beifuß, Spitzwegerich, Pappel,... ), Schimmelpilze, Hausstaubmilbe, bzw hinsichtlich Lebensmittel bspw Ei, Soja oder Nüsse,...
Hat man mit etwas viel Kontakt, ist es bei manchen warum auch immer so dass der Körper irgendwann sagt ,,Das stufen wir jetzt als gefährlich ein, wir schütten Histamin aus.".
Das bedeutet allerdings auch wieder nicht dass man nicht auf exotische Dinge allergisch reagieren kann ( ich reagiere bspw allergisch auf Feigen ), aber die Wahrscheinlichkeit ist erstmal bei bekannten Dingen am höchsten.
Ebenso wie die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass man auf stark Histaminhaltige Lebensmittel empfindlicher reagiert, was ja irgendwie logisch ist wenn der Körper ohnehin schon schneller Histamin ausschüttet als er sollte.
Das Prinzip bei Hunden ist da ähnlich.
Würden die meisten Hunde bspw mit Pferd und Ziege ernährt werden und Rind oder Huhn wäre seltener, würden die meisten Hunde wahrscheinlich auf Pferd oder Ziege reagieren und eher Rind und Huhn vertragen.
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Ja das waren eben so die Fragen die ich mir gestellt habe obs auch reale biologische (bzw statistische) Gründe fürs "Exotische" gibt (außer "hat der noch nie gegessen") Ich wusste bisher nur dass Pferd wohl tendenziell Probleme machen KANN zwecks Histamin aber mehr war mir da eben nicht bewusst :-)
Du hast natürlich absolut recht beim Menschen sind Allergien ja auch nicht auf alle Umweltreize gleichermaßen verteilt darauf hätte ich selbst kommen können ups.
Dann frag ich mich trotzdem warum Allergietests bei Menschen vergleichsweise aussagekräftig sind und bei Hunden nicht bzw diesr sogar regelmäßig (zurecht) als Humbug verschrien sind.
Da Ruby eh schon sehr fiddelig ist was andere Menschen betrifft war es mir wichtig da früh zu intervenieren und ihr zu helfen. Denn anders als viele meinen würden WILL sie da gar nicht hin, sie denkt sie müsse bzw weiß nicht was sie tun soll und hat enorm viel Stress damit. Echte Freude sähe anders aus...
Also nein mittlerweile reagiert sie (fast) nicht mehr darauf und nimmt lieber das Leckerli bei mir fürs "dem anderen Menschen nicht im Gesicht hängen".
Ich lass es mir aber trotzdem nicht nehmen den Leuten zu sagen, dass sie das doch bitte lassen sollen oder was zur Hölle sie sich erhoffen davon. Wurde auch schonmal angeschnauzt (bzw mein Hund) weil sie nicht aufs Locken reagiert hat und ich sie lobte dafür Was das denn soll und sie wollen ja nur hallo zum Hund sagen.
Manche Menschen ey. Also da kann ich echt giftig werden und ich glaub genau diese Einstellung von mir brauchte Ruby auch das war davor ne reine Katastrophe mit Menschen. Am Ende war ja trotzdem ich die blöde weil mein Hund sich nicht "normal" streicheln ließ sondern wie ein Flummi umherhüpfte, dass das niemand will ist mir klar aber ich find es Wahnsinn wie Nicht Hundebesitzer immer meinen dass andere Hunde dafür da wären dass man sie nach Herzenslust begrabbeln kann, aber bitte ohne bellen, ohne bewegen, ohne Aufregung usw. Der soll nur still dastehen und das über sich ergehen lassen. Denn dann und NUR dann ist es ein braver und gut erzogener Hund versteht sich
Der Grund warum man bei der Ausschlussdiät auch gern auf exotische Sachen oder Sorten bei denen einige Menschen Hemmungen haben diese zu verfüttern setzt, ist auch der dass viele keinen Überblick haben was eigentlich konkret noch nie im Hund war.
