Beiträge von Clover

    Ich glaube auch nicht, dass der Hund bei seinen Haltern oder bei anderen Betreuungspersonen zwingend problematisch sein muss. Und ganz sicher ist der Hund jetzt nicht so drauf, weil er 2 Tage mal keine "Auslastung" hatte.

    Ich würde jetzt einfach versuchen, in der restlichen Zeit (2 Wochen sind ja nun überschaubar) so wenig Konflikte wie möglich aufkommen zu lassen. Dann gibt's halt mal nichts zum Kauen, kein rum liegendes Spielzeug etc. Vielleicht kommt der eigene Hund auch mal ein paar Tage ohne Spiel aus, bei dem der Gasthund weggesperrt werden muss. Jeder Hund bekommt seine Einzelzeit zum Kuscheln, ich würde es aber auch einfach so hinnehmen, dass deine Hündin nach dem Vorfall unsicher ist und sie nun nicht dazu drängen, vor dem Gasthund durch die Tür zu gehen oder unbedingt herzukommen, wenn der Weimi bei dir ist. Und umgedreht darf der Weimi deiner Hündin nicht auf die Pelle rücken, auch wenn es nett und niedlich aussieht.

    Wenn der eigene Hund so sensibel ist, dass der dann vorsorglich schon ständig das Feld räumt, ist das als Besitzer zwar schwer zu ertragen, aber das sollte dann auch nicht alles der Gasthund ausbaden müssen. Und wenn z. B. der Weimi neben dir auf dem Sofa zur Ruhe kommt, dann würde ich das nutzen, auch wenn der eigene Hund dann vielleicht woanders schläft. Aber besser so, als dass keiner zur Ruhe kommt und alle genervt sind.

    Es geht ja wirklich nur darum, die Zeit möglichst stressfrei herumzubekommen, auch wenn das für beide Hunde dann mal stellenweise blöd ist oder der eigene Hund mal kürzer treten muss.

    Meine Hunde sind zum Glück recht hitzeresistent und unsere Runden sind eigentlich immer am Wasser entlang, daher sind unsere Gassizeiten im Sommer auch nicht anders als sonst. Sie gehen dann bei Hitze einfach häufiger schwimmen und trinken. Zwischendurch geht es zum Pinkeln über die Straße auf den Grünstreifen, das ist dann zwar wirklich heiß, aber da wir nach 2min wieder drin sind, sehe ich das nicht so kritisch. Eventuell würden sie auch länger durchhalten, aber wenn sie viel trinken, ist es mir lieber, wenn sie keine 6,7h Stunden aushalten müssen.

    Ich bin eigentlich auch der Meinung, ein Hund braucht Gras unter den Pfoten und keinen Asphalt. Und so laufe ich dann immer auf den schlammigen, zugewucherten Trampelpfaden, während die Hundis bequem auf dem daneben liegenden asphaltierten Weg traben und sich zu fragen scheinen, warum ich das nicht auch tu... :rollsmile:

    Und zumindest wenn das Grad nass ist, pinkeln die Damen auch viel lieber auf den Weg als auf den Randstreifen...

    Ich würde auch sagen, Erwartungen ganz weit nach unten schrauben, Vokabeln wie retten und dankbar vergessen und nicht überlegen, wie der Hund möglichst schnell deinem Alltag anzupassen ist, sondern wie du es für sie so leicht wie möglich machen kannst.

    D. h. z. B. nicht lange spazieren gehen, anfangs die immer gleichen Runden, ruhige Gegenden wählen und dem Hund viel Zeit geben, sich mit seiner Umgebung auseinanderzusetzen. Ruhig auch einfach mal eine halbe Stunde auf eine ruhige Wiese setzen und den Hund machen lassen. Gar nichts erwarten, nichts üben, einfach mit dem Hund zusammen existieren, ab und an mal ein Leckerli hinwerfen/zustecken, das reicht erst mal. Und unbedingt immer sichern, wenn ihr außerhalb der Wohnung seid!

    Vor Besuch solltest du sie schützen, wieso wird ein Hund, der schon ängstlich am Boden klebt und knurrt, auch noch angefasst? Richte ihr einen ruhigen Platz ein, am besten in einem anderen Raum, (da kannst du mit Kindergittern oder einfach Türe zu den Hund vom Besuch abgrenzen), und dort hat NIEMAND deinen Hund zu stören. Weder gucken noch anfassen.

