Beiträge von flying_phoenix

    Ich habe vor ein paar Monaten schon einmal einen Thread aufgemacht, wo ich etwas beschrieben habe, dass wir "Probleme" bei "Begrüßungen" haben. Leider hat sich das Problem mittlerweile sogar noch intensiviert und ich bin etwas ratlos.

    Unsere Junghündin (11 Monate alt, Wolfsspitz) ist generell eher der reizoffene Typ :woozy_face:, wir haben das in vielen Alltagssituationen halbwegs im Griff und haben auch viel trainiert, viel "Ruhe" und Impulskontrolle geübt und sind regelmäßig bei einer Trainerin. bzw. unregelmäßig auch im Junghundekurs.

    Was leider gar nicht klappt und wo ich mittlerweile einfach ratlos bin und mir auch extreme Sorgen mache, ist, wenn wir bestimmte bekannte Menschen treffen (egal, ob bei uns zuhause, auf der Straße, in fremden Wohnungen). Am schlimmsten ist es beim Bruder meines Lebensgefährten (im weiteren S. genannt). S. kommt regelmäßig (ursprünglich geplant war 1-2x die Woche, zwischendurch haben wir es aufgrund der Problematik mal drastisch reduziert und ausgelassen) vorbei und fährt mit Yuuno zu Wald & Wiese für einen längeren Spaziergang. Er war schon bei der Welpenabholung dabei und es war von Anfang an geplant, ihn stark einzubinden. Allerdings ist das teilweise wirklich schwierig. Wenn er kommt, rastet Yuuno komplett aus, springt herum, fiept, bellt, will ihn unbedingt begrüßen, bekommt fast einen Herzinfarkt, pinkelt sich teilweise an und wir müssen jedes Mal aufpassen, dass sie sich in ihrem "Wahn" nicht verletzt. Wir haben auf anraten der Hundetrainerin jetzt schon mehrere Varianten versucht, leider ohne wirklichen "Erfolg" bzw. ohne Besserung:

    1) Hündin angeleint (kennt sie), Bruder läutet nicht an sondern kommt einfach rein, interagiert nicht mit ihr sondern setzt sich erstmal an den Küchentisch. --> Schwierig, weil sie sich wirklich fast stranguliert, hysterisch bellt und fiept, gegen Wand oder Möbel sprint an denen sie angeleint ist. Das geht etwa eine viertel Stunde so. Wenn wir sie danach ableinen (wenn sie sich etwas beruhigt hat) wiederholt sich die Aufregung nochmal im abgeleinten Zustand (herumspringen, auf den Boden werfen, teilweise anpinkeln). Wir haben das mehrfach versucht, auch tlw. wirklich sehr lange gewartet, aber es hat sich kaum etwas geändert. Die selbe Variante haben wir auch mit Welpenstall und anderem Zimmer versucht, aber bei allen Varianten muss man sich eigentlich Sorgen machen, dass sie sich vor Aufregung verletzt.

    2) Hündin angeleint (kennt sie), Bruder läutet nicht an und kommt einfach rein, interagiert nicht mit ihr, setzt sich auf den Küchentisch und geht danach wieder, ohne mit ihr danach einen Spaziergang zu machen. Das haben wir mehrfach versucht, weil die Trainerin meinte, das Erwartungslevel ist zu hoch. Wir konnten aber keine wirkliche Besserung feststellen.

    3) Treffen auf der Straße: Selbes Eskalationslevel, nur draußen und and er Leine (springen, auf den Boden werfen, fiepen, bellen, sich anpinkeln, kopflos in die Leine rennen und sich halb erwürgen). Teilweise schwierig, sie zu halten. Das Aufregungslevel hält auch dort mindestens 10-15 Minuten in dieser Intensität an.

    4) Wir bringen die Hündin ins Auto in die Box (kennt sie), Bruder steigt ins Auto und fährt mit ihr in den Wald. Aufregungslevel ist etwas gefühlt etwas geringer (deshalb war das zuletzt auch die bevorzugte Variante) und "nach hinten" also nach der Autofahrt verschoben, wenn sie ihn richtig sieht (Box ist im Kofferraum).

