Gehe ich recht in der Annahme, dass ihr nicht vor Ort gewesen seid zum Hund ansehen? In den wenigen Sätzen dazu klingt es für mich, als wären da viele Interpretationen eurerseits, aber wirklich wisst ihr's nicht.
Ich seh wesentlich weniger schwarz, als der Grundtenor im Thread klingt. Jedenfalls dann nicht, wenn man sich halbwegs bewusst ist, was Leben mit Jagdhund bedeuten kann.
Ganz allgemein seh ich öfter eine Scheu vor Junghunden, deren einziger Makel ist, dass sie aus irgendeinem Grund übrig blieben. Oft wegen einfach 1 Interessent weniger, als Welpen da. Grad nach der CoronaMarktübersättigung bleiben in meinem Umfeld heuer erstaunlich viele Welpen übrig, auch bei etablierten Züchtern. Und je länger nach 8 oder 10 oder 12 Wochen sie bleiben, umso schwerer finden sich weitere Interessenten. Weil "Es muss ja einen Grund geben, warum der noch da ist". Ganz vertrackter Teufelskreis. Je länger Welpe/Junghund beim Züchter umso schwerer finden sich Käufer aus Furcht, dass mit dem Hund was nicht stimmt, er zu alt für XY ist.
(Dabei weiß man bei Hunden mit 8 Monaten ja schon so Sachen wie "Alle Zähne da und grad gewachsen" und "Hoden wirklich abgestiegen", die am Welpen noch Glücksspiel sind, oder sieht etwaige Gebäudemängel ev besser. Und voll geimpft sind sie meistens auch. Also auch einiges an Vorteil im Paket).
Ersthund in der Pubertät übernehmen und Hundetyp, der vielleicht nicht ins eigene Leben passt, ist blöd. Junghund vom Züchter kann aber auch ein fantastischer Glücksgriff sein. Was nebenher laufen und halt nix kennen bedeutet, scheint ihr nicht fix zu wissen. Ich würd ihn mir zumindest anschauen.