Beiträge von Cerberus2021

    Schwierig, wir müssen halt zum Füttern abteilen, weil die Herde sich sonst gerne das Futter unter den Nagel reißt.

    Wir haben separate Futterplätze, wo man die Pferde entweder anbinden, oder in einem separaten Abteil (außerhalb des Offenstalls) frei hinstellen kann. Oder man füttert am normalen Anbindeplatz/Putzplatz, wobei man halt schauen muss, dass der Strick dann lang genug ist, dass das Pferd zum Futtereimer kommt, aber nicht so lang, dass es reintritt.

    Wir haben eine Zeitlang auch mal mit Futtersäcken und Futtereimern zum Umhängen experimentiert, aber das geht nur, wenn keine Haflinger mit in der Gruppe sind. Unsere Hafis hatten es dann nämlich leider ruckzuck raus, wie sie zu zweit dem Seniorpferd den umgehängten Futtereimer ausziehen können, damit hatte sich das Experiment dann wieder erledigt. :upside_down_face:

    Ich denke, die Pferdeversorgung auch im Pensionsstall steht und fällt aber mit der richtigen "Crew" unter den Einstellern. Als kompletter Einzelkämpfer könnte ich mein Pferd nicht versorgen. Kotwasser abwaschen und Decke kontrollieren wäre hier z.B. völlig selbstverständlich, dass man das beim fremden Pferd mitmacht. Ein Pferd, das sich mehrfach in seiner Decke verheddert, ist für mich klar ein Fehler des Menschen, der dem Tier keine passende Decke besorgt und die auch nicht richtig eingestellt hat.

    Valez Muss man denn echt daneben stehen bleiben, wenn sie frisst? Ich bin abends auch immer erst ab 21 Uhr am Stall und hätte keine Zeit, einem Fremdpferd beim Fressen zuzuschauen. Daher weiche ich dann eben erst das Futter fürs Fremdpferd ein, mache dann mein Pferd reitfertig, stelle dann das Fremdpferd samt Futter an den Futterplatz, so dass der in Ruhe seine Cobs mümmeln kann, während ich meinen reite. Setzt natürlich voraus, dass das Fremdpferd sowas problemlos mitmacht - die ersten paar Male bleibe ich dann auch lieber in Sichtweite.

    Ich finde, man muss nicht alle Hysterien, die sich in Ställen so ausbreiten, mitmachen. :zany_face: Wenn da alle irrationale Ängste davor haben, dass sich ihre Pferde in der Decke verheddern, dann ist das erstmal deren Problem. Das würde mich nicht daran hindern, mein Pferd mit seiner gut passenden und korrekt eingestellten Decke rauszustellen. Dass nachts niemand da ist, dürfte ja für die meisten Pensionsställe normal sein - und dass Pferde im Winter in Draußenhaltung eben auch mal eingedeckt sind, ist ja nun auch nicht sonderlich exotisch. Warum sollte das ausgerechnet bei Euch am Stall nicht klappen?

    Mein Spitz hat sich schon mit 12 Wochen im Garten an strategisch günstigen Plätzen hingesetzt und hat hochkonzentriert die Umgebung beobachtet. Das kannte ich so von anderen Hundetypen in der Familie bisher noch nicht. Der will wirklich wachen, es ist ihm sehr wichtig, und wenn wir nach dem Urlaub heimkommen, baut er sich zu Hause als erstes wieder auf seinen Lieblings-Ausguckplätzen auf und „holt Wachdienst nach“.

    Für Hennen "nur zum Legen" nebenbei ist mir der Stallplatz etwas zu knapp - ich habe ja wirklich große Hühner, die recht viel Platz auf der Stange brauchen, bei mehr als 12 insgesamt wird es mir dann zu eng. Ein paar Seidenhühner dabei müssen einfach sein (als Glucken und für den schieren Niedlichkeitsfaktor :smiling_face_with_hearts: ), es laufen immer ein paar uralte Rentnerhennen mit (meine Hennen werden nicht geschlachtet), und dann ist halt nur noch Platz für den einen Zuchtstamm...

    Naja, ich bin da jetzt inzwischen wohl einfach etwas desillusioniert was die Rassehühnerzucht in Hobbyhalter-Hand angeht - meine bisherigen Kontakte im Verein sind halt die Hardcore-Ausstellungszüchter, denen Legeleistung und Schlachtgewicht eigentlich komplett egal sind, Hauptsache das Huhn steht optisch ideal im Standard. Das finde ich bei den Hühnern genauso falsch wie bei den Hunden. Seit diesem Jahr bin ich da etwas besser vernetzt, aber auch jetzt kenne ich niemanden, der wirklich auf Leistung selektiert - und mangels Möglichkeiten kann ich das eben selber auch nicht bieten, d.h. ich könnte zu einem wirklichen Leistungszucht-Projekt auch nichts beitragen, sondern bin da eben nur "Abnehmer" und "Vermehrer". Dann bringt meine Zucht für die Rasse ja auch wieder nichts.

    Die Triesdorfer Lehranstalt hat früher mal eine wirklich geniale Sulmtaler-Leistungslinie gezüchtet, aber das Projekt wurde leider genau dann eingestampft, als ich mit meiner ersten eigenen Brutmaschine endlich die Möglichkeiten gehabt hätte, dort Bruteier zu beziehen. Ich sehe die Rasse-Reinzucht inzwischen insgesamt auch eher kritisch - sowas geht vielleicht mal ein paar Jahrzehnte lang gut, und dann geht's auf Kosten der genetischen Diversität. Daher sollte ich mich als kleiner Hobbyzüchter vielleicht auf etwas beschränken, was ich leisten kann, und wenn das dann eben eine nette Gebrauchskreuzung ist, wo alle paar Generationen mal ein paar reine Bresse-Hennen (oder Herrmannsdorfer Landhühner - die sind nämlich wirklich mit Verstand auf Leistung gezüchtet) mitmischen, ist das vielleicht insgesamt eine "sinnvollere" Möglichkeit, im Kleinen eine Variation des Sulmtaler-Genpools zu erhalten, mit vitalen Sulmtalermixen, die dafür von der Leistung vielleicht eher wieder an das herankommen, was die Rasse mal beliebt gemacht hat?