    (Aja und natürlich: Treffen in der Wohnung, Hund ist nicht angeleint und kann machen was sie möchte (mit und ohne Begrüßung/Aufmerksamkeit). In der Variante springt und rennt sie durch die Wohnung, springt alle an und braucht auch etwa 10-15 Mins bis sie sich beruhigt hat.)

    Dazu ist noch anzumerken: Beim Bruder meines Freunds ist es zwar am intensivsten (und am öftesten), aber es passiert auch bei anderen Personen. Das "Merkmal", dass diese Personen aus meiner Sicht vereint, ist, dass sie mit unserer Hündin schon im recht frühen Welpenalter (mehr) Kontakt hatten, bspw. unsere direkten Nachbarn im Mehrfamilienhaus, sehr gute Freunde, Geschwister.

    Wir haben das wie gesagt auch mit unserer Hundetrainerin besprochen, haben auf ihr Anraten viel Impulskontrolle geübt (klappt mittlerweile wirklich super), haben generell "Begrüßungssituationen" bzw. Nicht-Begrüßung mit anderen Personen geübt (klappt je nach Tagesverfassung), Verhalten bei Türklingeln und Fremden Personen an der Tür (klappt super, ist kein Problem). Allerdings bringt uns das beim oben genannten Problem gefühlt keinen Schritt weiter. Sie ist in diesen Situationen absolut kopflos, nicht ansprechbar, würde kein Futter nehmen oÄ und ich sehe absolut nicht, wie sie da je irgendein Kommando umsetzen soll. Aus meiner Sicht ist das gar nicht unbedingt eine "Erziehungssache", sie ist einfach absolut gestresst und KANN mMn gar nicht anders. Sie tut mir in diesen Momenten ziemlich Leid und es bereitet mir auch große Sorge, weil ich nicht weiß, wie wir weitermachen sollen.

    Ein großes Problem ist auch, dass wir diese Situationen auf Dauer nicht ganz verhindern können. Wir hatten zwischendurch mal eine Pause, wo bspw. der Bruder meines Freundes nicht regelmäßig gekommen ist, um den Stress zu vermeiden, aber wir können bspw. nicht steuern, wann wir unsere direkten Nachbarn im Stiegenhaus treffen. Wir können das managen, in dem wir sie dann mehr oder weniger in die Wohnung zerren, aber eine bessere Lösung haben wir aktuell nicht. Wir können sie teilweise ins Auto bringen, wenn jemand kommt oder wir bei jemandem eingeladen sind bzw. es eine Familienfeier gibt, aber für mich ist das eigentlich auch keine gangbare Dauerlösung, weil es sich halt wirklich leider um die Menschen handelt, die wir tendenziell am öftesten sehen (+ bei denen ich auch grundsätzlich das Gefühl habe, dass Yuuno sie "mag", aber dadurch kommt fürcht ich auch die Aufregung).

    Kurz noch zu unserem Tagesablauf:

    • Morgen (zw. 8 und 9): Aufstehen, Futter, Morgenrunde (ca. 20 Mins, tlw. Futtersuche auf der Morgenrunde im Park)
    • bis Mittag (ca. 12:30/13:00): Arbeit im Homeoffice, Hund schläft, kommt dabei gut selbst zur Ruhe
    • Mittag: Futter + Mittagsrunde (ca. 20-30 Mins, tlw. Futtersuche, tlw. danach noch ein paar kurze Tricks/Übungswiederholungen)
    • danach wieder Ruhe/Arbeitsphase
    • Früher/Später Nachmittag je nach Arbeitstag: Große Spazier-/Schnüffelrunde im Freilauf bzw. an der "nachziehenden"Schleppleine (1h-2h), je nach Ort/Tagesverfassung, entweder im Wald, auf der Wiese oder in einem großen Hundefreilaufgebiet. Zwei bis drei Mal die Woche mit der Möglichkeit, mit anderen Hunden im Freilauf zu spielen.
    • danach Ruhephase oder Kuscheln oder sie schaut uns mit großem Interesse beim Kochen zu :)
    • gegen 19/20 Uhr je nach Tagesverfassung bisschen Spielen, ein paar Dinge üben, danach Abendessen
    • gegen 21 Uhr: kurze Löserunde (ca. 15-20 Mins)
    • 21-0 Uhr: tlw. ein paar Kuscheneinheiten auf der Couch, tlw. schläft sie, dazwischen auch mal ein paar Spielaufforderungen, auf die wir je nach Tagesverfassung auch schon mal eingehen :)
    • gegen 23/0 Uhr: kurz raus Pipi

