Beiträge von Massai

    Neala

    Ja, ich denke, da sprechen wir schon von ein und derselben Sache. Eine innere Einstellung allein reicht nicht. Deswegen habe ich geschrieben, dass die Technik, eine Leinenführigkeit aufzubauen wichtig ist und klar, auch die Konsequenz. Am Ende muss es zu dir und deinem Hund passen. Ich komme z.b. bei Eros nicht allzu weit, wenn ich alles schön- oder richtig füttern würde. Manchmal braucht es eben auch deutliche Konsequenzen. Ob das nun blocken ist, oder Wenden laufen usw. … ist individuell.

    Also es sind natürlich viele Faktoren, die ineinander greifen. Ein wenig meine ich auch mit innerer Überzeugung, dass man nicht an sich zweifelt, bzw. Zeigt sich diese Einstellung eben nicht nur an der Leinenführigkeit (Symptom), sondern generell im Alltag. Ich bin mit meinem Hund z.b. sehr klar. Wenn mir was nicht passt, was Hund macht, bekommt er das unmittelbar gesagt. Gilt natürlich für alles und nicht nur fürs ordentliche Laufen an der Leine.

    Und es gibt Hunde, die haben überhaupt keinen Leinenlaufthema. Mein erster Rüde war so. Habe nie extra was geübt. Der ist einfach brav neben mir gelaufen. Meine Dogge konnte dagegen ihr Leben lang nicht mit durchhängender Leine laufen. Die konnte aber dafür frei toll laufen. Eros ist im Freilauf jemand, der nen großen Radius hat. Aber an der kurzen Leine und im fuß laufen, kann er. So unterschiedlich ist das.

    Die Nonstop Geschirre sitzen bestimmt recht eng am Hals, damit die Schultern eine größtmögliche Bewegungsfreiheit haben. Ein Halsband sitzt ja auch eng am Hals. Der Stoff ist ja auch recht angenehm und weich. Also meinen Hund stört es nicht.

    Das freut mich! Welcher Trick wars bei dir?

    Eben keiner - das ist es ja.

    Mir fällt das ganz schwer, es zu beschreiben, es ist - Himmel, klingt das dabbisch - eher eine andere Stimmung. Wir sind ja eh schon Typ Wattebällchen, ich habe es immer nett probiert, aber vllt ist der Schlüssel etwas anderes: eine Art intrinsische Motivation.

    Langsam dämmert mir, dass man bestimmte Dinge zwar über Tricks vermitteln kann, Leckerchen, Spieli usw. Aber das sind dann erlernte Sachen, wie Fahrradfahren halt, erworbene Kompetenzen. Dass sie bei mir bleibt, muss sie gar nicht lernen. Ich muss es über Kekse, Richtungsänderung usw. auch gar nicht einfordern, sie bringt das ganz natürlich mit, nur ich habe das halt bisher nicht gerafft - ich konnt es bei mir (!) sozusagen nicht abrufen.

    Ja, das ist es nämlich.

    Hund kann das und eigentlich jeder Hund versteht schnell, was er machen soll. Aber das einzufordern ist für viele HH ein Problem, weil man es eben nicht über zig Tricks, Kekse usw. macht, sondern über die innere Haltung, die bei mir in etwa lautet: du läufst jetzt ordentlich (am Fuß) und es gibt keine Option für dich.

    Zum Aufbau habe ich auch schön mit Keksen gearbeitet, aber fürs ordentlich am Fuß laufen, gibt schon lange keine Belohnung mehr. Wobei mein Fußlaufen jetzt kein Hundeplatz-Fuß ist, mit dauernd zu mir hochschauen oder Ähnliches. Sondern ein entspanntes Neben mir laufen, Kopf am Bein. Auch an der festen 3m Leine funktioniert das gut. Anders ist es hier an der Flexi, da darf er auch mal ein wenig ziehen.

    Wichtig ist deine innere Überzeugung, so esoterisch sich das auch anhört.

    :beaming_face_with_smiling_eyes:Haha, auch möglich! Kastanien oder Eicheln. Einfach eine absolute Glaubensfrage. Ich hab das mit dem Sammeln übrigens mal mit hübschen, großen und bunten Blättern versucht. Großartig, so Blätter, die wackeln wenn Mutti die am langen Stil mitträgt, da hat man grad gleich auch die richtige Größe und kann mal heimlich von unten reinbeissen, sodass nur die Hälfte vom Blatt übrig ist...

    An einen Maulkorb gewöhne ich ihn auch gerade, eigentlich in erster Linie um ihn vor Grabschern in der Stadt zu schützen.

    Warte mal, es gibt wirklich Menschen, die so ohne weiteres einfach einen Ridgeback (ist der Hund von deinem Avatar?) anfassen? Ich find die ja wunderhübsch, aber ich dachte zumindest dass vllt eine gewisse Größe Hund und auch ein gewisser Phänotyp Hund die Menschen zumindest animiert, vorher wenigstens mal zu fragen ... :upside_down_face:

    Ich antworte mal stellvertretend.

    Ja, es gibt solche Menschen. Meist Typ: ahhhh, so tolle Hunde, ich hatte auch mal einen RR, meine Nachbarn haben einen, so tolle Hunde, wenn ich könnte, hätte ich Auch so einen Hund (Malteser an der Leine), oder die Idioten, die beweisen wollen, wie mutig sie sind. Hatte ich leider auch schon ab und zu. Können die Leute echt froh sein, wie tolerant Eros ist. Der lässt sich ja durchaus anfassen, geht dann eben weg, wenn es ihm zu doof wird. Aber er ist auch wirklich eher den menschenfreundliche Ridgeback.

    Eros fiddelt wie verrückt, allerdings hatten wir bis aufs Impfen aber auch noch nichts Dramatisches. Ich glaube, wenn, würde er auch rumzappeln. Meine BX stand immer da wie ein Stein und hat alles mit sich machen lassen.

    Ach so, wir üben zu Hause nichts, weil es am Ende eh nichts bringt, weil die Situation eine andere ist als zu Hause und wenn Schmerzen dazu kommen, ist eh alles anders.

    Ich erwarte von meinen Hunden nicht mehr, als das sie mich draußen begleiten. Alles andere liegt an mir (passende Rassewahl, Erziehung, Management usw.). Mich zu begleiten schaffen alle Hunde. Wenn sie alt werden, gehen wir eben weniger und langsamer.

    Bieten kann ich viel Zeit, Platz, Kenntnis über hündische Bedürfnisse, Aufmerksamkeit, ein tolles Gassigebiet und Familienanschluss, der auch beim Urlaub nicht endet.