    Thema Stubenreinheit: das dauert manchmal, bisher konnte sich der Hund lösen, wann immer er wollte. Zudem haben unsichere Hunde oft Hemmungen, sich draußen zu richtig lösen, dann wird vielleicht nur kurz gepinkelt und die Blase nicht vollständig geleert. Bitte bitte schimpf um Gottes Willen nicht, wenn sie drin macht. Das ist ein lebensnotwendiges Bedürfnis, dein Hund versteht überhaupt nicht, dass er nur draußen machen soll, er hat Angst und Stress. Du siehst ja, sie lernt so nur, das pinkeln in deiner Gegenwart unangenehme Konsequenzen hat und versteckt sich. Gibt Hunde, die machen dann irgendwann gar nicht mehr draußen, weil da ja immer der Mensch daneben steht... Wenn's drin passiert, kommentarlos wegmachen. Es gibt gute Enzymreiniger, die man auf solche Stellen sprühen kann, damit der Teppich nicht anfängt zu stinken. Geh regelmäßig raus, ruhig loben wenn sie draußen macht (bei nem ängstlichen Hund aber wirklich nur ganz nebenbei und keine große Sache draus machen).

    Macht ein Hund mit kleinen Kindern überhaupt Sinn? Oder sollten sie doch deutlich größer sein?

    Das kommt darauf an, ob ihr trotzdem täglich reine Hundezeit einplanen könnt, während einer auf die Kinder aufpasst.

    Denn Spaziergänge mit Kleinkindern sind für den Hund idR unheimlich öde, weil man nicht vorwärts kommt. Und den Hund erziehen, vielleicht mit Schleppleine hantieren etc., während man gleichzeitig die Kinder im Auge behalten muss, ist auch nicht so das Wahre. Allein zu Hause lassen kann man die Kinder aber auch noch nicht. Daher würde ich auf jeden Fall einplanen, dass man zumindest 1x täglich nur mit Hund und ohne Kinder spazieren geht, damit man sich auf den Hund konzentrieren kann und der auch zu seinem Recht kommt.

    Ich kenne leider sehr viele Eltern mit kleinen Kindern, die das unterschätzt haben und dachten, man ist ja eh mit dem Kind draußen, dann nimmt man den Hund halt mit, so einfach ist es dann aber doch nicht.

    Ansonsten fände ich einen kleineren Hund besser geeignet als einen Labbi oder Goldie. Denn kleine Hunde kann man viel einfacher mitnehmen (Stichwort Fahrradkorb, Tasche in trubeligen Situationen), sie sind eher gern gesehen als große Hunde und oft wird auch eher mal ein Auge zugedrückt, wenn irgendwo Hunde eigentlich nicht erlaubt sind. Und mit kleinen Kindern ist es auch von großem Vorteil, wenn man den Hund rein kräftemäßig locker halten kann (zerrender, pöbelnder 5 kg-Hund am Kinderwagen oder mit Kleinkind an der Hand ist nervig; die gleiche Situation mit 30kg ist kaum händelbar und gefährlich).

    Sind Dalmatiner wirklich sooo extrem temperamentvoll? Ich kenne mittlerweile auch einige, aber ich finde die alle recht moderat vom Energielevel her. Also keine Schnarchnasen, aber auch nicht ständig drüber :denker:

    Ich hab mal irgendwo den tollen Tipp gelesen, man soll einfach ein dekoratives Tuch über die unordentliche Ecke drapieren, wenn spontaner Besuch kommt und man nicht so schnell aufräumen kann.

    Hab mir dann vorgestellt, wie ich den Besuch durch meine vollständig mit Tüchern verhangene Wohnung führe, in der nur ein Stück vom Sofa raus guckt und irgendwie weiß ich nicht, ob das so gemeint war :rollsmile:

    Wenn das am Rand stehen für den entgegenkommenden Hund ein Problem ist, kann man sich ja immer noch verständigen, ob einer vielleicht weiter ausweichen kann oder ob man schnell vorbei geht. Aber wenn das Stehenbleiben dem eigenen Hund hilft und es dem Gegenüber egal ist, würde ich das auch nutzen. Man kann ja miteinander reden.

    Ich fand es auch immer echt knifflig, einen kleinen Hund so vorbeizulotsen. Weil man die Leine nicht richtig kurz nehmen kann und mit dem Körper blocken ist bei so nem kleinen Wuselding auch echt schwer. Das find ich mit großem Hund einfacher.