    An Wochenendtagen wird aus der Spazier- und Schnüffelrunde teilweise eine größere Wanderung bzw. an jedem zweiten Samstag haben wir Junghundekurs, der dann auch die größere Runde ersetzt, weil da üblicherweise das Aufregungslevel dann auch recht hoch ist. In den meisten Wochen gibt es einen Pausetag, an dem wir eigentlich nur um den Block gehen aber wo sonst gar nichts passiert (üblicherweise bspw. nach dem Junghundekurs oder anderen eher sehr aufregenden Aktivitäten). Es ist natürlich nicht jede Woche alles gleich, aber das wäre jetzt der Normalfall. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass sie genug schläft und gerade während unserer Arbeitszeit auch wirklich tief.

    Sie kann auch alleine bleiben (sowohl zuhause, als auch im Auto) und da schläft sie üblicherweise auch sofort. Wenn wir nach dem Alleine bleiben wiederkommen, kommt sie zwar freudig angelaufen (und springt tlw. noch 1x hoch, wobei sich das sehr gebessert hat), eskaliert aber nicht. Ich würde sagen, da verhält sie sich "normal".

    Was mir sonst noch aufgefallen ist: Sowohl im Kontakt mit Menschen (außer uns) als auch mit Hunden verhält sie sich körpersprachlich eigentlich zuerst sehr unterwürfig (geduckte Haltung, auf den Bauch werfen,..), ist aber gleichzeitig auch überdreht und benimmt sich da noch heute wie ein Welpe. Bei anderen Hunden passt sie sich aber in ihrer Energie mittlerweile schon dem anderen Hund an (wir haben sie da teilweise auch etwas gebremst, damit sie älteren Hunden nicht zu sehr "auf die Nerven" geht).

    Das war jetzt leider sehr lange. Vielen Dank fürs Lesen! Ich freue mich über jegliche Einschätzungen/Tipps/Ratschläge, weil ich weiß einfach nicht so richtig weiter...

    Am extremsten ist die Situation beim Bruder von meinem Freund

    Wie verhält der sich denn?

    Eigentlich sehr ruhig. Er ist generell ein Mensch mit einer ruhigen Ausstrahlung.

    Üblicherweise ist sie zunächst angeleint (oder jemand wartet mit ihr auf der Decke). Sie ist großteils auch ruhig, bis wir sie von der Leine lassen und sie zu ihm kann.

    Er wartet, bis sie nicht mehr hochspringt, geht in die Knie. Im Wechsel springt sie dann allerdings meist wieder hoch, leckt seine Hände ab und dreht sich auf den Rücken und streckt den Bauch entgegen (mMn um gestreichelt zu werden). Wenn er sie streichelt, dann pinkelt sie sich eigentlich fast immer komplett an, dreht sich um, läuft (mMn eherfreudig) um ihn herum, versucht an ihm hochzuspringen, seine Hände abzulecken,.. Das ganze geht, wenn man es nicht davor unterbricht, ca. 10 Minuten in ca. gleichbleibendem Aufregungslevel, das nur sehr langsam "abflacht", wobei wir es oft davor abbrechen, um sie abzuduschen, weil sie und alles um sie herum voller Pipi ist. Das ist dann jedes Mal ein ziemliches Theater, weil sie total aufgeregt ist und nur zu ihm hin will.

