Beiträge von Massai

    Ich lasse Eros länger im Fuß laufen.

    Meine BX hatte ich ja beim Passieren meist nur mal eben am Halsband und sie anschließend wieder losgelassen. Da sie auf keinen Fall zurück gehen durfte. Ist sie in jungen Jahren anschließend ein paar Meter laut böllernd nach vorn geprescht, um die Anspannung loszubekommen. Dann war’s gut. Nur umdrehen war streng verboten. Das habe ich installiert, indem ich sie geblockt habe und voraus geschickt habe.

    Kommt vielleicht auch auf die Motivation an. Cheese weiß in manchen Situationen selbst nicht so recht was tun und wohin mit sich. Wenn ich ihm ne Alternative anbiete findet er das gut, aber am allerbesten wirkt wirklich Lob. Wenn ich in einer schwierigen Situation am Anfang eine Sekunde erwische in der er alles richtig macht und ich ihn loben kann sind wir quasi schon problemlos vorbei.

    Ja genau. Eros muss bei Hundebegegnung grundsätzlich im Fuß vorbei gehen. Kekse bekommt er dafür auch. Bei uns funktioniert es zumindest sehr gut.

    Ja also mit dem links und rechts führen, ist da wirklich auch eine Sache, wo ich keine Lösung kenne.

    Ich persönlich laufe, wenn mir jemand entgegen kommt, rechts. Wie halt in der StVO. Der Hund läuft bei mir auch rechts, auf der abgewandten Seite. Irritiert bin ich tatsächlich, wenn mir jemand auf „meiner“ Seite mit dem Hund links entgegen kommt. Dass man Hund links führt, ist doch überholt, oder? Ich meine, wer hat schon rechts ne Waffe? Aufregen würde ich mich darüber nicht, aber ich habe mal mit einer Dame, die den Hund immer links hat, geredet und wir haben uns freundlich abgesprochen. Seither klappt es.


    Ach so, klar, da sind die Hunde natürlich unterschiedlich. Eros ist zum Glück meistens sehr empfindsam, was meine Stimmung angeht. Er will es mir schon meist recht machen, aber so im Überschwang der Junghundhormone vergisst er das auch schon mal.

    schön, dass es bei dir so "einfach" ist. Trotz sofortiger Unterbindung klappt es seit seinem Welpenalter nicht und selbst zwei Hundetrainer haben es schon versucht... inkl. dem martialischen sog. Alphawurf. Nix fruchtet bisher.

    Von einfach habe ich nichts geschrieben. Frag mal, ob ich manchmal total verschwitzt bin 😂😂😂

    Es ist harte Arbeit, die aber nicht erst mit der Pubertät begann. Ich haben eben wirklich sehr zeitig begonnen, weil ich wusste, was ich an der Leine haben werde und bin in manchen Dingen extremste konsequent. In anderen dafür halt nicht.

    So ein Verhalten an der Leine unterbinde ich strikt. Nicht, dass Eros da keinen Bock zu hätte. Ich mit ca 45kg an der Leine jedoch nicht. Ja, da gibt es hier auch mal einen aversiven Eingriff. Also kam jetzt vielleicht 2 -3x vor, Hund lernt zum Glück schnell. Ich kann vieles ab, aber Leinengenerve bei so einem kraftvollen Hund wie meinem gehört nicht dazu. Sind mir die mitleidigen Blicke der Passanten auch egal, wenn ich den Ridgie mal zusammen falte. Ich packe ihn dann immer unterm Kinn, dass er mich ansehen muss. Natürlich zeitnah und nicht erst paar Meter weiter. Einen pöbelnden Hund an der Leine zu haben, ist für mich ein Graus.

    Mein Umgang mit meinem harten Hund war übrigens, dass ich kapituliert habe und gar nichts getan habe. Sie ein Hund lässt sich durch einfach nichts zwingen. Da kann man nur aufgeben. Es war mein erster Hund und dann gleich so ein Kaliber erwischt. Wie überrascht ich war, als der nächste Hund führerweich war (und übrigens auch keinen wtp hatte, weil Molosser). Das Mittelmaß ist sehr angenehm, muss ich sagen. Diese Art Hunde liegen mir, weil ich einfach auch viel aussitzen kann und weiß, wo es für mich ein Ende gibt und jede weitere Maßnahme unnötig wäre. Mit Gewalt kommt man bei derartigen Hunden nämlich sowieso nicht wirklich weiter.

    Ich erinnere mich da an eine Story.

    Wir hatten den ca 2 jährigen Tibet, der es gewohnt war bei uns im Bett zu schlafen, bei den Eltern meines Freundes gelassen. Die kannte er natürlich. Dort sollte er allein mit der Familienhündin unten im Wohnzimmer schlafen. Das hat ihn so empört, dass er ununterbrochen gebellt hat, bis der Vater meines Freundes runter ist und ihn auf sehr unsanfte Weise (mit anbrüllen, am Nacken packen und schütteln) gemaßregelt hat. Es war genau 5 Minuten Ruhe, dann bellte er wieder. Die Eltern haben es aufgegeben und ihn bellen lassen, bis wir wieder da waren. Tatsächlich war er nicht beeindruckt, hatte keine Ängste, so oft wir uns später trafen und es war so, als wäre nie was geschehen. Selbstredend, dass wir den Hund nie wieder bei den Eltern geparkt haben. Andere Hunde wären verängstigt, würden den Mann meiden, vielleicht nie wieder das Haus betreten wollen. Dieser Hund nicht. Aus Scherz habe ich immer gesagt, er wäre lernresistent. Dumm war er definitiv nicht, aber wie man diese mentale Härte beschreibt, kam mir nie in den Sinn. Vielleicht ist es wirklich so, dass ursprüngliche und Jagdhundrassen am ehesten führerhart sind, keine Ahnung, klingt zumindest logisch.

    Vielleicht sind sie aber auch nur eine Art Autisten? Gibt es da wissenschaftliche Untersuchungen zu, inwieweit solche Abweichungen auch bei Hunden/Tieren auftreten? Würde mich mal sehr interessieren.

    Eros und ich haben uns jetzt drauf geeinigt, dass ein Mantel erst ab 0 Grad oder Dauerregen angezogen wird. Er friert ja nicht, nur ich bin die (über-) besorgte Mutti. Demzufolge kann der Frühling kommen. Winter und kalt muss nicht mehr :upside_down_face: Baden war er ja eh schon mehrmals wieder.