Beiträge von Ben_auch_mal_hier

    oh, genau wie bei uns. Schrecklich.

    Alleine habe ich die beiden gut im Griff, aber zu zweit....

    Bei uns ist das Problem, dass beide zu Aufregung neigen und man komplett unterschiedlich verfahren muss: Mit Senior schnell vorbei am Reiz und bei Junior langsam machen, schauen und einordnen lassen.

    Habe ich nun beide dabei, würde Junior ausflippen, wenn es zu schnell geht und Senior, wenn es zu langsam geht.


    Man kann es aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, ob es wichtig wäre, dass sich ein Trainer die Hündin zuhause ansieht. Wenn es ein guter Trainer ist, kann es jedenfalls nicht schaden.

    Ich bereue auch manchmal, dass ich in der Anfangszeit mit zwei Hunden nicht mal einen Trainer geholt habe, der mir die Interaktion zwischen den beiden professionell erklärt.

    Ich würde an Deiner Stelle allerdings darauf achten, dass es ein Trainer ist, der sich wirklich auch gut mit der Körpersprache von Hunden auskennt und nicht nur Methode XY anwendet (bei unserem ersten Trainer, als der Ersthund einzog, war es für alles die Schepperkette...).

    Es haben ja schon sehr viele geantwortet (konnte mir nur den Eingangsthread durchlesen).

    Es kommt sehr darauf an, wie man diese "Einschränkungen" für sich bewertet.

    Beispiel: Ich würde mich bedanken, wenn nachts um 3:00 Uhr ein Nachbar klingeln und etwas von uns wollen würde. Aber als der Welpe nachts um 3:00 Uhr gefiept hat, weil er musste, habe ich überhaupt nicht darüber nachgedacht.

    In den ersten acht Jahren mit unserem Ersthund habe ich (ich schwöre) nicht ein einziges Mal gedacht "na toll, das können wir jetzt wegen des Hundes nicht machen.".

    Wir hatten mit ihm auch etwas Glück: Er ist Langschläfer und auch ansonsten recht anspruchslos und easy zu handeln.

    Daraufhin zog noch der zweite Hund als Welpe ein, und - so sehr wir ihn lieben und so liebenswürdig und (ebenfalls) einfach er ist: DAS würden wir nicht mehr machen. Zwei Hunde sind noch mal eine ganz andere Nummer.

    Aber: Es gibt genauso viele Mehrhundehalter, die NIEMALS wieder nur einen Hund haben wollen würden.

    Es ist wirklich sehr individuell. Ich glaube, man kann sehr schlecht voraussagen, wie einzelne Menschen auf dieses neue Familienmitglied reagieren, es kommt einfach darauf an, wie man gewisse Situationen für sich bewertet.

    Heute hat sie einfach ein Verhalten an den Tag gelegt, das ich absolut noch nie erlebt habe. Kurz vorm Müllhäuschen kam gerade eine Hundebesitzerin mit ihrem Hund an der Leine entlang (Lottes Größe). Lotte sieht sie, bleibt kurz stehen und pfeffert dann auf diesen Fremdhund zu! :shocked:

    Nimm es Dir nicht so zu Herzen. Das passiert halt.

    Meiner ist ähnlich alt und er hat neulich aus heiterem Himmel einen uralten Chihuahua, der auf der anderen Straßenseite lief und nicht mal groß geschaut hat, total böse angebellt. Das hat er vorher und nachher kein einziges Mal gemacht, weil er auch eher ein vorsichtiger, defensiver Hund ist. Sie sind eben in der Pubertät, und man kann nicht in sie reinschauen und sehen, was sie gerade wahrnehmen.

    Und vielleicht macht es auch Sinn, Froeschle dass eure Trainerin mal in einer Einzelstunde einen Blick auf eure Alltagssituationen wirft, wenn du verunsichert bist

    Nach dem, was sie aber über diese Trainerin erzählt hat, bin ich eher pessimistisch. Also in dem Sinne, dass die Trainerin in einer Einzelstunde vermutlich auch weiterhin bei ihrer (etwas veralteten...) Ansicht bleibt, der Hunde würde ihr auf der Nase rumtanzen.

    Und dann wird sie vermutlich Tipps für Korrekturen auspacken.

    (Ich hatte bei unserem ersten Hund auch mal eine Oldschool-Trainerin da, die meinte, er wäre "passiv-aggressiv" und hat dann gleich die Schepperkette ausgepackt. Unser Hund ist null aggressiv, sondern eben total unsicher und gestresst (zumindest damals, als er aus dem TH kam). Die Schepperkette hätte sicherlich unsere langsam wachsende Beziehung total zerstört.

