Beiträge von Cave Canem

    Oh je, ich bin Minimalistin.

    - zwei Halsbänder (Kette, Leder)

    - zwei Leinen

    - gute Kleidung

    - ausreichend Futter + Rindernasen

    - einige Bettchen (die Wilma jetzt alle für sich hat

    - diverse Näpfe

    - bisschen Spielzeug (wird überbewertet und ist von Diego übrig)

    Das war's.

    Wilma ist genügsam und mit meiner Anwesenheit glücklich und wenn wir unterwegs sind, braucht's nicht viel.

    Die rosarote Brille halte ich immer für fatal.

    Ich weiß durchaus, was ich an der Leine habe und dass mein Hund im Notfall sehr ernst ihren Job machen würde.

    Also dieses Umschalten kenne ich durchaus und es liegt an mir, IMMER die Aufmerksamkeit bei Wilma zu haben, um Situationen einschätzen zu können.

    Wir haben ca. 2500qm Grundstück mit zwei Häusern darauf, sie hat also durchaus eine Aufgabe, der sie den ganzen Tag nachgehen könnte.

    Bei Besuch entscheide ich, wer rein darf, da hat sie nichts zu melden.

    Sie muss die Gäste ignorieren, oder wird auf ihren Platz geschickt.

    Anderen Leuten sage ich immer, dass sie den Hund ignorieren sollen, weil Fremde, die direkt auf sie zukommen und ansprechen, oder sie gar streicheln wollen, da wird sie unwirsch.

    Ja, ich führe diesen Hund extrem umsichtig und vorausschauend, aber das ist für mich Hundehaltung, die diese Hunde brauchen und ich liebe es!

    Wie schon gesagt, für mich ist sie perfekt!

    Warum wählt man einen solchen Hund

    Ich weiß ja nicht, ob der CC für dich dazu gehört, aber zumindest bei uns in Bayern ist er ja ein Listenhund.

    Also fühle ich mich jetzt mal angesprochen.

    Ich liebe große, kräftige Hunde und ihre Ausstrahlung!

    Für mich vereint diese Rasse wirklich alles, was ich an einem Hund liebe.

    Ich beschreibe jetzt einfach mal meinen Hund, Wilma:

    Zur eigenen Familie sind sie loyal, verschmust, lustig und sie strahlen eine wohltuende Ruhe aus.

    Dabei ignoriert sie auf der Straße andere Menschen, Kinder, Radfahrer, Jogger, einfach alles, was uns begegnet.

    An anderen Hunden geht sie neutral bis freundlich interessiert vorbei.

    Ich kann sie dabei mit einem Finger an der Leine halten.

    Im Freilauf sagt sie freundlich "hallo", geht dann sofort mit mir weiter, der HH wird ignoriert.

    Aber:

    Sie ist sehr wachsam, ohne alles zu verbellen, oder ständig am Zaun mit zu rennen.

    Unser Grundstück zu betreten wäre aber keine gute Idee.

    Sie stellt Personen und verbellt sie.

    Würde mir jemand auf der Straße zu nahe kommen und sie merkt, dass ich Angst hätte oder mich unwohl fühle, geht sie nach vorne.

    Freunde*innen kann ich aber z.B. ohne Probleme umarmen, ohne dass sie eingreift.

    Überhaupt läßt sie sich in jeder Situation von mir gut händeln und managen. Sie braucht den ganzen Spaziergang über fast kein Kommando, sie orientiert sich an mir und falls sie meint, in den Beschützermodus wechseln zu müssen, kann ich das jederzeit unterbinden.

    Ich liebe dieses Gespür für Situationen, daher ist sie sehr aufmerksam und reagiert entsprechend.

    Diese unbestechliche Art und diese wohldosierte Ausübung ihrer Aufgabe und Rasseeigenschaft sind einfach faszinierend.

    Ich weiß, dass viele sagen, was brauche ich hier einen Wach- und Schutzhund, aber für mich sind das Eigenschaften, die sich im Alltag nicht bemerkbar machen, aber im worst case einfach vorhanden sind.

    Wilma ist der perfekte Alltagsbegleiter, unauffällig, souverän und neutral.

    Dabei für mich auch noch wunderschön (ich liebe dunkel gestromte Hunde).

    Einfach ALLES, was mir an einem Hund gefällt.

    Ich hoffe, dass ich es einigermaßen gut rüber gebracht habe, warum ich einen "solchen" Hund habe.

    Ich weiß eigentlich auch ganz genau, was ich alles NICHT haben will.

    Aber wenn ich mich mit einigen Rassen näher beschäftigen würde, kämen wahrscheinlich doch mehr infrage, als ich mir jetzt so vorstellen kann.