Würde man bspw drauf achten dass der Hund nur Rind, Huhn, Pute und Lamm bekommt, und man muss ne Ausschlussdiät machen, hat man bspw noch Fisch, Ente, Wild oder Kaninchen zur Verfügung.
Oft ist es aber so dass man da entweder garnicht so drauf achtet, oder Futter/Leckerlis füttert bei denen man garnicht weiß was da eigentlich konkret drin ist.
Da kann man nur schätzen und vermuten dass bspw noch nie Pferd, Ziege, Strauß oder Känguru drin war, und bedient sich an diesen Sorten. Alles andere ist dann ja mit hoher Wahrscheinlichkeit schon "verbrannt".
Allerdings ist leider das Problem dass, man hat das mal getestet, tatsächlich wirklich irrsinnig viele Sorten ( auch exotische ) enthalten sein können, wenn man bspw ein Futter füttert bei dem die enthaltenen Fleischsorten nicht vollständig deklariert sind.
Ein anderer schwammige Begriff ist bspw Wild.
Ich hab da paar mal nachgefragt, weil meine Hündin bspw Reh, Hirsch, Wildschwein verträgt, aber absolut nichts mit Federn.
Da kam laut Herstellern teilweise schon einiges zusammen:
Neben den üblichen Verdächtigen bspw Rebhuhn, Ente, Fasan, Elch...
Da kann man nur raten immer drauf zu achten was man füttert und Augenmerk drauf zu haben sich bestimmte Sorten aufzusparen.
Ansonsten ist bspw Rind auch einfach deshalb blöd für ne Ausschlussdiät weil da sehr viele Hunde drauf reagieren.
Hier verträgt von 3 Hunden bspw nur einer Rindfleisch. 1 von 3 verträgt absolut garkein Geflügel, 2 von 3 sind empfindlich bei zu viel Innereienanteil/Fett und brauchen ihre Kohlenhydrate, 1 von 3 ist relativ unkompliziert mit Futter, 1 von 3 hat auch auf einige pflanzliche Dinge allergisch reagiert.
Aber ich schätze wenn ich bisher da nicht so die Berührungspunkte gehabt hätte würde ich das wohl auch nicht so eng sehen.
Weiterhin gibt's schlussendlich trotzdem noch ne gewisse Fehlerquote :
Allergien können sich ändern...
Es können bei Fertigfutter auch andere Allergene enthalten sein ( bei manchen Futtermitteln hat man tatsächlich den Zusatzsatz "kann Spuren anderer Zutaten enthalten" lesen )
Es können sich auch Kreuzallergien entwickeln ( bspw Hund reagiert eigentlich nicht auf eine bestimmte Sorte, aber das Immunsystem sagt ,,Warte, das is genetisch zu nah dran an xy ! Alarm !" Und verträgt es nicht... deswegen kann es bspw sein dass ganze Tiergruppen nicht vertragen werden, also bspw keine Ente oder Wachtel weil zu nah an Huhn/Pute, oder kein Wasserbüffel weil zu nah an Rind ), muss aber nicht.
Es kann auch sein dass man doch mal was vergisst oder nicht bedacht hat, und dann war das Allergen trotzdem schon im Hund.
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Ja wie gesagt DAS Argument hat mir eh total eingeleuchtet... also dass man zeitlebens evtl gar nicht mehr genau weiß was alles schon im Hund gelandet ist und man deshalb fast schon aufs Exotische gehen muss wenn man sichergehen will dass der Hund noch nie mit dem Eiweiß in Berührung kam.
Mir ging es bei meiner Frage eben eher um das WARUM (aber das hab ich nun verstanden) ist das wichtig (oke, Rind war wirklich ein schlechtes Beispiel selbst wenn ich mit was bekanntem gestartet hätte wäre es höchstens Lamm oder Ziege oder so geworden).
