Beiträge von Clover

    Das sehe ich genauso, die meisten Versicherungen haben im Kleingedruckten dann doch wieder zig Ausschlüsse, oder es wird nur bis zu einer lächerlich geringen Obergrenze gezahlt, dazu besteht immer die Möglichkeit, dass man mal eben gekündigt wird (wenn man Pech hat, zahlt man dann jahrelang ein, und wenn der alte Hund dann teuer wird, schmeißt einen die Versicherung raus...).

    Und bei Hunden bestimmter Rassen oder Hunden, die man nicht als Welpe aufnimmt, hat man eh die A...karte.

    Also ich könnte nicht langfristig monatlich 500€ oder noch mehr zusätzlich zu meinen sonstigen Ausgaben stemmen :ka: Und ehrlich gesagt kenne ich auch kaum Leute, die so viel verdienen, dass sie das können.

    Die Möglichkeiten in der Tiermedizin werden immer mehr, dementsprechend explodieren aber auch die Kosten. Versicherungen können zwar einen Teil auffangen, aber irgendeine Sicherheit hat man da leider auch nicht. Und grad, wenn man einen älteren Hund übernimmt, findet man oft gar keine Versicherung, die einen aufnimmt.

    Und sich für den Rest seines Lebens bis über beide Ohren zu verschulden, um Tierarztkosten zu bezahlen?

    Die Frage ist halt immer, wie man hochwertig definiert. Zur Zeit ist es immer noch ziemlich in, den Hund mit Massen an Fleisch zu ernähren, Getreide ist ganz furchtbar böse etc. Nur vertragen das viele Hunde nicht wirklich (ökologisch und ethisch ist es außerdem höchst fragwürdig), weil ein Hund eben auch kein Wolf ist.

    Ich würde da ein normales Mittelklassefutter nehmen, mit einem ordentlichen Kohlenhydratanteil, keinen 1000 Kräuterchen und ähnlichem Gedöns. Sowas wie Josera, Bosch, Mera, Happy Dog. Die haben alle auch Minisorten mit kleinen Kroketten.

    Fertigbarf ist übrigens idR nicht bedarfsdeckend, d. h. das ist kein Alleinfuttermittel, mit dem der Hund ausgewogen ernährt wird, daher zur alleinigen dauerhaften Fütterung eher nicht geeignet.

    Wie waren denn die SD-Werte, wenn du sagst, deine TÄ zweifelt an einem SD-Problem?

    Weil eine subklinische SDU halt immer so eine Sache ist, auf der einen Seite gibt's da natürlich sicher Grenzfälle, bei denen eine Substitution Sinn macht, auch wenn die Werte noch innerhalb der Referenz sind. Auf der anderen Seite ist es leider eine ziemliche Modediagnose geworden, mit der absolut alles erklärt wird.

    Ich hatte bei meiner Hündin auch schon die SD in Verdacht, lese deshalb schon lang in der Facebook-Gruppe mit und hab auch mit Frau W. telefoniert. Leider habe ich da schon eher den Eindruck gewonnen, dass irgendwie bei jedem Hund eine subklinische SDU diagnostiziert wird... Und vieles wird dann zwar ohne wissenschaftlichen Hintergrund, aber dafür umso dogmatischer propagiert (T4 MUSS im oberen Drittel sein, TSH über 1 ist immer auffällig, Antikörper werden auch unterhalb der Referenz als vorhanden angesehen etc.) und dann wird drauf los substituiert.

    Daher bin ich da mittlerweile auch eher skeptisch, was die Telefon-Diagnose angeht.

    Wenn das also eher so ein Fall war, könnte man durchaus schauen, ob man die Hormone wieder auszuschleichen kann.

    Wie die Leberwerte in dem Zusammenhang zu bewerten sind, damit hab ich leider keine Erfahrung. Was schlägt die TÄ denn da an weiterer Diagnostik vor?

    Ich finde es nicht schlimm, wenn man sich eingesteht, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.

    Aber da muss man jetzt nicht das TH vorschieben, weil die die Vermittlung zügig über die Bühne bringen wollten. Und mal ehrlich, wenn höhere Maßstäbe angelegt werden, mehrere Besuche Pflicht sind etc., ist es vielen doch auch nicht recht. Die Entscheidung für einen Hund sollte ja vorher durchdacht sein, bei einem Welpen kann man halt auch noch nicht wirklich was zur Verträglichkeit, Schutztrieb, Jagdtrieb usw usf sagen, also warum sollte man die Vermittlung in die Länge ziehen? V. a., wenn es genug Interessenten gibt.

    Wenn du grundsätzlich bemerkt hast, dass die ganze Sache nicht durchdacht war (grad in Bezug auf die Betreuung während du auf Arbeit bist), würde ich den Knopf eher heute als morgen zurück bringen, solang er noch ein Welpe ist. Sind es eher kalte Füße wegen der plötzlichen Veränderung, würde ich mal ein paar Wochen ins Land gehen lassen und schauen, ob du dich auf den Hund einlassen kannst.

    Ich frage deshalb, weil das in meinem Vertrag so steht, ich das bei Hovawarten auch schon gesehen habe und mich jetzt frage ,ob es sowas wohl auch bei DSH gibt?

    Tiere werden im BGB ja grundsätzlich wie Sachen behandelt bzw. gelten die Vorschriften für Sachen auch für Tiere. Eigentum definiert sich dadurch, dass die Eigentum innehabende Person die rechtliche Sachherrschaft besitzt, also auf gut Deutsch mit der "Sache" machen kann was sie will. Einigt man sich über den Eigentumsübergang gehen alle Rechte auf den neuen Eigentümer über. Hier hat man also keinen Einfluss darauf, was der*die neue Eigentümer*in mit dem Hund macht, solange sich alles im Rahmen des TSchG bewegt.

    Ich überlege gerade, ob es anders aussehen würde, wenn man selbst Eigentümer des Hundes bleibt und der anderen Person nur Besitzrechte am Hund einräumen würde. Aber das wäre als Züchter*in wohl keine wünschenswerte Konstellation.

    Ich schätze mal, das wäre rechtlich genauso wenig bindend, wie die Klauseln in diversen Schutzverträgen. Sowas wie Eigentumsvorbehalt gibt es da auch oft, aber die Urteile gehen eigentlich alle in die gleiche Richtung: man hat den Hund bezahlt, man hat sämtliche Kosten und Pflichten, die mit der Hundehaltung einhergehen, also sind auch solche Klauseln ungültig, die den Käufer einseitig benachteiligen...