    Draußen treffen funktioniert btw. besser, da ist sie zwar auch aufgeregt, aber nicht ganz so.

    Wir haben ein neues/altes Thema, wo wir leider etwas ratlos sind. Unsere fünfeinhalb Monate alte Wolfsspitz-Hündin flippt bei Besuch so extrem aus, dass es extrem schwer ist, sie irgendwie zu beruhigen. Sie war schon als Welpe immer irrsinnig aufgeregt und wollte alles und jeden begrüßen, in der Wohnung ist es aber gefühlt in letzter Zeit eher extremer als weniger geworden.

    Vielleicht zur "Vorgeschichte": Unsere Hündin darf nicht zu Tür, wenn es läutet, das war von Anfang an so. Wir sind die "Tür-Verantwortlichen" und während wir die Tür aufmachen leinen wir sie üblicherweise an, weil "Bleib" in der Situation einfach noch zu schwierig ist. Das Aufmachen, Paket entgegennehmen, mit Nachbarn sprechen oÄ ist kein Thema, sie bleibt (je nach Tagesverfassung) dabei recht gelassen und kennt das auch. Auch wenn wir Gäste haben begrüßen wir zuerst und erst danach lassen wir sie (je nach Gast) von der Leine zum Begrüßen. Am extremsten ist die Situation beim Bruder von meinem Freund, der regelmäßig vorbeikommt und mit ihr Spazieren geht und der auch schon bei der Welpenabholung dabei war. Wenn wir sie von der Leine lassen, flippt sie komplett aus, springt herum, man kann sie kaum "festhalten", um sie zu bremsen und meistens nässt sie sich auch ein (auch wenn wir direkt davor draußen waren), obwohl das sonst kaum noch Thema ist.

    Bei anderen Besuchern ist die Situation nicht ganz sooo krass, aber sie ist auch extrem extrem aufgeregt, sprint, rennt und lässt sich kaum mehr beruhigen. Sie ist dabei freundlich, aber komplett "drüber". Nun wissen wir nicht so recht, wie wir die Situation verbessern können, damit sie weniger Stress hat und es insgesamt entspannter wird.

    Bei allgemeinem "Besuch" kann man natürlich sagen, man lässt sie nicht begrüßen (?), der Bruder von meinem Freund kommt aber wie gesagt regelmäßig (etwa 1x die Woche) für Spaziergänge im Grünen, was eigentlich sowohl für uns als auch für sie super ist.

    bei grösseren Hunden nichts was die Ellbogen überbelastet.

    Ansonsten normale Spaziergänge bis ca 9 oder 10 Monate, bisschen Berg rauf und runter ja. Normal halt.

    Aber es ist so: auch wenn das Skelett mit jährig beinahe ausgewachsen ist, die Muskulatur hinkt hinterher. Die entwickelt sich zeitverzögert.

    Gleichmässige Bewegung wie auf Spaziergängen, oder ab 10 Monaten traben neben dem Rad in der Ebene ist okay. Das ist auch gesund. Aber richtig Muskeln entwickeln die erst später.

    Und beim wandern gehr alles über die Muskulatur. Daher damit nicht vor 1 Jahr, bei grösseren Rassen 1,5 Jahre anfangen. Was nicht mit der Muskulatur abgefangen wird, geht direkt auf die Gelenke.

    Also tendenziell schauen, dass es halbwegs eben ist? Frage wäre noch, ab wann da dann ein Spaziergang eine Wanderung ist haha.