Und dass man (v.a. bei anfälligen Rassen) nicht zu viel durcheinander füttern und sich immer paar Proteinquellen aufsparen sollte hab ich leider erst zu spät erfahren...
Ich bin mal gespannt wohin uns unsere Ausschlussdiätreise führt, bisher läuft es top.
An ihrem Augentränen sehe ich eigentlich sofort obs in die richtige Richtung geht, zwecks Ohr muss natürlich noch eine Weile ins Land gehen gekratzt hat sie sich bisher nicht mehr aber sie ist ja auch auf Prednisolon momentan also ist das nicht wirklich aussagekräftig.
Den schlimmsten Augenausfluss (momentan hat sie gar keinen) hatte sie mal im Urlaub als ich notgedrungen zu irgend nem Nassfutter gegriffen hab und im Nachhinein sah ich dass da 7(!!!) Fleischsorten gemischt drin waren. Ich glaube allein das Konzept "Single Protein" tut ihr und ihrem Körper so so gut momentan und ich hab auch kein Problem damit einfach dabei zu bleiben (+ KH, Gemüse und alle benötigen Zusätze versteht sich von selbst)
wir hatten über das wochenende besuch von meinen geschwistern. beide hab ich über 10 jahre nicht gesehen,meine schwester wohnt zu weit weg und es gab einige weitere gründe.... mein bruder war viele vile jahre drogenabhängig , in einschlägigen kreisen unterwegs,saß eine zeit in haft....
heute sind die drogen geschichte,aber er trinkt recht viel,vor allem bier.
er hat adhs und ist durch die andere sache extrem zappelig.bedeutet,er ist immer irgendwo in bewegung,am zittern,hampeln,mit den armen am rumfuchteln,redet sehr viel und hektisch,ist die tage immer wieder im videochat mit seine rzukünftigen gewesen..... diese sollte wenigstens ein bischen von seiner familie mitbekommen.....
kurz gesagt es war eine dauerhafte unruhe in der luft wenn er zugegen war...
da er in kürze nach thailand auswandert, dort heiratet und wir uns vermutlich in diesem leben nicht mehr sehen werden,wollten wir geschwister uns vorher noch einmal treffen.
am freitag nachmittag als die beiden ankamen hatte er schon eine extreme bierfahne,samstag gab es dann schon vor dem frühstück bier.
schreibe das damit man einen besseren eindruck von der situtation bekommt....
nach anfänglich stürmischer begrüßung(hunde und menschen kannten sich bis da noch nicht) hat tamilo sich schnell mit meiner schwester nagfreundet und diese hat ihm deutlich signalisiert das sie ihn sehr mag.
sobald aber mein bruder in der nähe war wurde tamilo aufdringlich(bei ihm),wollte ihn abschnüffeln(sein rucksack war beim ankommen extrem interessant für beide hunde),war kaum von ihn weg zu bekommen.
das mein bruder ihn mal streicheln konnte,was er so gerne getan hätte,war nicht möglich da beide da extrem unruhig waren.
der samstag fing dann schon recht unruhig an da beide geschwister schon morgens um 5 uhr raus mußten zum rauchen und damit war dann auch für uns die nacht vorbei,beide hunde haben ihren job gemacht und angeschlagen( ungewöhnlich das so früh jemand von oben kommt).nach dem frühstück war dann erst einmal ruhe,die geschwister waren in die stadt ,beide hunde haben im garten geplanscht, ein bischen futter gesucht,in der sonne gelegen...bis die beiden zurück kamen,da war tamilo wieder sehr stürmisch,war auch nicht abrufbar.....
nachmittags waren dann auch die kinder und enkel hier...
der milli hat ungewöhnlich viel gebellt,entweder hat er die kleineren enkel angebellt,oder meinen bruder und das immer wieder raus zum rauchen (etwa alle 10 /15 min.) hat er nicht zuordnen können,wollte jedesmal mit raus.. war zeitweise nicht ansprechbar.....kam so garnicht zur ruhe.
