Beiträge von Ariodante

    Ich finde nicht, dass flying-paws hier Werbung für sich macht.

    So schwarz-weiß, wie in den Repliken getan wird, argumentieren doch die allermeisten gar nicht. So verlangt doch niemand, dass man einen Hund um jeden Preis behalten soll, oder habe ich das überlesen? Die, die sagen, eine Abgabe steckt nicht jeder Hund federleicht und innerhalb weniger Stunden weg, bestreiten auch nicht, dass sich Hunde in einem neuen passenden Heim (schneller oder langsamer) einleben, oder? Wenn eine Mitdiskutantin sagt, sie würde den Hund unter den geschilderten Umständen behalten, sagt das weder, dass die TE das machen soll, und schon gar nicht, dass Halter/innen immer und auf jeden jeden Fall unpassende Hunde behalten müssen, weil Abgabe macht man nicht. Ich sehe keinen Grund, warum sich das gerade so hochschaukelt?

    wenn es ihnen im Zuhause gut ging. Lina z.B. ging es nicht gut, deshalb hat sie nicht gelitten.

    Auch wenn es eigentlich wirklich nicht weiterführt, kann ich mir eines doch nicht verkneifen, wegen Splittern und Balken im Auge und so - du bist ja recht schnell in Diagnosen, wie schlecht andere mit ihrem Hund umgehen, aber eine kleine Erinnerung: Lina geht es jetzt bei dir auch nicht gut.

    Bin so ein bisschen überrascht, wie locker-flockig so ein Wechsel prinzipiell sein soll. Geht es in den anderen Threads nicht immer um das „Trauma“ des Welpen nach dem Umzug, den Tierschutzhund, der nach sechs Monaten „auspackt“, den neuen Secondhand-Hund, den man nach zwei Wochen noch gar nicht kennen kann? Mag sein, dass der Hund eher seine Routinen als den „Überallesgeliebtenmenschen“ vermisst, aber dass ein Umzug erst mal ordentlich Stress bedeuten kann, ist doch sonst Konsens im Forum.

    Mein cleverer kleiner Hund.

    Meine Mutter ist gerade zu Besuch. Sie schläft auf dem Sofa im Wohnzimmer, wo auch Lillys Körbchen direkt daneben steht. Lilly schläft also selig neben meiner Mutter und kommt wie immer frühmorgens ins Schlafzimmer getapst, um sich ihren Morgenkeks abzuholen, sich mit einem Seufzer neben mir fallen zu lassen und noch ein Ründchen zu schlafen.

    Meine Mutter steht auf und geht in den Flur - Lilly steht senkrecht im Bett: Hö? Wer ist da, Einbrecher? Futterdiebe?? Gleich mal bellend raus und heldisch das Heim verteidigen! WAUWAUWAU-WA...? Ach duuu bist es, nett, dass du auch mal wieder da bist, hast du mir was mitgebracht?

    An den Einstellungen der kleinen Alarmanlage müssen wir noch feintunen.

    Hast du schon kochendes Wasser versucht?

    Stilles Wasser, in dem Fall ist nicht der Stellenwert des Hundes mit ihm ein anderer oder der Umgang mit ihm anders.

    Anders ist wie wichtig man sich selbst und sein Anspruch auf Rücksichtnahme der anderen auf seine Person in Bezug auf die eigenen Befindlichkeiten nimmt.

    Früher hat man sich und seine Befindlichkeiten nicht so penetrant in den Mittelpunkt gestellt und nicht laufend Rücksicht von anderen erwartet während man selbst keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer nehmen will.

    Aber erwartest du nicht, dass Rücksicht auf deine persönliche Situation genommen und man dich möglichst nicht anspricht und gar unangemeldet bei dir klingelt? Ich finde nicht, dass du damit deine Befindlichkeiten penetrant in den Mittelpunkt stellst, sondern finde es legitim, Personen, die dich ansprechen, abzuweisen. Ich sehe aber null Komma null Unterschied zu einem Menschen, der unangepöbelt und uneingeschüchtert einen öffentlichen Gehweg benutzen will. Das ist genauso legitim. „Früher“ hätte man auch zu deinem Bedürfnis wahrscheinlich gesagt: Stell dich nicht so an, reiss dich einfach mal zusammen, nimm dich nicht so wichtig. Nicht so schön, oder?