Beiträge von Neala

    Eine Frage an diejenigen, deren Hund vorher anders hieß : habt ihr ihn dann einfach nur noch mit seinem neuen Namen angeredet oder erst mal mit dem neuen-Bindestrich-alten Namen, zum Umgewöhnen?

    Nur noch den neuen.

    Bei Darko überlegte ich zwischen diversen Namen, da mir sein Name aus dem TH nicht gefiel und ich den auch überhaupt nicht passend fand.

    Auf Darko kam ich über den Film Donnie Darko (und ich liebs, wenn das jemand erkennt!).

    Im Slawischen ist es der Begabte oder jemand der schenkt.

    Für mich war er nach all den Jahren das größte Geschenk überhaupt.

    Das ist dein Zeichen, dass 1 Minute zu lang ist und du mit Sekunden starten solltest. Mühselig aber lohnt sich.

    Selbst Sekunden sind schon zu viel, wenn der/die Auslöser sich schon zuvor befinden, diese müssen erst in Angriff genommen werden.

    Ich verdeutliche das mal:

    Bei Darko waren die Trigger u.a. schminken + Parfüm + anziehen, Tasche & Schlüssel nehmen, Schuhe anziehen und Tür öffnen.

    Also habe ich all das so oft es ging getan, kam durchaus mal vor, dass ich mich 30x hintereinander in die Jacke rein und raus geschält habe/die Tür geöffnet und geschlossen habe etc.

    Danach fingen die Sekunden vor der Wohnungstür an. Dann dämlich vor der Tür herumsitzen. Am Ende stand sogar ein kleiner Campinghocker im Flur, da ich auch dringend arbeiten musste und wurde von 11 Hausparteien beobachtet sowie kommentiert 🤡. Danach stufenweise die Treppe nach unten. Irgendwann Keller. Diverse Türen (Ausgang, Keller, TG) öffnen. Dann dasselbe von vorne an jeder Tür....

    :clock:

    Die Rollos machen wir übrigens runter, bevor wir gehen.

    Nicht vergessen:

    Nicht alle Stellschrauben/Methoden sind für euren Hund geeignet. Das müsst ihr erst herausfinden.

    Darko hat z.B. seeeehr lange überhaupt nichts zu Fressen angenommen, da er schlichtweg so gestresst war, dass er nicht mal eine Schleckplatte angerührt hat. Kaum war ich wieder Zuhause und die Begrüßung vorbei, wurde sich aufs Futter gestürzt.

    Sie kann uns also nicht sehen, wenn wir draußen sind, sie springt aber trotzdem am Fenster hoch...

    Übrigens: Das Training ist dann erfolgreich, wenn es noch keine negative Reaktion vom Hund gab. Bedeutet, ihr hört auf, bevor sie fiept/heult/springt. Sonst ist die Einheit für sie Stress.

    In der Tat ist es für unsere Hündin immer schlimmer, wenn beide gleichzeitig gehen, als einzeln...

    Dann auch das zuhause üben: Immer zu zweit abgrenzen, mal zu zweit hinter geschlossener Tür essen, zusammen im Keller was reparieren etc.

    Wenn es bei jemandem auch extrem gewesen ist, das Thema aber überwunden werden konnte, wäre das sehr interessant...

    Ja hier ebenso, schrieb ich doch bereits. Und schau wirklich mal in den verlinkten Thread, es gibt viele mit dem Problem.

    In unserem Umfeld fragt aber auch jeder: "Bei euch ist das so heftig? Komisch, bei uns ist alles entspannt..."

    Dann frag doch direkt zurück:

    "Hm, komisch, wieso schläft euer Kind nachts noch nicht durch? Mein Neffe kann das aber völlig entspannt."

    "Bei euch ist Leinenführigkeit so heftig? Komisch, bei uns ist alles entspannt..."

    :smiling_face_with_horns:

    Wenn das Gitter zugeht und sie latscht ans Ende des Raums, schmeißt sich mit einem zufriedenen Seufzer hin und schnarcht mehrere Stunden völlig entspannt, ohne noch einen Gedanken an Euch zu verschwenden, dann kann man über Haus verlassen nachdenken.

