Und genau da stellt sich wieder die entscheidende Frage, die niemand beantwortet 
Wie hat das ausgesehen?
Das man sowas nicht 1:1 auf jeden Hund übertragen kann, ist klar.
Schön wäre es, verschiedene konkrete Beispiele zu lesen.
Ich habe das hier im Forum schon ein paar mal beschrieben, ich kann das gerne auch noch mal beschreiben. Aber das ändert nichts daran, dass das keine ultimative Handlungsanleitung ist und man auch mit meiner Beschreibung wird wenig anfangen können. 
Die Situation war folgende: Ares war so ein 3/4 Jahr alt und hat die Damenwelt entdeckt. Er hat an einer Stelle Urin geleckt. Ich habe ihn verbal weiter geschickt. Er hat es ignoriert.
Ich bin zu ihm aufgeschlossen, er lief vor mir, und habe ihn mit der flachen Hand sanft weiter geschoben.
Er fand das blöd, hat sich umgedreht und mir in die Hand gebissen. Er hat mir nen kleinen dreieckigen Cut in den Daumen gebissen.
Zur Klarstellung: mir war schon bei Anschaffung dieses Hundes klar, dass die Rasse dazu neigt, Konflikte mit den Zähnen zu lösen. Dementsprechend hab ich mir schon vor dem Biss Handlungsoptionen überlegt. Mich hat das nicht völlig überrascht und ich habe den Biss auch nicht persönlich genommen.
Er hat schlicht nicht bekommen, was er wollte. Ich hatte ihn im Schulterbereich berührt, um ihn sanft weiter zu schieben.
Und meine Hand blieb genau da. Im Schulter-/Halsbereich. Ich habe ihm locker in die lose Haut am Hals gegriffen und ihn gehalten. Nicht gezogen, nicht gerissen, nicht geschleudert. Einfach nur gehalten. Er hat auch nicht versucht, sich zu befreien. Dementsprechend war es einfach nur meine Hand, die ihn in der losen Haut am Hals hält. Ich habe ihn nicht gehauen, nicht getreten, keine andere Aktion an ihm gemacht.
Einfach nur gehalten, aber eben mit der Stimmung, ihm keinen Millimeter auszuweichen, keinen Millimeter nachzugeben, seine Aktion einfach komplett auflaufen zu lassen. Ihm klar zu machen, dass sein Biss ihn nicht ans Ziel bringt.
Auch hier wieder: die Stimmung und wie man es meint ist entscheidend.
Ich habe ihn gehalten, bis die Spannung aus ihm raus ging und dann war’s gut. Er hat leichte Beschwichtigung gezeigt, sich den Stress abgeschüttelt und wir sind weiter gelaufen (nach Hause, damit ich meine Wunde versorgen konnte).
Es ging nicht darum, irgendeine Show abzuziehen und viel heftiger einzusteigen als er. Es ging nur darum, ihm klar zu machen, das beißen keine Option ist.
Und das erreicht man am ehesten, wenn die Handlung nicht zum Erfolg führt.
Aber ja, das muss man in dem Moment mit blutender Beißwunde am Finger auch durchziehen (wollen).
Noch ein Beispiel zum Thema Stimmung: ist ja schon ein paar mal hier erwähnt worden, dass Leute Dinge nach Hunden werfen, um Verhalten abzubrechen.
Mir ist letztens der gesamte Inhalt eines großen Oberschranks mit Plastikzeug raus gefallen, als Kalle (Border) direkt neben mir stand. Der hat noch nicht mal gezuckt weil, ging ja nicht gegen ihn, hatte mit ihm ja rein gar nichts zu tun. Und das hat er eben auch an meiner Stimmung gemerkt.