Beiträge von Massai

    @Helfstyna

    Absolut richtig. Und ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich hatte ja auch schon einen Kleinhund, den ich nicht ernst genommen habe und in Folge dessen hat auch er mich nicht ernst genommen. Gebissen hat er zwar trotzdem nicht, aber gemacht, was er wollte, weil …. Niedlich eben. Den Fehler habe ich nie wieder gemacht. Erst, seit ich größere, potenziell gefährlichere Hunde habe, denen ich mit Respekt begegne, habe ich auch den Respekt meiner Hunde. Es muss keine Einbahnstraße sein, man kann dazu lernen. Leider ist das vielen Ersthundehaltern mit niedlichem Wuschel nur selten bewusst.

    Ich lese mal mit. Im Ridgeback ist ja auch ein afrikanischer Wildhund, der Khoikhoi. Ob die jetzt zu den Urhunden zählen, weiß ich gar nicht genau. Aber die typischen Urhundeigenschaften hat er definitiv. Im klassischen Sinne erziehen kann man die auch nur bedingt. Überreden und überzeugen ist hier eher der richtige Weg, gern auch Bestechung mit Leckerlis. Jagen ist natürlich auch ein Thema, ebenso wie die Unnahbarkeit was fremde Menschen betrifft. Wach- und Schutztrieb ist auch nicht zu unterschätzen. Ich finde, diese Art Hund ist irgendwie näher an den Katzenartigen. Ich lese mal gespannt mit.

    Eros ist auch sehr feinfühlig bei Hund und Mensch. Heute kamen uns ein paar Personen mit zwei Aussies entgegen, alle Hunde angeleint. Eros auf der abgewandten Seite, mein Mann hatte ihn an der Leine. Der größere Aussie auch, war alles gut. Der kleinere hing allerdings ziemlich in der Leine, Frauchen wirkte hilflos. Gebellt hat keiner der Hunde. Allerdings hat mich der kleinere Hund, der am Ende lief, beim Entgegenkommen deutlich drohend fixiert. Nicht meinen Hund, sondern mich. Wer knurrt übelst? Mein Hund. Das tut er wirklich selten, nur wenn er Gefahr spürt. Dabei hat der Hund nicht mal ihn fixiert, sondern mich.

    Kind ist nicht gleich Kind. Es gibt halt solche und solche. Mein Kind ist mit Hunden aufgewachsen, erst klein, dann groß. Da habe es nie Probleme. Das liegt aber nicht allein an der Erziehung, sondern am Charakter des Kindes. Viele ihre Freunde waren später, als meine Molosserin bei uns war, sehr respektvoll mit dem Hund. doch gab es auch einen Jungen, der es immer wissen wollte, super anstrengend. Da musste ich immer zwei Augen drauf haben und auch sehr deutlich werden. Zum Glück ist mein Bollerkopp dann lieber geflüchtet, wenn es genervt hat, hat sich hinter mir versteckt, die Gute.

    Zu dem Thema kann ich ganz frisch was beitragen.

    Gestern den ganzen Tag Regen. Abends hat mein Mann versucht noch ne schnelle Pipirunde zu drehen. Herr Ridgeback setzt sich auf die Haustreppe, noch unterm Vordach, wo es trocken ist. Geschlagene 10 Minuten ging das Drama, inklusive Keksüberredung usw. Dann kamen beide wieder rein, trocken. Wenn ein Ridgeback nicht will, mutiert er zum Esel. Dann beweg mal 45 kg vom Fleck.

    Wäre mein Mann oder auch ich einfach gegangen, hätte Hund noch genau da gesessen, wo er sich hingesetzt hat.