Mein Umgang mit meinem harten Hund war übrigens, dass ich kapituliert habe und gar nichts getan habe. Sie ein Hund lässt sich durch einfach nichts zwingen. Da kann man nur aufgeben. Es war mein erster Hund und dann gleich so ein Kaliber erwischt. Wie überrascht ich war, als der nächste Hund führerweich war (und übrigens auch keinen wtp hatte, weil Molosser). Das Mittelmaß ist sehr angenehm, muss ich sagen. Diese Art Hunde liegen mir, weil ich einfach auch viel aussitzen kann und weiß, wo es für mich ein Ende gibt und jede weitere Maßnahme unnötig wäre. Mit Gewalt kommt man bei derartigen Hunden nämlich sowieso nicht wirklich weiter.
Ich erinnere mich da an eine Story.
Wir hatten den ca 2 jährigen Tibet, der es gewohnt war bei uns im Bett zu schlafen, bei den Eltern meines Freundes gelassen. Die kannte er natürlich. Dort sollte er allein mit der Familienhündin unten im Wohnzimmer schlafen. Das hat ihn so empört, dass er ununterbrochen gebellt hat, bis der Vater meines Freundes runter ist und ihn auf sehr unsanfte Weise (mit anbrüllen, am Nacken packen und schütteln) gemaßregelt hat. Es war genau 5 Minuten Ruhe, dann bellte er wieder. Die Eltern haben es aufgegeben und ihn bellen lassen, bis wir wieder da waren. Tatsächlich war er nicht beeindruckt, hatte keine Ängste, so oft wir uns später trafen und es war so, als wäre nie was geschehen. Selbstredend, dass wir den Hund nie wieder bei den Eltern geparkt haben. Andere Hunde wären verängstigt, würden den Mann meiden, vielleicht nie wieder das Haus betreten wollen. Dieser Hund nicht. Aus Scherz habe ich immer gesagt, er wäre lernresistent. Dumm war er definitiv nicht, aber wie man diese mentale Härte beschreibt, kam mir nie in den Sinn. Vielleicht ist es wirklich so, dass ursprüngliche und Jagdhundrassen am ehesten führerhart sind, keine Ahnung, klingt zumindest logisch.
Vielleicht sind sie aber auch nur eine Art Autisten? Gibt es da wissenschaftliche Untersuchungen zu, inwieweit solche Abweichungen auch bei Hunden/Tieren auftreten? Würde mich mal sehr interessieren.