    Deshalb schrieb ich auch, das Training fängt schon längst vor Verlassen der Wohnung an.

    Hier war es das aktive Abgrenzen & komplette Ignorieren vom Hund (Homeoffice), optische Grenzen durch Vorhang vor der Box (1-Zi-Wohnung), sämtliche Trigger viele male täglich (!) durchführen, Hund aktiv die Kontrolle abnehmen wenn er direkt den Kopf hebt/aufsteht/euch nachläuft bei Bewegung, bei ängstlichen Hunden das Selbstbewusstsein & Resilienz stärken.

    Unsere Hündin ist schließlich auch erst zehn Monate alt, sie wird dann bei richtigem Training hoffentlich auch ihre Entwicklungen machen.

    Ohne dir Hoffnung nehmen zu wollen:

    Je früher ein Hund das lernt und je weniger vorher schon Thematik X in den Sand gesetzt wurde, desto besser klappt es.

    Deswegen Perspektive wechseln:

    Ein Hund kann lebenslang lernen und mit einem sinnvollen Plan klappt das.

    Es hört sich dann an, als würde sie unsere Wohnung bewachen wollen.

    Also bei dem plus Herkunft Rumänien plus das Gefühl, sie will euch zur Verfügung haben plus Vermutung Hütehund klingt für mich nach Herdenschutz/Wachhund(-anteilen).

    In dem Falle läge es an Kontrollverlust eines Hundes, der dafür gemacht ist, Mensch & Revier/Tier permanent zu bewachen.

    Stell doch mal ein Foto ein. Wie groß und schwer ist sie denn?

    Eine Hundebetreuung wird unausweichlich sein.

    Definitiv, daher fang bitte direkt an zu suchen.

    Wir starten jetzt auf jeden Fall bei Null, weil ja mittlerweile schon das Schließen der Wohnungstür für sofortiges Bellen und Jaulen sorgt und wir nicht einmal eine Minute das Alleinsein üben können.

    Ihr sollt doch auch gar nicht beim Wohnung verlassen anfangen, sondern davor.

    Im Training wird dann eben jeder Trigger "desensibilisiert", damit Hund lernt, es geht ihn nichts an, wenn die Tür auf/zu geht, Mensch den Schlüssel in die Hand nimmt, sich schminkt, den Mantel anzieht, die Pfandtasche aus dem Keller holt usw.

    Sie hat da nur zu Beginn wenige Laute von sich gegeben und hat sich danach entspannt.

    Das ist kein nur, sie hat Laute von sich gegeben, also war sie nicht entspannt.

    Hier im Forum herrscht die Meinung, so ein bisschen spazieren gehen, das kann und macht jeder Hund. Meiner Erfahrung nach, sind viele Hunde bedeutend gemütlicher als man glaubt und selbst 10km bei Regen stößt nicht auf Gegenliebe. Man braucht für sowas, wie bei allem anderen eben auch den richtigen Hund.

    Naja zwischen Gassi und >50km Marsch ist schon ein Unterschied. Genauso, ob Mensch nur 2-3x/Jahr 20km wandert oder regelmäßig >10km läuft und das auch mal in anspruchsvollerem Gelände.

    Ansonsten gebe ich dir recht, bei diesen typischen Aussagen wie "das kann jeder gesunde junge Hund" gehe ich nicht pauschal mit.

    Darko ist sofort bei allem dabei, was Bewegung heißt, sehr lauffreudig und sportlich. Das sind Welten zu durchschnittlichen Hunden, die zwar auch Bock auf Aktivität haben, aber weniger stark ausgeprägt. Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die nicht mal das zwingend brauchen und lieber den Hof bewachen oder so.

    Wie haltet ihr es bei euren Wanderungen mit Leinenführigkeit?

