Beiträge von Massai

    Ich habe ich gerade das Beispiel wie man sich den Rückruf auch Personenbezogen versauen kann.

    Unser junger Drahthaar macht nämlich aktuell große Unterschiede, ob das „Hier“ von Frauchen oder Herrchen kommt. Herrchen steht meist wie eine kaputte Schallplatte da und nutzt das Kommando gefühlte 10 mal, bis der Hund sich bequemt zu kommen (oder auch nicht :hust:). Dann wird er irgendwann mit der Schleppleine rangeangelt. Wenn der Hund dann mal flott kommt, kann er sich dran aufhängen, dass der Hund nicht vorsitzt. Ich rufe einmal, im Zweifelsfall auch noch ein zweites Mal und wenn die Drahtbürste dann noch meint mich ignorieren zu müssen, gibt’s Feuerwerk. Wenn er allerdings sofort kommt, gibt‘s richtig Party.

    Ergebnis ist jetzt, dass Herrchen meint ICH hätte den Ruckruf und auch gleich den ganzen Hund versaut…

    Interessant ist auch, wie der Hund die Tonlage des Rückrufs verknüpft hat. Selbst bei meiner Mutter, die er quasi nicht kennt, aber die eine sehr ähnliche Stimmlage hat, kommt er mit wehenden Ohren angeflitzt.

    Könnte bei uns sei 🙄

    Männer rufen nicht unbedingt mit Freude in der Stimme, eher mit „wehe du kommst jetzt nicht, dann gibts aber …“ zumindest kein Leckerli 😶

    Egal wie die Situation ist, versuche ich nett zu rufen, deswegen gibt es bei mir erst den Pfiff, der spiegelt nicht meinen Ärger wider.

    Also, hätten wir so eine geile ebenerdige Dusche, würde ich den Hund auch ab und an säubern. Ich gestehe hiermit, dass meine Dogge Zeit ihrer 10 Jahre nie geduscht, gebadet oder gar shampoonierte wurde 🙈😬 sie hat sich halt nie in Stinki gewälzt, alles andere wurde mit Handtuch bearbeitet und ist im Laufe des Tages abgetrocknet und abgefallen. Wir haben im Keller sogar eine Dusche, eng halt. Schon schwierig mit großem Hund und dann auch noch schwer. Die hätte ich mit nix in die Dusche bekommen, weil sie es nicht kannte. In ihrer Junghundzeit haben wir noch woanders gewohnt! Da gabs höchstens den Gartenschlauch. Notfalls muss ich im Garten ran, mit Eimer und Wasser, dann wird partiell gesäubert 😜hoffe, es kommt nie dazu.

    Bei uns gibt es drei Stufen.

    Pfeifen (ich mit Lippen), bedeutet, dass der Herr zügig rankommen sollte. Geht meistens.

    Rufen beim Namen ist eine Stufe obendrauf, nehme ich selten.

    Pfiff mit der Hundepfeife ist Ultimo mit Jackpotbelohnung. Der muss immer klappen. Den nutze ich nur sehr selten, damit er sich nicht abnutzt. Belohnt wird immer. Ich rufe auch nur 1x, egal wie. Kommt er nicht, gehe ich hin und leine an.

    Ob man den RR wirklich nachhaltig versauen kann, weiss ich nicht. Da muss die Bindung schon sehr schlecht sein.

    Ich benutze ihn aber wirklich selten, wenn Pfeiffe ich und laufe weiter/weg. Die Kombi funktioniert bei uns zu 99%.

    @san94

    Wie hast du denn den Unterschied erklärt? Grundsätzlich finde ich es schon gut, wenn der Hund was Komisches meldet, aber eben nicht jeden Spaziergänger mit Hund.

    den Unterschied macht die Rassewahl, bzw. Welcher Mix es ist. Die ursprünglichen Wach- und Schutzhunde kläffen in der Regel nicht jedes Blatt an. Sie melden ernsthaft und grummeln sonst höchstens bisschen. Diese Art Hunde steigern sich (wenn in der Sozialisation und Aufzucht und Erziehung alles richtig gelaufen ist) nicht in sinnloses Gekläffe rein. Das tun eher andere Rassen und Mix und da muss man das eben von vornherein kontrollieren. Melden ja, kläffen nein. Notfalls steht man tagelang im Garten und „Sortiert“. Ja, bei dem darfst du kurz mal bellen, hier nicht. Die Mühe muss man sich eben machen, oder eben den Hund im Haus lassen und nicht allein im Garten.

    Meine Hunde dürfen im Garten melden, aber nicht dauerkläffen (die Art Hunde, die ich gern habe, neigen aber eh nicht dazu). Heißt, der Hund darf Bescheid sagen, wenn jemand vorbei kommt, egal ob Mensch oder Hund. Aber es wird ausschließlich gemeldet. Steigert sich Hund zu sehr rein, gibt es ein „Schluss!“ (Kommando muss er natürlich vorher zuverlässig erlernen). Bellt er weiter, kommt er ins Haus. Unerwünschtes Verhalten wird immer unterbrochen, Alternativen aufgezeigt, wenn vorhanden. Ansonsten wird gemacht was ich sagen und Hund verbringt notfalls die Zeit im Haus. Ich würde aber stark drauf achten, dass der sich Hund gar nicht erst in eine Kläfforgie reinsteigern kann.

    Bei manchen Hunden dauert es einfach länger.

    Ich habe hier auch einen direkten Vergleich. Mein letzter Hund, Molosser, hat genau ein Mal bisschen fester zugebissen, da war sie ca 3,5 Monate. Gab nen Anschiss, seither hat sie das nie wieder getan. Mein Ridgeback war ein Piranha und hat auch gern gebissen, nicht, dass es blutete aber es hat schon weh getan. Auch hat er gern in die Knöchel gebissen (hat nix mit Hütehund zutun, sondern nur damit, dass sie erreichbarer sind als Hand), wenn man ihn und sein „los spiel mit mir“ ignoriert hat. Auch diesmal gab es von mir einen deftigen Anschiss, danach hatte ich Ruhe. Aber nicht meine Tochter und nicht mein Mann 😁 da war er zwar auch vorsichtiger, aber trotzdem weiterhin frech, wenn er sich auch nur auf den Stoff der Hose beschränkt hat und eher zärtlich dran gezupft hat. Jetzt so ganz langsam hört es auf. Natürlich muss man konsequent bleiben und notfalls immer und immer wieder nein sagen, unterbrechen, Alternativen anbieten. Gut geht in diesen Momenten eine kleine UO Übung, die belohnt wird, bis er runter kommt. Das hört von allein auf, wenn ihr konsequent dran bleibt.