    Was nicht heißt, dass es vielleicht Rassen / Hunde gibt, die Korrekturen brauchen, da kenne ich mich zu wenig aus. Aber meiner Erfahrung nach hat ein Großteil von unerwünschtem Verhalten eben andere Ursachen, also solche Trainer behaupten)

    Oh Mann, wir waren heute wieder in der Hundeschule. es war sehr ernüchternd :emoticons_look:

    Sie meinte die Dame tanzt mir auf der Nase Rum und nimmt mich nicht ernst.

    Ich bin bei solchen Aussagen immer etwas zwiegespalten. Dass ein Hund einem "auf der Nase rumtanzt" setzt ja schon einen gewissen Vorsatz voraus, so nach dem Motto: "Die / den führe ich jetzt mal so richtig vor!".

    So denken Hunde aber nicht.

    In Hundeschul-Situationen ist es vieeel wahrscheinlicher, dass sie einfach überfordert sind und z.B. Übersprungsverhalten zeigen. Das ist ganz normal.

    Da hilft: Etwas mehr Abstand, Pause machen, den Hund etwas machen lassen, das seinen Stress reduziert (je nach Hund: Buddeln, Schlecken, etc.).

    Mir wurde das bzgl. meines Junghundes im Verein auch mal gesagt, weil er z.B. immer mit einem Hechtsprung zu anderen Hunden hechten wollte (aus Unsicherheit). Natürlich habe ich das mittels Leine verhindert, aber es kamen auch kritische Bemerkungen der Trainerin, ich würde ihm zu viel durchgehen lassen, alleine schon das "Hinwollen" wäre hier unerwünscht.

    Ich teile zwar nicht ihre Analyse, dass mein Hund quasi frech ist und ich zu lasch, habe mir dann aber eine Lösung überlegt, wie alle zufrieden sind und arbeite mit klaren Abläufen, wenn wir auf den Platz kommen. Und mit mehr Abstand. Und siehe an: Er verhält sich jetzt wie gewünscht und alle sind zufrieden.

    Keine Ahnung, was ich damit sagen wollte … war aus Versehen :woozy_face:

    Ja, Schleppleine. Da lernen die Hund leider auch nicht unbedingt besser und schneller zurückzukommen, wenn immer nur Sicherung dran ist.

    Es braucht Freilauf, um einen echten Rückruf zu festigen. Ist leider so.

    Ab und zu muss man eben das Wagnis eingehen.

    Ich werde die beiden Tage nie vergessen, an denen ich meine beiden jeweils erstmals abgeleint habe. Ich bin der größte Schisser, was das angeht. Wenn meine Hunde woanders sind (Hundepension, bei meinen Eltern), lassen die sie schon immer frei laufen...

    Naja, Leine war ab und ich dachte, jetzt ist es vorbei. Dabei hören sie so gut.

    Und wenn sie mal einen aufgeregten Tag haben, bleibt halt eine Schlepp dran.

    Witzigerweise hören sie an der Schlepp eher schlechter, vielleicht, weil sie irgendwie die Verantwortung abgeben.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hundealter ohne vorherige Basis oft denken klug = leicht erziehbar. Steht auch oft bei 0815 Rassenbeschreibungen von zB Pudeln

    Das stimmt. Mein Pudel lernt Verhaltensketten leider oft schon nach einer "ungewollten" Wiederholung.

    Also "ah, ich muss die böse Zigarettenkippe in den Mund nehmen! Dann kommt das "Aus" und ich spuke das Ekelding aus und bekomme was viel Besseres!"

    Ich schwenke da immer sofort auf nur Lob statt Belohnung um, dann hat er bald schon keine Lust mehr.


    Zum Thema Betteln:

    Habe ich heute erst wieder erlebt beim Gassigehen mit einer Bekannten. Ich sagte: "Momentan muss ich aufpassen, er fängt an zu betteln". Fünf Minuten später: "Ach, EINS darf er doch kriegen!" und schon war's geschehen.

    Ehrlich gesagt ist es mir dann bei diesen Leuten egal, wenn er sie zukünftig bedrängt.

    (Randnotiz: Mir ist aber positiv aufgefallen, dass er sie nicht angesprungen hat. Also hat das "unten-bleiben-Training" wohl was gebracht.)

    Ansonsten, wenn ein Hund das generell bei quasi allen Leuten macht, würde ich diese Leute bitten sich wegzudrehen und ihn zu ignorieren und sobald er sich abwendet loben (aber eben nicht belohnen!). Und im Vorfeld jegliches Verhalten belohnen, das erwünscht ist. Also wenn er an anderen Menschen vorbei geht, sich selbständig abwendet (bevor er anfängt zu betteln), etc.

    Ich arbeite halt nicht mit Anschiss und Wegschicken usw., aber bislang ging es auch immer auf diesem Wege, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.