Beiträge von Massai

    Ich würde alles Angenehme mit dem Betreten des KR verbinden. Lieblingslecker, Futter, Spieli gibt es nur noch im Kofferraum - ohne ihn zu schliessen oder Eros drin festhalten zu wollen. Er geht nach Belieben rein oder raus, wird nicht gelockt oder bedrängt. Nur die wirklich guten Sachen gibt es eben ausschliesslich dort!

    Nächster Schritt wäre, kurz während des Fressens an der Klappe rumzufummeln, später kurz schliessen, zuletzt ein paar wenige Meter fahren und immer einen schönen Spaziergang mit der Fahrt verbinden.

    Mit einem Spielzeug ist er leider nicht zu locken. Es hat leider nicht mal das Eis (sein must have) für die Rampe gereicht 🙁

    Vielleicht muss ich es mal mit Katzenfutter und einem Waldausflug probieren.

    Ich jetzt doch mal mit einem ernsteren Problem, auch gerade in Hinsicht auf den Urlaub und natürlich grundsätzlich.

    Eros scheut wie ein Pferd vorm Auto, egal welches unserer Autos es ist. Man braucht nur die Tür öffnen und der Herr bockt wie ein Esel.

    Wir haben ihn damals von der Züchterin im Wäschekorb abgeholt. Der stand auf der Rückbank, ich saß rechts, meine Tochter links, wir hatten die Hände für die 20 Minuten Fahrt immer am Hund. Eros hat auch fast komplett geschlafen, nur die letzten Meter hat er sich einmal übergeben. Kein Jammern oder Stressanzeichen.

    Es ist auch nie was passiert, dass er Auto doof finden würde. Allerdings waren unsere wenigen Ausflüge bisher auf Hundeschule und TA beschränkt, weil ich ihm und mir den Stress nicht antuen wollte. Ich habe so eine Rampe, die lag wochenlang an der Haustreppe und ich habe ihn da hoch und runter laufen lassen, schon als Welpe. Er kennt das Ding also gut. Alles kein Thema gewesen, aber jetzt liegt sie am Auto, findet er doof und weigert sich einzusteigen. Wir hatten eine Box drin, die er schon als Welpe kannte, fand er doof. Jetzt haben wir so eine gepolsterte Einlage mit Gurtbefestigung. Alles doof. Dabei ist es gar nicht unbedingt das Fahren selbst. Da guckt er raus, ist nicht übermäßig gestresst oder fiept dauernd. Es ist das Einsteigen, wie es scheint.

    Haben es mit Eis probiert ihn zu locken, nichts zu machen. Ich saß ewig selbst im KR und habe ihn gelockt, nö. Mit gehen jetzt die Ideen aus, denn es wird der Moment kommen, da muss er ins Auto und dann geht es nur übers Reinheben. Aber ich will das gern über eine positive Art machen und nicht über Zwang.

    Ich verstehe sein Problem einfach nicht. Als er klein war, saß er sogar vorn im Fußraum zwischen meinen Beine, aber auch da fand er es schon doof, war angespannt und starr. Später saß er auf meinem Schoß, war auch nicht besser.

    Habt ihr Ideen wie ich ihn ans Auto gewöhnen kann?

    Ich fühle auch mit Team Mittelkralle, da freut man sich umso mehr, wenn sie etwas toll geschafft haben, weil man weiß, dass sie eben nicht diesen WTP haben. Solche Hunde kann man nur überreden, nicht zwingen oder gar dressieren. Siehe Tibet Terrier. Bällebad ist doof. Laufe ich außen rum, warte dort auf Frauchen, haben wir beide was davon … hihi 😜

    Wir hatten die ersten Monate ein ähnliches Problem, dabei habe ich weder Pudel noch Retriever, sondern einen Rhodesian Ridgeback, der eigentlich nicht gerade für seine Menschenfreundlichkeit berühmt ist. Aber er hat sich wohl in der Rasse vertan und fand andere Menschen unglaublich spannend und wollte immer zu allen hin. Auch war er da noch so süß, dass ihn jeder mal angrabbeln wollte.

    Jetzt ist er 7 Monate alt und es hat sich einiges geändert. Fremde Menschen wollen ihn nicht mehr unbedingt anfassen (🤭 verstehe ich gar nicht). Zu fremden Menschen geht er nun auch gar nicht mehr hin und lässt sich auch nicht locken und anfassen, same bei fremden Hunden. Da bleibt er stehen und wartet ab (für mich genug Zeit um ihn anzuleinen, wenn es sein soll). Aber es gibt Ausnahmen, alle Menschen und Hunde, die er seit Welpe kennt, da ist er immer noch wie ein Bekloppter, freut sich, muss unbedingt hin und sich knuddeln lassen. Da wir hier auch dörflich wohnen, man sich kennt, geht das klar. Das sind eben unsere Ausnahmen und damit lebt es sich ganz gut. Wir haben sozusagen einen Kompromiss geschlossen, nicht aktiv, eher so nebenher und im Laufe der Entwicklung. Es gibt nur einen Trigger, wo ich aufpassen muss. Das sind Mädchen um die 10 Jahre. Da flippt er aus vor Freude, weil die Züchterin eine Tochter im selben Alter hat und er da scheinbar gute Erinnerungen dran hat.

    Was ich sagen will, manches Verhalten ändert sich im Laufe des Erwachsenwerdens von allein. Klar, ich habe rassetechnisch andere Voraussetzungen, aber es brauchte wirklich Konsequenz aber auch den Mut zum deutlichen Neinsagen. Bei uns fand ich es wichtig einen Kompromiss zu finden, weil, ich gemerkt habe, dass es meinem Hund gut tut, auf diese Weise Kontakt mit fremden Menschen aufzunehmen. Umso gelassener wurde er bei Fremdkontakten.

    Ja, die haben echt ihren eigenen aber sehr klugen Kopf. Muss man mögen.

    Ich bin zwar Eigensinn gewohnt, aber Terrier Eigensinn und Schnauzer Eigensinn sind irgendwie anders als Tibeter Eigensinn.

    Ich kanns echt nicht wirklich erklären, aber diese Art macht mich auf kurz oder lang wahnsinnig :ugly:

    Das verstehe ich gut.

    Ist halt asiatische Mentalität 😁