    Ich lasse da schon einiges zu (auf Freigabe), also mal bisschen ziehen, viel schnüffeln etc. Aber bei Möglichkeit ist Darko auch an der 5-10m Schlepp oder sofern nicht zu heiß, im Zuggeschirr und zieht dann auch überwiegend bis komplett.

    Nun frage ich mich, ob ich das zu eng gesehen habe? Kann man einen jungen, gesunden Hund darauf vorbereiten 50KM am Stück (ein oder zweimal im Jahr) zu geben, ohne dass es irgendwie bedenklich wäre?

    Klar! Gesunde junge Hunde können in trainiertem Zustand 50km und mehr laufen.

    Das Extrem ist das Iditarod mit bis zu 240km/Tag am Schlitten, aber wie gesagt - extreme Ausnahme.

    Natürlich wenn dann nur größere Hunderassen, kein Jacky oder so ;)

    Gerade die Hunde der 8-15kg Rassen sind oft sehr aktiv, besonders Terrier ;)

    Wir üben das Alleinsein schon mehrere Monate mit ihr.

    Wie genau habt ihr geübt, kannst du die gesamte Situation drumherum näher beschreiben? Ist es euer erster Hund? Seid ihr bei wem im Training?

    Kurzzeitig hat sie sogar eine Stunde geschafft, in der sie zwar nicht wirklich entspannt gewesen ist (man hat über die Kamera gemerkt, dass sie nur darauf wartet, bis wir zurück sind, da sie immer vor der Wohnungstür gelegen hat), aber höchstens ab und zu ein Fiepen von sich gegeben hat.

    Nicht entspannt sein und fiepen sind eindeutig und zeigen, dass der Hund nicht gut alleine bleiben kann. Das ist nicht euer Ziel. Ihr wollt einen Hund, der entspannt und leise Zuhause sein kann.

    Das ist eine große Lärmbelästigung für unsere Nachbarn.

    Ja klar. Hängt doch mal einen netten Zettel im Treppenhaus auf á la:

    "Liebe Nachbar*innen,

    wir wissen dass [Hundename] öfters heult und damit sicher einige von euch Lärm aussetzt.

    Das liegt daran, dass sie ein Problem mit dem Alleine sein hat. Wir arbeiten jedoch intensiv daran.

    Daher bitten wir euch um Entschuldigung und etwas Geduld. Vielen Dank!

    Eure Familie [Nachname]"
    Das zeigt, dass euch die Problematik bewusst ist und ihr dran seid. Kann natürlich trotzdem passieren, dass sich wer beschwert. War bei mir tatsächlich auch so, leider ausgerechnet der Arschlochnachbar, der mir irgendwann völlig genervt ein Antibellgerät mit Strom empfohl :doh:

    In zwei Wochen muss sie wöchentlich einen Tag drei Stunden alleine bleiben.

    Das könnt ihr vergessen.

    Unser Hund scheint extrem unter Trennungsstress zu leiden und sie weiß nicht anders damit umzugehen, als wirklich extrem laut zu sein.

    Ist es sicher Trennungsstress und kein Kontrollverlust?

    Dahingehend unterscheidet sich nämlich der Trainingsansatz.

    Da sie heute sofort nach dem Schließen der Wohnungstür mit ihrem Programm angefangen hat, dürfte es auch nichts bringen, nur für eine Minute zu üben.

    Klar. Das Training fängt in dem Fall nämlich schon vorher an, es gibt ganz ganz viele Möglichkeiten:

    Beruhigungsmusik/duft o.ä. konditionieren, feste Rituale aufbauen, nur bestimmte Räume zur Verfügung stellen, Rollos runter, Musik einschalten, sich vom Hund verabschieden usw.

    Schau mal, es gibt einen ganzen sehr umfangreichen Thread zu dem Thema:

    Lonely Barkers: Die Alleinbleib-Selbsthilfegruppe

    Manche gehen ja einfach aus dem Haus, ohne die ganzen Sachen umzusetzen, die wir umsetzen. Und bei diesen Leuten klappt alles und ihr Hund bleibt einfach stundenlang entspannt liegen.