    Das wär doch mal eine neue Frage für die Runde, welche außergewöhnlichen, bzw. seltenen Rassen gibt es bei euch in der Siedlung, bei mir wäre es der Saarlooswolfhund (ein langjähriger Freund meines Hundes), eine bayr. Gebirgsschweißhündin(schon die zweite nacheinander, beide tolle Tiere) und eine große Elohündin(nett, aber nicht mein Beutechema), ein Norwichterrier(neu in der Siedlung, hätte ich am liebsten beim ersten Sehen schon geklaut)

    Darüber gibts bereits einen Thread

    Gast100486
    11. Juni 2019 um 12:54

    Ja, danke, da habe ich schon geschmökert.

    Die meisten Hunde, von denen ihr schreibt, kenne ich natürlich schon, hätte sie aber für mich nie näher angeschaut.

    Ich war ja auch so ein Kind, was alle Hundebücher und Rasselexika auswendig konnte!

    Mein erster Gassihund war übrigens ein salz/pfeffer Mittelschnauzer!

    Arri, und ich habe ihn geliebt! Auch wenn er mehr mit mir Gassi gegangen ist, als umgekehrt.

    Wäre heutzutage undenkbar als Grundschulkind alleine mit unerzogenem Hund unterwegs.

    Dann habe ich noch einen Zwergpudel, einen Jagdhundmischling und einen DSH betreut.

    Deshalb stand der DSH lange auf meiner Wunschliste.

    Dass es ein großer Hund für mich sein musste, war immer schon klar.

    Und als dann die Kinder aus dem Gröbsten raus waren, habe ich mit der Wundertüte Diego angefangen.

    Rottweiler hätte ich auch gerne, aber ich bin nicht so der Hundesportler, das ist mir zu viel.

    Deshalb Molosser: keinen Sport, aber ein perfekter Begleithund!

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich Hundehaltung nicht für so vielfältig gehalten habe.

    So viele Rassen, die ihr haltet, hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

    Zumal es bei uns in der Gegend gefühlt nur die im Moment angesagten Rassen gibt (und Mischlinge, klar).

    Von ein paar Ausnahmen mal abgesehen.

    Und das ist genau das Schöne an dem Hobby Hund: es ist für jeden etwas dabei!

    Und ich freue mich riesig, dass so viele von euch über ihre Hundewahl erzählen, vielen Dank!

    Wow, vielen Dank, dass ihr so zahlreich erzählt, wie ihr zu eueren Hunden gekommen seid, bzw. warum die Hunde bei euch sind.

    Sehr spannend, wie vielfältig die Wünsche und Vorstellungen sind und wie oft das

    Schicksal und der Zufall die Hunde zu euch gebracht hat.

    Aber eins, glaube ich, haben alle diese Hunde gemeinsam: sie haben unheimliches Glück, bei einem von uns gelandet zu sein!

    Vielen Dank, schöne und interessante Geschichten.

    Unser erster Hund war auch ein Ups-Wurf bei Freunden und wir wollten auch nur mal schauen gehen.

    Vater war ein blonder Labrador, Mutter ein mittelgroßer, heller und lustiger Mischling.

    Wir konnten natürlich nicht widerstehen und haben den einzigen gestromten Rüden ausgesucht.

    Tja, aus Diego wurde ein 40kg Hund, der temperamentvoll, arbeitswillig und die ersten Jahre echt anstrengend war.

    Von seinen Eltern hatte er definitiv nicht viel geerbt!

    Aber er war verträglich, gutmütig, witzig und für jeden Spaß zu haben!

    Er war so toll und wir mussten ihn letztes Jahr mit 13 Jahren gehen lassen. Ich denke jeden Tag an ihn und vermisse ihn unendlich!

    Da ich immer schon einen Molosser wollte, habe ich mich ein paar Jahre nach Diegos Einzug mit CC und Bullmastiff Züchtern in Verbindung gesetzt.

    Von der Rassebeschreibung und Optik genau mein Beuteschema.

    Naja, bevor ich mich für einen Züchter entscheiden konnte, wurde bei meiner Hundetrainerin eine vier Monate alte CC Hündin abgegeben, da der Ersthund massiv Stress gemacht hatte.

    Da sie wußte, dass ich auf der Suche war, hat sie mich kontaktiert. Wir wollten nur mal schauen gehen.....

    Also wir wußten definitiv beim Frühstück noch nicht, dass wir zum Abendessen einen CC im Haus haben würden.

    Dieser Hund musste einfach zu uns, es sollte so sein!

    Wilma hat meine Erwartungen und Vorstellungen übertroffen!

    Ich will danach keinen Hund mehr, weil ich so etwas niemals wieder bekommen werde!