tamilo hat das trotz allem für seine verhältnisse sehr gut gemacht.
er ist dann auch zur gewohnten zeit in seine box zum schlafen.der restliche abend verlief dann als die kinder und enkel weg waren "ruhig",abgesehen vom ewigen raus zum rauchen müssen und das gehampel und dauergerede vom bruder.(was bei tamilo für recht unruhigen schlaf gesorgt hat)
gestern sind die beiden dann wieder abgereist,da meine schwester eine sehr lange fahrt hat und meinen bruder auf dem weg noch nach hause fährt,sehr früh.
es war wieder um 5 uhr die nacht vorbei...
tamilo war wieder sehr aufdringlich zu meinem bruder,hat den kaum in ruhe gelassen,war zeitweise nicht ansprechbar ....
den rest des sonntags war tamilo "durch"
er hat wieder mehr gebellt,konnte nicht mehr "ordentlich" durch die türen nach draussen ....
gerade schläft der milli ,immer wieder mal brummend o. seufzend unterm tisch auf meinen füßen,aber jedes kleinste geräusch läßt ihn hochschrecken ,dann wird einmal hechelnd durch die wohnung getigert und sich wieder hingelegt.
"ordentlich" durch die türen nach draussen geht immer noch nicht wieder.
bitte lasst das so stehen und fangt nicht wieder mit belehrungen an,diese art hund betreffend.
die untersuchungen kaufen noch,klar ist bis jetzt,das er ungewöhnlich schwer mit situtationen zurecht kommt.
mehr möchte ich dazu erst einmal nicht schreiben...
lg
lg
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Ich möchte dir nur einen Drücker dalassen wenn du das möchtest
Deine Erzählungen haben mich sehr an unser Chaos hier erinnert wenn mein Geschwisterchen da ist (ähnliche Vorgeschichte bzw Ist-Zustand). Danach (und selbstverständlich auch währenddessen) sind alle erstmal für paar Tage total durch, wenn für uns Menschen dieser unbändige Redefluss in Kombi mit den zwanghaften Bewegungen sehr anstrengend ist wie muss es dann erst für Hunde sein die das ja 0 einordnen können.
Aber mein Ziel ist es ja im Idealfall nicht meinen Hund ein Leben lang mit Känguru zu füttern, sondern zu gucken ob Huhn oder Rind oder Lamm oder meinetwegen Ziege, Wild usw das Problem ist oder nicht.
Dahin kommst Du aber doch innerhalb der Ausschlussdiät. Nach 6 - 8 Wochen kannst Du doch dann auch langsam andere Fleischsorten dazu nehmen. Die Kleine meiner Mutter macht gerade auch eine Ausschlußdiät, die mit Känguru gestartet ist und wo jetzt dann Ente dazu genommen worden ist. Und in ein paar Tagen kommt dann die nächste Fleischsorte dazu.
Ja... das leuchtet mir auch ein wie gesagt unsere Ausschlussdiät verläuft auch so wie man sie machen sollte.
Ich frage mich nur WARUM es so streng heißt "eine Proteinquelle die der Hund nicht kennt"... weil... nachm 2. Happen spätestens kennt der Körper diese ja (oder dauert sowas länger?) und das exotische Känguru hat damit innh eines Tages den gleichen "statistischen Vorteil" wie Huhn oder Lamm (= potentiell allergen) was der Hund ja vermutlich schon kennt.
Aber vermutlich hab ich dabei einen gewaltigen Denkfehler und deshalb frage ich (entweder weil es länger als einen Tag dauert auf zweimal das gleiche Eiweiß zu reagieren, oder weil exotische Fleischsorten generell auf die Gesamthundepopulation gesehen weniger allergen wirken oder oder oder)
Mir fällt es etwas schwer meine Frage genau zu definieren aber vielleicht weiß ja jemand worauf ich hinaus möchte.
