Beiträge von Massai

    Also ich verstehe schon, dass man sich als Hundeneuling gern auf die Kompetenz des Züchters (Anzeige bei eBay?) verlassen will, weil man damit hofft auf der sicheren Seite zu sein. Aber mehr als ein paar Fragen über das neue Leben des Welpen und die Umstände zu stellen, kann Züchter auch nicht. Klar, kann man Glück haben, ebenso Pech, weil man vielleicht bei der Beantwortung der Züchterfragen nicht ganz ehrlich (zu sich selbst) war.

    Ich habe alle drei Hunde selbst ausgesucht, bzw. Sie mich aussuchen lassen. Da ging es nicht nach Optik, denn meine Rassen sehen in der Regel alle gleich aus, sondern nach gezeigtem Wesen. Deswegen bin ich auch gern mehrmals beim Züchter, um die Würmchen anzusehen. Nur bei meinem Tibet gab es damals nur 2 Welpen unterschiedlicher Farbe. Aber selbst da habe ich weder nach Geschlecht noch nach Optik ausgesucht, sondern danach wie der Hund mit mir interagiert. Dafür braucht man allerdings Reflexion und Selbstkenntnis. Ich lag mit meiner Wahl noch nie daneben. Aber wie jemand weiter vorn geschrieben hat, der Welpe würde sich wahrscheinlich anpassen und wenn man nicht alles falsch macht, auch sehr gut zu einem passen.

    Wenn ich meinem Canto sage, daß er wegen seines Vorbisses ab heute weder Leckerchen, noch fleischige Knochen kriegt, geht für den die Welt unter.

    Also mein Molosser hatte auch Vorbiss und viiiiiiiel Lefze, die hat sich NIE auf die Lefze gebissen und auch sonst ganz sicher kein Problem mit Kauartikeln gehabt. Von diesem „Problem“ lese ich hier zum ersten Mal. Andere Krankheiten, ja. Atemprobleme durch zurückgesetzter Nase, teilweise. Aber Probleme beim Fressen? Nee.

    Allerdings sollte ein Züchter auch eben Menschenkenntnis haben und ich glaube, daran hapert es hin und wieder. Wenn mein Bauchgefühl schlecht ist, würde ich persönlich keinen Welpen nehmen. Bin auch jemand, der lieber selbst aussuchen mag, dann kann ich später niemand die Verantwortung zuschieben und habe ein anderes Verhalten dem Hund gegenüber.

    Heute war auch so ein Typ mit Dackel, der den Löwenjäger (seine Worte) unbedingt mal antatschen wollte. Da Eros sich nicht hat auf dem Kopf anfassen lassen, hat er ihm unters Kinn gepackt. Anschließend war seine Hand klatschnass und voller Hundesabber. Mein Mann und ich haben uns diebisch gefreut, weil gefragt hat er natürlich nicht und Eros zog blöderweise an der Leine zum freilaufenden Dackel.

    Wir haben heute einen 1,5jährigen Viszla Rüden getroffen. In irgendeinem Thread war doch die Frage nach dem Unterschied zwischen RR und Viszla. Nach heute, würde ich sagen, ein Viszla ist ein Ridgeback auf Speed. Da wurde es sogar Eros (der nie genug kriegen kann) himmelangst 😂 vielleicht war der Rüde nur die Ausnahme. Allerdings kenne ich einige Viszlas und die sind oft sehr schnell gepusht.

    Eros fängt nun an vorbei laufende Menschen sehr genau zu beobachten. Ich nehme an, der WuS kommt nun langsam durch. Außerdem schnüffelt er vermehrt an stark frequentierten Gassiwegen und es wird auch schon mal drüber markiert.

    Eine Hündin hat ihn heute böse angemault, weil er aufdringlich war, da stand er ganz bedeppert da und hat die Welt nicht mehr verstanden 😁

    Ich hab den Eindruck, dass Insta und Co halt bisschen ein verzerrtes Bild zeigt. Da sind fast alle Jägerinnen jung und bildschön und entweder taff as hell oder sehr explizit „mit der Natur“. In Echt gibts sicher viel mehr Varianz mit auch älteren (ich arbeite dran :grinning_face_with_smiling_eyes:), bodenständigeren, nicht so werbewirksam schönen und zarten Frauen.

    Stimmt.

    Man hat halt auch schon so ein wenig das Gefühl, dass es „in“ ist, bzw. aber auch, dass es in die Emanzipationsrichtung geht, nach dem Motto: wir Frauen können das heutzutage auch, es ist keine Männerdomäne. Im Grunde ist es mir egal, solang sie auch das tun, was man als Jäger eben tun sollte. Ich bin mit mehreren älteren Jägern befreundet, die haben kein Problem mit Frauen, egal welchen Alters, kenne auch eine junge Frau mit polnischer Bracke, die Jägerin ist (ihr Mann allerdings auch). Witzigerweise habe ich den Eindruck, dass die Männer eher zielorientiert bei der Jagd sind, platt gesagt, die wollen die Sau erlegen, während die Frauen das eher komplexer sehen und auch oft den Hund und die Ausbildung des Hundes in den Mittelpunkt stellen, bzw. Auch mehr Bock auf die Hege und Pflege haben. Ich werde mal sehen, ob ich den Rest der Doku auf der arte App schauen kann. Finde das Thema schon spannend, auch gerade, was die Geschlechterunterschiede betrifft.

    Ich habe die Doku die neuen Jägerinnen zum Teil gesehen. Weiß nicht so recht, was davon zu halten ist. Es ging in dem letzten Teil, den ich noch gesehen habe, darum, dass man jagt was man isst, um es runter zu kürzen. Also eher um eine ganzheitliche Einstellung zum Leben oder so. Ging wohl weniger um Waldpflege und Hege, eher so eine egoistische Schiene. Zumindest hatte ich so das Gefühl.

    Schau dir doch auch noch den Anfang der Doku an :smile: denn im ersten Teil geht es sehr stark auch um den Wald.

    Mir hat die Doku sehr gut gefallen, vielen Dank Momo und Lotte

    Ich konnte mich damit auch sehr gut identifizieren, so eine Jagdschule bzw. diese Art zu jagen könnte ich mir für mich selber gut vorstellen. Nur bei dem Sonnengruß wäre ich wahrscheinlich vor Scham im Boden versunken :ops:

    Vor einiger Zeit habe ich eine Doku gesehen, da wurden auch Jagdschüler interviewt. Vom Typ junge Männer, wohlhabend. Woher denn ihr Interesse an der Jagd kommt. Da war tatsächlich die Antwort "wegen den Geschäften". Business macht man jetzt wohl nicht mehr auf dem Golfplatz, sondern zusammen bei der Jagd. DAS fand ich wirklich furchtbar :mute:

    Um ehrlich zu sein, war ich nur beim rumzappen da hängen geblieben. Ich weiß also leider nicht mal den Sender und ob es die Doku eventuell in einer Mediathek gibt. Kannst du mir das sagen bitte?

    Ich habe die Doku die neuen Jägerinnen zum Teil gesehen. Weiß nicht so recht, was davon zu halten ist. Es ging in dem letzten Teil, den ich noch gesehen habe, darum, dass man jagt was man isst, um es runter zu kürzen. Also eher um eine ganzheitliche Einstellung zum Leben oder so. Ging wohl weniger um Waldpflege und Hege, eher so eine egoistische Schiene. Zumindest hatte ich so das Gefühl.