Ach, Hundeschule (wir waren ja nur bis zum Junghundekurs), fand ich schon interessant. Da gab es tolle Hunde, die eifrig dabei waren, alles perfekt gemacht haben etc pp. Dann hat man sie auf dem Weg zum Auto gesehen, völlig hochgespult, kläffend und springend … da wusste ich, mei …. Macht meiner halt nicht alles zackig oder gar sichtbar motiviert (also, er hat immer fast alles gemacht, außer Platz auf dem kalten, nassen Boden), dafür ist er in einer für mich angenehmen Stimmung. Vergleichen ist halt immer blöd, selbst innerhalb eines Wurfes. Der Bruder von Eros ist sehr anders, viel spritziger, lernwilliger, hibbliger, anders besser zu Händeln. Mit meiner lowen Belohnungsart käme ich bei dem auch nicht sehr weit. Mir ist draußen Gelassenheit und Contenance sehr wichtig, gerade bei so einer Rasse wie dem Ridgeback. Und das habe ich, was will ich mehr?
Wobei ich gleich mal berichten will, dass sich scheinbar doch was an der Wachhundfront tut. Gestern hat er zum ersten Mal gewufft. Also mit geschlossenem Maul und auch nur einmal. War auch bisschen nervös. War nachgucken. Vorm Haus stand ein Reh. Also die wohnen hier und laufen auch durch unseren Garten, direkt an der Haustreppe vorbei. Hat er scheinbar mitbekommen. Und kürzlich bin ich draußen blöd umgeknickt, hat mir der Knöcheln weh getan und ich musste mich mal kurz auf die Wiese setzen. Kam der Hund sofort zu mir und hat sich direkt neben mich gesetzte, mit Körperkontakt, und hat aufgepasst. Musste ihm das gar nicht sagen.
Vielleicht muss man sich manchmal auch, wenn man denkt, alles läuft falsch, auf die guten Sachen konzentrieren.