Denn blöd gesagt könnte ich doch auch mit Rind (= etwas bekanntem) starten und 8 Wochen durchziehen, hat der Hund weiterhin Symptome fliegt Rind raus, gehen sie weg bleibt Rind im Rennen usw... warum der Umweg über Känguru (nur ein Beispiel) was beim 2. Kontakt mit dem Organismus genau das gleiche Allergiepotential hat wie Rind (oder eben nicht und ich habe den oben erwähnten Denkfehler).
Ich möchte es nur verstehen es geht mir grad null darum es mir möglichst einfach zu machen, absolut nicht.
Allein vom Gefühl her ist es sich für mich auch total richtig komplett neu zu starten (= sowas wie Känguru) um ... den Organismus zu beruhigen vom Futter vorher? Nen klaren Cut zu setzen? Vielleicht ist das ja auch schon der ganze Zauber bei der Sache. Mich interessiert nur grade die Biologie dahinter :-)
Denn nach Känguru schon ist die Regel ja auch wieder obsolet und man darf bereits Bekanntes einschleichen (natürlich nimmt man dann trotzdem nicht die Fleischquelle die der Hund die ganze Zeit bekommen hat und die höchstwahrscheinlich die Ursache ist das ist mir klar).
Ich hab ne sehr dumme Frage, die ich mir jetzt unabhängig von unserer Ausschlussdiät (die ich natürlich nach "Lehrbuch" mache) schon öfter gestellt habe.
Überall liest man als erste goldene Regel dass man sich einer Proteinquelle bedienen soll die der Hund noch nicht kennt (da man nur allergisch auf bekanntes reagieren kann, soweit so klar) und dass es bei der Exotik des Fleisches gar nicht um die Exotik per se geht sondern nur die Wahrscheinlichkeit höher ist dass der Hund (falls man es ggf nicht genau weiß?) noch NIE mit diesem Eiweiß in Berührung gekommen ist (Känguru oder oder).
Aber... sobald ich es einmal gefüttert habe ist es danach doch bekannt im Körper? Also schon am nächsten Tag oder sogar noch am selben Tag ist es doch theoretisch möglich dass der Hund darauf schon reagiert?
MEIN Ziel bei einer Ausschlussdiät wäre ja dass ich möglichst (falls nicht möglich dann ist es halt so) "normale" Fleischsorten am Ende herausbekomme die mein Hund verträgt und die ich dann lebenslang geben kann und im Idealfall einen stabilen Zustand erreiche.
Warum fängt man dann mit sowas wie Känguru an (das ist nur ein Beispiel) obwohl das Risiko da theoretisch genauso hoch ist dass der Hund nachm zweiten Mal schon reagiert?
ODER ist es so dass bei exotischen Fleischsorten (alles fernab von Huhn, Rind usw) TATSÄCHLICH weniger allergen wirkt und man so erstmal mit hoher Wahrscheinlichkeit gucken kann wie der Hund ohne Allergiesymptome ist um dann den nächsten Schritt zu gehen (KH Quelle usw).
Irgendwie hab ich darauf bisher keine für mich zufriedenstellende Antwort erhalten, es heißt immer nur "exotisch" bzw "der Hund darf das noch nie gefressen haben".
Aber mein Ziel ist es ja im Idealfall nicht meinen Hund ein Leben lang mit Känguru zu füttern, sondern zu gucken ob Huhn oder Rind oder Lamm oder meinetwegen Ziege, Wild usw das Problem ist oder nicht.
(Wenn mein Hund auf all diese Fleischsorten reagieren sollte dann bin ich SELBSTVERSTÄNDLICH bereit auszuweichen das sollte klar sein und Känguru ist hier auch NUR ein Beispiel).
Ja, bei seriösen Züchtern muss man sich ggf den Hund wirklich "verdienen" wie du es so schön sagst. Und das ist absolut richtig so und trotzdem hatte ich nie Probleme einen Welpen potentiell zugesprochen zu bekommen einfach weil Halter + Umfeld + Hund(erasse) zusammenpassen und nicht weil ich der ultra erfahrene Hundehalter bin.