    Also vielleicht etwas konkreter:
    Wir hätten uns für irgendwann zum "Einstieg", wenn es nicht zu heiß ist, einen Weg, der recht eben ist und an einem Fluss entlang führt, wo sie großteils frei laufen und auch baden gehen könnte und der wäre zB ca. 2x 3 km. Wenn wir alleine gehen, brauchen wir pro Strecke nichtmal eine Stunde, mit ihr aber sicher länger. Dazwischen gäbs auch eine Einkehr/Pause-Möglichkeit, wo sie auch etwas schlafen könnte (sie schläft seltsamerweise in Gastgärten meistens super schnell und auch oft so tief, dass sie sich nichtmal von bellenden Hunden am Nebentisch aufwacht). Da wär halt beispielsweise so die Frage, ab wann das zumutbar ist.

    Wir reihen uns hier auch mal ein, nachdem wir die 5-Monats-Marke geknackt haben und damit die Welpenzeit schon faaaast "überlebt" haben

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    Eine Frage in die Runde: Ab wann habt ihr mit euren Hunden kürzere Wanderungen unternommen und was kann man einem Hund zwischen 6 und 9 Monaten (ich weiß, das ist eine Riesen-Spanne für so einen jungen Hund, aber es wär auch interessant, wie sich das steigert) zB zumuten? Wir gehen eigentlich recht gern wandern, haben jetzt natürlich passiert und würden sie aber irgendwann schon gerne auf kürzere (& später auch längere) Touren mitnehmen, aber ich bin mir echt total unsicher, was zu viel und was okay ist und mag sie (und auch ihre Gelenke) nicht überfordern. Gleichzeitig wirkt sie gerade bei Waldspaziergängen immer so happy und dementsprechend wärs eigentlich schön, wenn wir mal längere Ausflüge machen könnten. Wie sind da eure Erfahrungen?

    Dazu vielleicht noch ein Beispiel: Selbst absolut "Nichts-Tun" und einfach nur ruhig warten (wenn Hund nebenbei etwas eskaliert) kann man als Ersthundehanlter sehr viel besser, entspannter und selbstbewusster, wenn einem mal jemand die Bestätigung gegeben hat, dass es wirklich das richtige ist, auch wenn man es vorher "erahnt" hat.

    Finchen_1989 Ich kann Hundsgemein im 17. empfehlen, die hat mir bisher echt sehr tolle Tipps gegeben, aber ist die Frage, ob dir das zu weit ist... Hundeschule am Schottenhof im 19. soll auch ganz gut sein.

    Mach dir wirklich nicht zu viele Sorgen vor dem Einzug. Es wird dann alles schon werden und ja, es wird nicht alles perfekt laufen und ja, du wirst mal überfordert sein, aber das wird :smiling_face: Ich hatte anfangs auch so extreme Sorgen und ich glaub, die haben mir manches kaputt gemacht. Ab dem Zeitpunkt, wo ich alles etwas lockerer gesehen hab, den Hund beobachtet hab und einfach versucht hab, zu erkennen, was gut geht und was weniger und was zu uns passt liefs auch viel entspannnter. Mach dir auch wg. Stubenreinheit nicht zu viel Stress. Ich hatte kurzfristig das Gefühl, alle Welpen außer meinem werden schnell stubenrein oder sind es von Anfang an, aber mittlerweile bin ich mir a) nicht so sicher, ob alle wirklich ehrlich sind :woozy_face: und b) hab ich irgendwann erkannt, dass es halt auch gar keinen Sinn macht, mich oder meinen Hund daran zu messen.

    Wir hatten dafür zB mit Öffis, Alleinebleiben, Maulkorb, Restaurant,.. sehr wenig Übungsphase, das hat eigentlich vom ersten Mal an einfach gut geklappt. Ich hab das Gefühl jeder hat so die ein oder andere Baustelle, aber alles gibt sich irgendwann :relieved_face:

    Wir haben recht lange für die Stubenreinheit gebraucht (wobei ich glaube, dass das in der Wohnung und Stadt und wenn man nach einer Zeit wieder arbeitet auch schwieriger ist) und zwischendurch dachte ich, wir haben es komplett "verkackt", weil es immer wieder (täglich oder sogar mehrmals täglich) Pipi-Unfälle gab, aber jetzt hats gefühlt von einer Woche auf die andere "Klick" gemacht und es ist plötzlich gar kein Thema mehr :smiling_face:

    Ansonsten, falls du Lust hast: Meld dich, wenn Welpi da/angekommen/etwas größer ist, dann könnten wir uns gern mal zum Welpi/Junghundespielen/Austausch treffen. Von der Größe her sind/werden die beiden ja halbwegs kompatibel und vom Typ vermutlich auch etwas ähnlich.

