Beiträge von pinkelpirscher

    Das System der ISDS ("was hütet und sich verhält wie ein Border Collie, das ist auch ein Border Collie") liesse sich im Prinzip auch auf andere Gebrauchs- sowie auch auf Familien- und Begleithunde übertragen.

    Ich sag's ja immer wieder gerne, bei der Rasse meines Zuchthundes wird genau das gemacht.

    Aber nicht automatisch in allen Ländern. Durch die Anerkennung besteht gleichzeitig auch das Risiko, dass die immer selben Zuchtstrategien zum Einsatz kommen.

    Durch die geringe Populationsgröße hat jeder einzelne Zuchtrüde womöglich zuviel Einfluss auf den kontinentalen Bestand , gelangt insgesamt aber zuwenig Nachwuchs in die Zucht und spielen womöglich irgendwann auch Schönheitschampionate eine zu große Rolle, dazu dann noch Zuchtordnungen, die sich auf Vs und Sgs versteifen, davon möglichst viel und nationale Verbände, die sich bei Phänotypisierung von Registerhunden quer stellen und es wird die selbe Suppe.

    Aber wie soll bei diesen Ergebnissen eine Zucht noch sinnvoll funktionieren?

    Berechnet nach Pedigree sind die Werte ja - soweit ich verstanden habe - deutlich niedriger … also nur noch Zucht nach genetischer Berechnung?

    Bei vielen Rassen dürfte es dann ja fast unmöglich werden einen Partner zu finden?

    Bei einigen ja. Zumindest mit geschlossenen Zuchtbüchern.

    Bei anderen gäb es sinnvolle Managementmaßnahmen und genetische Testung bietet da mittlerweile ein gutes Werkzeug, wär aber nicht das alleinige Mittel der Wahl.

    Nicht mal Wachtel oder Sommerfeld-Stur waren und sind gegen Rassehundezucht, im Gegenteil. Aber für andere Zuchtstrategien.

    Schwabbelbacke

    Is beim Cirneco ja ähnlich. Der liegt in der Auswertung höher als der Kritikos Lagonikos, aber die getesteten Hunde sind großteils LOI, also mit nachvollziehbarem Pedigree und keine Registerhunde, vorallem aus Finnland und von etwa 3 italienischen Züchtern/Privatleuten wovon nur einer Registerhunde haben dürfte (inkl. gescheckter, die im Standard nimmer vorkommen, genetisch aber etwas breiter aufgestellt sein dürften)

    Es gibt aber auch klar eine Nähe zum Kelb tal-Fenek von Malta und Gozo und zum Seguggio Italiano vom Festland.

    Hunde von dem Typus sind in der Mittelmeerregion seit langer Zeit vertreten, die Geschichte mit "3000 Jahre alte Rasse" stimmen aber nicht. Relative Reinzucht gibt es wesentlich kürzer.

    Warum sollt nicht beim Kritikos Lagonikos auch mal Lagonikos Tis Rhodu, ein kretischer Laufhund oder sonstwas dabei sein? Bei der relativ raschen Generationenfolge von Hunden ist "abgeschottete Insel" ja ewig lang her.

    Ist der genetische Inzuchtkoeffizient dann quasi über "alle" Generationen, oder wie kann ich mir das vorstellen? Der aus der Ahnentafel ist ja i.d.R. über die letzten 6 Generationen berechnet ( bei unserer Spitz-Junghündin liegt er da bei 0,0).

    Nein. Letztlich ist es auch ein errechneter Wert, allerdings aus genetischer Information, nicht vom Papier, wo eigentlich immer Infos fehlen, plus immer mal wieder Elterntiere gar nicht stimmen oder unbekannt sind.

    Standardmäßig war's bei meinen über 6 Generationen berechnet (wo meine Hunde am Papier teilweise auch sehr nah bei 0 lägen. Der, von dem ich selbst ausging, geht über 7 Generationen, damit rechnet das Rassearchiv. Genomisch liegen meine aber alle höher)

    Es geht um den tatsächlichen, genetischen Wert und nicht um den am Papier. Die beiden Werte können sich arg unterscheiden.

    Je nach Rasse/Hundetyp würd ich Juhu! schreien und drei Kreuze schlagen, dass ich keine Welpenzeit haben muss.

    Hab erst unlängst einen 8 Monate alten Rüden für eine Bekannte abgeholt, der im Großrudel beim Züchter mitlief und im Prinzip außer in der Gruppe mitgehen und Auto fahren nix konnte, ländlich aufgewachsen ist, viel im Garten, teils wahrscheinlich auch Zwingerhaltung, aber immer mit Menschenkontakt.

    Der is jetzt 5 Wochen da und außer Pubertät hat der nix. Paar Tage Unsicherheit, jetzt läuft der normal im neuen Leben mit und lernt täglich dazu. Sein bester Vorteil: man kann mit ihm schon ganz normal lange Hunderunden drehen und er muss nimmer alle 2h aufs Klo.

    Meine letzte Hündin kam mit 5,5 Monaten und hatte kriegsbedingt nur noch mit Geschwistern und Mithunden am Grundstück und im Haus gelebt. Außer, dass sie scheinbar von den vielen Formen und Farben irritiert war, die andere Hunde haben können, war und ist die super drauf und bestens sozialisiert, obwohl einfach nur in der 10 Hunde Gruppe mitgelaufen.

    "Ausziehen!" ist im Freilauf herkommen und von Mantel auf nackig laufen wechseln.

    "Das ist eine Katze" Das geht Dich nix an, das wird nicht gejagt.

    "Das ist ein Hund". Das ist ein Hund. Wirklich. Also Jagdaugen wieder zurückstülpen oder alarmiert kläffen einstellen.

    "Runter vom Tisch!" Ähm, ja.

    "Halt die Klappe!" cirka das. Sollte man nur nicht dem beim Kindergarten wartenden Hund zurufen, sonst meldet sich das Jugendamt bei der Kindergartenleitung...

    "Rüber" und "Andere Seite" verwechselt man nicht so leicht wie links und rechts.

    "Ich habe es gesehen" Kein Grund zu übermäßiger Aufregung.

    "Leg es hin" Spuck das was Du im Maul hast wieder aus.

    "Kekse!" Rückruf in allen Lebenslagen.

    "Gemma heim?" Herkommen, anleinen lassen bitteschön.

    "Alle!" Irgendwas gilt für alle 3 zusammen.

    "Geh pinkeln!" und "Kannst Du bitte endlich kacken?"

    "Verbeugen!" ist so ziemlich das einzige nennenswerte Trickkommando. "Umdrehen!" vielleicht noch.

    "Kommst Du bitte her?" Rückruf, Stufe 1. Is nur mittelwichtig.