Würde ich jetzt beispielsweise bei nem DD Züchter aufkreuzen würde der mir den Vogel zeigen.
Genauso war es richtig dir mit deiner Einstellung, deinem Umfeld und deiner Erfahrung und obendrein völlig falschen Rassevorstellungen KEINEN Dobermannwelpen zu verkaufen. Das freut mich gerade ehrlich zu lesen, dass die Züchter da offenbar so vernünftig sind und ich meine das nicht im schadenfrohen Sinne sondern ernstgemeint.
Hättest du dich bei seriösen Havaneser-, Papillon-, Pudel-, oder was auch immer Züchtern umgeschaut und informiert wäre SICHER ein toller je nach Rasse auch gern etwas spritzigerer Welpe für dich und deine zwei Alttiere dabei herausgekommen.
Einfach weil es zusammenpasst oder sagen wir die Chancen millionenfach besser stehen da ein dauerhaft harmonisches Miteinander zu kreieren. Hundesport je nach Rasse absolut(!) inklusive.
Wer aber nach Züchterabsagen bockig zum Vermehrer rennt und da sofort ne Zusage bekommt. Tja. Kann man sich ja denken um was es dem "Züchter" eigentlich ging. Dass du da nicht misstrauisch geworden bist?
Bisher
hab ich es nicht geschafft hier im Forum ausführlich über Balin zu
schreiben, wie soll man auch so viele gemeinsame Jahre vernünftig
zusammenfassen. Manches ist mir noch so gut in Erinnerung und Anderes
verblasst schon, aber ich versuche es mal so gut es geht...
Mein Mann (damals noch Freund) und ich haben, als wir uns für
einen Hund entschieden hatten, ganz pragmatisch ein Rassehundebuch
gekauft, durchgeschaut und nach für uns passenden Rasseeigenschaften
gesucht. Mittelgroß, sportlich ohne zu stark zu fordern,
unaufdringlich, anfängergeignet. Wir sind zu einer der regelmäßigen
Rassetreffen gegangen und haben uns dann für einen Kromfohrländer
entschieden.
Die Züchtersuche verlief erstaunlich einfach und etwa ein halbes
Jahr später, kam Balin im November 2009 als einer von 8 Geschwistern
auf die Welt. Ich wollte ursprünglich lieber eine Hündin, mir war
aber auch klar das die viel begehrter sind, also haben wir den
Züchtern gesagt das wir beim Geschlecht offen sind und so bekamen
wir dann halt einen Rüden.
Ausgesucht haben wir Balin nicht, die Züchter haben zugeteilt und
weil wir damals jung, kinderlos und motiviert waren bekamen wir Balin
mit den Worten: "Der wird etwas mehr Arbeit machen, aber ihr
habt ja Zeit " überreicht.
Leider hat sich recht schnell gezeigt das Balin Probleme mit den
Bändern/Sehnen der Hinterbeine hatte, trotz einiger Terminen bei
Spezialisten konnte die Ursache nicht abschließend geklärt werden.
Wir haben damals Unterstützung von den Züchtern und der Besitzerin
des Deckrüden bekommen, aber dennoch hat das die Welpenzeit
natürlich überschattet. Mit 1,5 Jahren hat er eine
Sprunggelenksorthese bekommen und damit konnte er, entgegen dem was
wir erwartet hatten, ein gutes und ziemlich uneingeschränktes Leben
leben. Ich mag das auch gar nicht mehr weiter thematisieren, es tut
ja nun auch eigentlich gar nichts mehr zur Sache. (es sei denn es mag
jemand was über Orthesen wissen, da beantworte ich gerne alle Fragen )
In der Junghundzeit war er leider die Pest, super leicht reizbar
und für jede Schlägerei zu haben, kein bisschen orientiert, mit
zunehmend Alter dann auch territorial, ordentlich Wachtrieb, mit
fremden Menschen bestenfalls ignorant und insgesamt mit einer
ausgeprägten Meinung gesegnet die er häufig laut und wenig souverän
kundtun musste.