    Falls den Beitrag später jemand lesen sollte, noch ein kurzes Update:

    Wir hatten eine Einzelstunde mit einer Hundetrainerin, die selbst auch einen Spitz und einen Akita hat (also vom Wesen ähnlich) und sie hat uns extrem tolle Tipps in Sachen Körpersprache gegeben, die das Problem eigentlich komplett gelöst haben. Man muss sagen, wir sind Ersthundehalter und es war mir eh bewusst, dass es eher an mir/uns als an ihr liegt. Die richtige Körpersprache beim Weggehen bzw. sie "einzuladen" mitzugehen hat es echt extrem gebracht. Gleichzeitig meinte die Trainerin auch, dass wir sie, wenn das nicht klappt, schon kurz ohne Augenkontakt oder großes Tamtam etwas mitziehen dürfen. Das fand sie zunächst eher blöd, aber auch da (also wenn sie anfängt, in Leine/Beine zu beußen) haben wir super Tipps bekommen, wie wir das ruhig und gelassen wieder in geregelte Bahnen bringen und sie danach auch wieder freundlich "auffangen" :smiling_face:

    Insgesamt hat sich das Problem eigentlich in einer Woche gelöst und lag wie üblich am Halter :woozy_face:

    Der Tipp ad Körpersprache hilft zwar ziemlich sicher genau gar nichts, wenn man ihn liest, weil es gerade für Leute ohne Hundeerfahrung meines Erachtes nach

    a) das Zeigen der Problematik in Person

    b) das Üben (zuerst auch ohne Hund) in Person und

    c) die Korrektur bzw. das aufmerksam machen auf eigene Schwächen durch eine geeignete Trainerin

    braucht (einfach weil man sich selbst nicht sieht bzw. auch nicht checkt, welche feinen Unterschiede Hunde dabei wahrnehmen), ABER ich möchte einfach eine Lanze dafür brechen, sich im Zweifelsfall für solche Themen eine gute Hundetrainerin zu suchen, weil es lohnt sich :winking_face: Gerade die eigene Körpersprache (oder Fehler, die man in dem Bereich macht) kann man auch unheimlich schlecht mit Videos oder Büchern lernen. Bzw. manche Menschen können das vielleicht, aber nicht jeder und das ist auch okay. Wenn mans nicht kann, dann erspart einem ein professioneller Blick jedenfalls Frust auf beiden Seiten und in unserem Fall hats echt zu einer dermaßen schnellen Verbesserung/Lösung geführt, dass ich sehr froh bin, dass wir das schnell "angegangen" sind :)

    Ich versteh dich sehr sehr gut, wir waren im Februar in genau der gleichen Situation :smiling_face_with_hearts:

    Mittlerweile ist Welpi 5 Monate alt und damit eigentlich auch schon wieder Junghund. Es kommt mir vor als wäre sie schon eine Ewigkeit da und gleichzeitig ist die Zeit verflogen.

    Als Ratschlag kann ich dir geben: Nicht zu viel denken, nicht zu viel lesen, nicht mit anderen vergleichen, lieber darauf konzentrieren, den eigenen Hund kennenzulernen und langsam zu verstehen. Das ist Aufgabe genug.

    Es ist (falls es dein erster Welpe ist und vermutlich auch je nach Welpe) ganz am Anfang sehr wahrscheinlich ein bisschen anstrengender und intensiver als du denkst und man fühlt sich (unabhängig von der Vorbereitung) teilweise hilflos, weil man nie sicher ist, ob man Dinge richtig macht, aber das geht vorbei und irgendwann merkt man auch, dass der Hund gar nicht sooo schnell "kaputt" geht und nicht alles versaut ist, weil man Punkt X in der Prägezeit verpasst hat, Kommando Y nie geübt hat und Regel Z nicht von Anfang an konsequent genug durchgesetzt hat.

