Beiträge von Massai

    Ich kann nur anekdotisch berichten, dass alle drei Welpen, die ich mir ausgesucht habe, meiner Einschätzung mit 6-8 Wochen auch später als erwachsener Hund voll entsprochen haben. Also damit meine ich Temperament, Naturell, ja …schon auch irgendwie Charakter.

    Mein erster Rüde war mit 6 Wochen eine kleine freche Kackbratze, der schon beim ersten „Date“ auf meinem Schoß festgeklebt war. So war er sein Leben lang.

    Meine Hündin lag schon als 6 Wochen alter Pups Weg von ihren Geschwistern, wollte ihre Ruhe haben und war hochsensibel, weshalb sie wenig Wert auf andere Hunde legte. Das blieb so.

    Mein jetziger Rüde war beim ersten Besuch mit 6 Wochen sehr offen und unternehmungslustig, mutig, selbstbewusst und voller Energie. Ist er auch jetzt noch. Doch ja. Ich denke, man kann das schon einschätzen, wenn man nicht ganz so arg mit der rosaroten Brille hantiert.

    EDIT: die Züchterin hatte Eros als sehr ausgeglichen beschrieben und das stimmt auch total.

    Ja absolut. Das ist so.

    Nur ist er eben sonst nie so weit oben, dass ich da üben könnte. Ausschließlich ist das so bei Flüchtenden Katzen, Rehen, auch mal ein Eichhörnchen. Kommt also nicht täglich vor, zum Glück. Ansonsten ist er niemals in dieser Erregungslage und ich wüsste auch nicht, wie ich ihn absichtlich dahin bringen könnte.

    Komischerweise hatten wir auch noch nie ein Problem mit Joggern und Radfahrern. Denke auch, weil wir das von Welpe an geübt haben.

    Vermutlich ist es wirklich die magische 2000, die wir anstreben müssen. Bei der Häufigkeit der derartigen Begegnungen wird Eros 12 sein, bis er das „drin“ hat :ugly:

    miamaus2013

    Ja, wir arbeiten auch an der selbständigen Umorientierung. Bei Vögeln klappt das Super, aber da bin ich auch schon dran, seit Eros 9 Wochen alt ist. Zum Üben findet man da immer was.

    Wie ich oben aber schrieb, juckt ihn stehendes und gut riechendes Wild nicht die Bohne. Erst, wenn es losrennt, wird es spannend. Bis dahin ist er immer ansprechbar, nie drüber.

    Auch sonst ist er nie erregt, als das ich da an ihm/ mit ihm arbeiten kann. Er ist immer super chillig, bis auf die Jagdmomente, wie Potato es gut beschreibt. Dann schmort die Festplatte durch.

    Es gibt also nur wenige Momente, wo ich üben kann, weil uns nicht dauernd ein Reh vor die Füße rennt.

    Wie deine Hunde auf dem Bild, würde meiner auch da stehen. Anders, wenn Reh gerade aus dem Unterholz kommt und schnellen Schrittes den Weg überqueren würde.

    Ja, in der Leine hängen ist doof, für mich. Meinen Hund stört das in dem Fall nicht, der würde sich auch erwürgen, wenn er nur rennen könnte.

    Ich habe auch nichts gegen negative Bestätigung, nur was gegen harte körperliche Reglementierung.

    Aber wie du schon schreibst, es brauche sehr viele Wiederholungen bis es klar ist und wir sind bei dem Katzenthema eben einfach noch nicht so weit. Rehe zu üben, wird nochmal schwerer. Na ja, wird schon. Danke für den Input.

    miamaus2013

    Ja, so mache ich das auch. Geht dann für den Moment, beim nächsten Mal ist alles wieder vergessen. Katze rennt los, Hund will auch. Eichhörnchen kreuzt, Hund macht Party, so schnell kann ich gar nicht korrigieren. Er ist da eben ein eigenständiger Jäger, der keinen Wert auf Kooperation mit mir legt. Ich Angel ihn mir dann schon ran und er kommt auch schnell runter, aber dieser Überraschungsmoment ist extrem blöd und ärgert mich. An unbewegten Tieren oder welchen, die sich langsam bewegen, vorbei zu kommen, ist kein Problem.

    SpaceOddity

    Ich kenne ihn gut und kann ihn lesen. Ich weiß, wenn er jagt, wenn er nach Mäusen guckt und horcht, wenn er Frösche aufscheucht. Aber Wild sucht er tatsächlich nicht. Er stöbert nicht, sucht keine Spuren etc. Es sind eben eher die Überraschungsmomente, die dumm sind. So was wie, wenn eben eine Ratte aus dem Nichts plötzlich den Weg kreuzt oder eben eine Katze hinter der Hecke vorschießt. Da steigt er eben in Nanosekunden drauf ein, ohne, dass ich eine Chance hätte zu reagieren, außer die Leine festzuhalten. Würden bestimmt viele andere Hunde auch so machen, weil so ein Bewegungsreiz eben doch arg triggert. Ich kann ihn ja halten und abbrechen, dauert aber halt ein paar Sekunden und die sind eben doof.

    Co_Co

    Wenn damit körperliche Korrekturen gemeint sind … ich benutze schon auch eine deutliche Körpersprache, aber besonders empfindlich ist er da nicht. Und mit Schmerz etc. Will ich nicht arbeiten. Ja, ich kenne auch Leute, die haben ihrem RR mit einem Teletac das Jagen vermiest. Das wäre nicht meine Art.

    Man muss nicht immer alles hochwertig belohnen .

    Manchmal braucht man ein Verhalten einfach nur hochgradig blöd machen.

    Klappt auch bei RRs erfahrungsgemäß.

    Wie müsste ich mir das jetzt vorstellen?

    Also Beispiel: eben lief eine Maus über den Weg. Zack, Hund hängt in der Leine, so schnell kann man gar nicht reagieren. Zum Glück geht er nicht vom Weg runter. Trotzdem. Gab wieder nen blöden Ruck in die Schulter.

    Wie mache ich ihm das „blöd“?