Dazu kam das ich viel wollte, große Erwartungen hatte wie das
Leben mit Hund so ist (der Hund läuft entspannt an lockerer Leine
neben mit durch die Stadt ) und so haben wir uns ganz schön
aneinander aufgerieben… aber irgendwann war er dann erwachsen und
ich hab erkannt das man manchmal auch locker lassen kann.
Für Fremde blieb er Zeit seines Lebens unzugänglich, bei fremdem
Besuch musste er oft begrenzt werden, Tierarztbesuche gingen nur mit
Maulkorb und Fremdbetreuung nur bei Personen die er von klein auf
kannte oder die genug Hundeerfahrung hatten.
Andere Hunde hat er gelernt zu tolerieren und sich aus Streit
rauszuhalten und obwohl er nur wenige Hunde wirklich richtig mochte,
war er dann sogar ein zuverlässiger Gassi-Partner.
Aber im Grunde war dieser laute und patzige Teil von ihm nur ein
ganz kleiner Teil. Hinter dieser nach außen schwierigen Seite gab es auch einen ganz
tollen Charakter.
Ein Hund der sanft und unaufdringlich war, keiner der viel mit
einem gekuschelt hat aber sich gerne in der Nähe aufgehalten hat.
Der immer orientiert war und auf den man sich verlassen konnte. Es
gab immer wieder Spaziergänge bei denen ich erst am Ende gemerkt hab
das ich gar keine Leine dabei hatte.
Ein Hund der für alles zu begeistern war, mit dem man jeden
Blödsinn machen konnte, der jede noch so schwierige Situation
gemeistert hat.
Ein Hund der unerschütterlich war, egal wie laut, wie eng, wie
schwierig, fremde Umgebung, nichts konnte ihn aus der Fassung
bringen. Ich hab immer gescherzt das ihm beim Verlassen des Hauses
ein Meteoroid auf den Kopf knallen könnte und er würde am nächsten
Tag genauso motiviert und locker zur Tür rausspazieren.
Einen entspannten Hund, der sich leicht an jede neue Lebensphase
angepasst hat. Wir haben zu Anfang in einer kleinen Miniwohnung in
der Innenstadt gelebt, sind mehrmals umgezogen, haben später ein
Kind bekommen, sind viel mit dem WoMo verreist, man musste sich nie
Gedanken darüber machen.
Wir hatten wirklich viele gute Jahre und am Ende konnte ich sogar
hoffen, dass seine Beine noch ein paar Jahre länger mitmachen. Leider
hat er im April 2022 ganz überraschend Herzrythmusstörungen
bekommen und hat innerhalb weniger Tage so stark abgebaut, dass wir ihn
gehen lassen mussten.
Dino hat damals schon ein halbes Jahr bei uns gelebt und konnte
die Trauer etwas auffangen, trotzdem ist es auch jetzt, 2 Jahre
später, noch so das ich ihn sehr vermisse. Balin war einfach genau
mein Typ Hund. Ich vermisse meine Gewitterwolke mit der ich durch die
Gegend ziehen und andere Menschen/Hunde doof finden konnte
Mir hat jemand nach seinem Tod gesagt er wäre bestimmt in
Walhalla und nicht hinter der Regenbogenbrücke und ich finde das
passt viel besser zu einem richtigen Zwerg !
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Alles anzeigen
Danke für dein Einblick!
Es erinnerte mich sehr viel daran an unseren Chap (Kooiker).
mit fremden Menschen absolut nicht vereinbar aber draußen hätte ich ihn an Tag 3 als wir ihn übernommen haben theoretisch schon ableinen können. So eine unaufdringliche Orientiertheit hab ich selten erlebt.