    Tendenziell würd ich allerdings gerade bei den wichtigen Regeln, die zuhause gelten sollen, doch von Anfang an konsequent sein. Wir haben das in der ersten Woche im "Welpen-Oooh" manches etwas schleifen lassen, was in den nächsten Wochen zu etwas mehr Nachfragen geführt hat, als bei den Dingen, wo wir von Anfang an konsequent waren.

    Das Geschirr wird in den ersten Tagen/Wochen vielleicht irgendwann nicht perfekt passen (lustigerweise war das auch meine größte Sorge :beaming_face_with_smiling_eyes: ), weil Welpi irrsinnnig schnell wächst, aber das ist okay. Wir hatten anfangs ein sehr günstiges von Trixie (Größe S-M btw, wir hatten einen Wolfsspitz Welpen, also Größe könnte ähnlich sein) und haben dann erst ein ordentliches gekauft.

    Welpenschule würd ich persönlich erst 1-2 Wochen nach Einzug empfehlen. Am Anfang ist ja so schon genug Aufregung und Ankommen und sich aneinander gewöhnen braucht auch ein bisschen. Wir waren da auch übermotiviert, habens dann im Endeffekt aber noch eine Woche nach hinten verschoben.

    Größte Empfehlung meinerseits ist ein Welpenstall oder irgendeine Art von Trenngitter, wo man Welpi kurz und sicher reingeben kann. Einerseits super zum zur Ruhe kommen/Schlafen (unsere hat sich anfangs bzw. nach der ersten Woche ganz ohne räumlicher Begrenzung damit schwerer getan, weil alles soo spannend war), andererseits auch zum kurz drinnen "Parken", wenn man gerade nicht schauen kann.

    Anfangs unterschätzt man leicht, dass so ein sehr junger Welpe (unsere war 8 Wochen) doch eigentlich die ganze Zeit entweder beobachtet werden muss oder eben eine wirklich sichere Umgebung braucht, wo er nichts anstellen kann und sich nicht wehtun kann. Ich halte es aber weder für realistisch, die ganze Wohnung/das ganze Haus/den ganzen Garten derart welpensicher zu gestalten, noch, die ganze Zeit so wachsam zu sein, weil man zwischendurch, selbst wenn man Urlaub hat, ja auch noch lebt und zB mal duschen, den Müll runterbringen,... muss. Insofern ist das ganz praktisch. Gleichzeitig kann man dann auch üben, nicht (ganz) welpensichere Dinge unter Aufsicht als Tabu/Nein wie auch immer zu deklarieren, weil ein paar Dinge möchte man vielleicht auch gar nicht auf Dauer "verbannen".

    Ansonsten: Viel Freude und eine schöne Zeit :smiling_face_with_hearts:

    Zum überbrücken vielleicht wenn dein Hund gerne etwas trägt, nach dem lösen draussen was weiches zum tragen geben damit du das umlenken kannst. So als Idee zum managen in der Situation.

    Haha, lustig, dass du das vorschlägst, weil genau das haben wir heute probiert. Wir haben ein Special Spielzeug, dass sie nur mit uns bekommt und mit dem hab ichs heute probiert und das hat sie dann ganz stolz reingetragen und drinnen haben wir noch kurz gezerrt und insgesamt hat das perfekt geklappt und wir sind beide zufrieden zurückgekommen.

    Ich weiß, das ist jetzt vielleicht nicht die beste langfristige Lösung, aber nachdem sich die Problematik eigentlich auf die eine Situation (und da nicht immer) beschränkt und möglicherweise auch einfach Junghund-Überforderung zusammenhängt, ist das ein guter Kompromiss, um "schlechte Tage" zu überbrücken und uns dabei ein bisschen Frust zu ersparen :)