    Es ist auch ihr Hund und nicht euer Hund. Alle Hunde sind anders, so auch wir Menschen. Dafür haben die vielleicht Probleme mit der Leinenführigkeit, mit Freilauf, TA oder was auch immer.

    Entweder es wird auf einen Hundesitter hinauslaufen oder wir ziehen es durch, mit dem Risiko, bei der Rückkehr wütende Nachbarn vor der Tür zu haben.

    Wie die anderen schon sagten: Nein. Ich glaube, ihr unterschätzt die Tragweite dessen.

    Rückfälle kann und wird es immer mal geben, aber so habt ihr einfach gar keine sinnvolle Ausgangslage für einen guten Aufbau und mit Pech macht ihr euch damit alles kaputt.

    Fangt lieber direkt an zu suchen, die Sitter müssen den Hund auch erst mal kennenlernen und ihr sie, dafür sind 2 Wochen verdammt knapp.

    Wo wohnt ihr denn ca.? Vielleicht kennt jemand gute Anlaufstellen in eurer Gegend.

    Ich hatte sehr sehr viel durch und mir kamen sämtliche "nettgemeinte" Tipps von Leuten, die dieses Problem nie hatten, längst aus den Ohren raus. Insgesamt 2-3 Rückfälle gehabt, schlechte Tage gab es sowieso immer mal. Irgendwann kam der Durchbruch. Da war Darko schon 1 Jahr 9 Monate alt.

    Geholfen haben ganz viele kleine Stellschrauben für einen Kontroletti.

    Was weiterhin Probleme macht, sind Kontakte zu Menschen, die nicht zur Familie oder zum vertrauten Kreis gehören.

    [...]

    Die Angst zeigt sich auch draußen, wenn sie in Gebiete mit viel Trubel soll: dicht am Verkehr, Fahrräder oder gar Elektroroller, laute Kinder, Flatterbänder...

    Ich interpretiere es so, dass nicht der Kontakt zu fremden Menschen das Problem ist, sondern generell alles Unbekannte und alles mit hoher Reizlage - oder? :denker:

    Aber da können wir konkret arbeiten, die Besuchssituation so wie gestern ist einfach doof für alle Beteiligten.

    Wenn es "nur" Angst ist, lässt sich daran deutlich leichter arbeiten als sei es Aggression ggü. Menschen. Und wenn ihr nicht gerade konkret am Trainieren seid und die Situation es nicht (durchgehend) her gibt: Management, Hund ins Nebenzimmer/Türgitter/aufs Bett schicken etc.

    War sie denn schon immer so? Was kennt sie vom Züchter? Dafür, dass sie die großen "Pakete" sonst kann, finde ich persönlich das schon irgendwie auffällig.

    Ich würde einen aus Deutschland präferieren.

    Weil man ihn dann kennenlernen kann?

    Weil man es sich je nach eigenen Hunden, Erfahrung, Wohnort etc. mit Pech unnötig schwer macht, wenn der Pflegehund nicht mit den eigenen kann oder umgekehrt. Das zu managen braucht Zeit, Platz und nicht jede*r will das zudem noch.

    Dazu kommt, dass die Situation hierzulande schon katastrophal genug ist, sodass ich Auslandsimport erst als Plan B sehen würde. Und wenn, dann weil es triftige Gründe für genau den Auslandshund gibt (Krankheiten, sehr gute realistische Einschätzung durch kleine Vereine mit viel Betreuung, man ist selbst vor Ort zum Helfen usw.)

    Plan A immer zuerst in DE schauen, es gibt auch hier sehr viele Welpen, alte Hunde, Beschlagnahmungen usw., die dringend eine PS suchen.

    Ich hab erstmal geschaut, welchen Verein ich gut finde und hatte da zwei auf dem Schirm.

    Das sollte sowieso immer so sein finde ich :nicken:

    Also egal ob In- oder Ausland, ich persönlich mag nämlich keine mistigen Vereine unterstützen.