Ihr wird schlecht im Auto.
Habt ihr vielleicht noch eine Idee? Was hat bei euch geklappt..was wir eventuell übersehen haben?
Wir sind aktuell leider noch am selben Punkt und ich kann dir etwas Hoffnung machen das die Übelkeit besser wird, aber alles andere wird sehr viel Zeit und Training brauchen !
Dino kommt ebenfalls aus dem Auslandsstierschutz und kam mit ca 7 Monaten nach Deutschland. Am Anfang hat er sich bei jeder Autofahrt nach kurzer Zeit übergeben, hatte gewaltigen Stress und hat das Auto deutlich gemieden. An selbstständiges Einsteigen war nicht mal zu denken !
Wir arbeiten mittlerweile mit einer Verhaltenstherapeutin an dem Thema und ich schreib dir mal ein paar Eckpunkte runter:
- Übelkeit wird im Laufe der Zeit besser, das Gleichgewichtsorgan ist bei jungen Hunden wohl noch nicht so gut ausgebildet, das wird dann mit dem Alter besser.
- Übungen auf einem Wackelbrett zu Förderung und Stärkung des Gleichgewichtsorgans
- nicht vor dem Fahren füttern !
- Adpatil hat bei uns nichts gebracht,
- als Kur Baldrian zu Beruhigung und Ingwer gegen Übelkeit zugfüttern, obs was gebracht hat...keine Ahnung
- den Tipp "einfach immer an schöne Ort zu fahren, dann gibts sich das irgendwann" kannst du vergessen. Hunde die Autofahren so schrecklich finden, wollen nur möglichst schnell wieder rauß, da ist der Ort wirklich komplett egal.
- mehrmals am Tag für kurze Einheiten Einsteigen üben (am besten von einem Trainer zeigen lassen, wann man belohnt !)
- wir fahren parallel viel Bus/Straßenbahn, weil das Fahrgefühl so ähnlich ist ohne diese extrem negative Reaktion hervorzurufen
- wenn man doch mal Auto fahren muss, ohne schlechtes Gewissen, ändern kann mans eh nicht
- Autotüren nicht zuschlagen und möglichst vorsichtig und entspannt fahren
- Ausprobieren wo der Hund am besten mitfährt (Box, Rückbank, angeschnallt, Kofferraum etc.)
- manchmal hilft es wenn der Hund rausschauen kann
- für längere Autofahrten kann man Reiseübelkeitstabletten vom Tierarzt nutzen, für den alltag leider nicht geeignet die manchen nämlich auch müde.
Trotzdem wird es lange dauern und viele Rückschläge geben !
Wir haben über einen längeren Zeitraum viel trainiert und gute Fortschritte gemacht. Dino ist entspannt eingestiegen und konnte bei kurzen Fahrten ums Quadrat Leckerlis nehmen. Dann hatten wir durch beruflichen Stress wenig Zeit zum trainieren und ich musste einmal in Eile mit ihm zum Hundetraining fahren...nun sind wir wieder fast bei Null. Er meidet wieder das Auto, hechelt beim Fahren und nimmt keine Leckerlis mehr. Sowas ist enorm frustrierend, aber einen einfachen/schnellen Weg gibt es nicht und leider auch keine Garantie das es irgendwann wirklich gut wird.