Beiträge von Clover

    Ich glaube, weil hier oft innerhalb kürzester Zeit extrem viele Beiträge zusammenkommen, vergessen viele im Eifer des Gefechts, wie "jung" ein Thread oft noch ist. Und das nicht jeder den ganzen Tag im DF hängt und man ja auch mal abwarten könnte, bis sich der TE wieder meldet, statt noch 200x das gleiche zu schreiben oder sich irgendwelche Privatfehden zu liefern.

    Bei einem 3 Tage alten Thread zu schreiben, dass ja eh Hopfen und Malz verloren ist, weil sich der TE ja gar nicht ändern will, ist ja nun doch etwas voreilig...

    Und keiner hier würde doch mal eben sämtliche Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf Hunde direkt über Bord werfen, nur weil ein Haufen Fremder in einem Forum was schreiben. Das ist ein Prozess, der eine Weile dauert, auch wenn sich der ein oder andere vielleicht nicht mehr erinnern kann, wie das beim eigenen ersten Hund war.

    Tierquälerei, weil der Hund mal 3 Tage nicht von der Leine kommt? Das ist nun wirklich mehr als übertrieben...

    Eine längere Schleppleine ist bestellt, eingezäunte Freilaufmöglichkeiten organisiert man auch nicht von jetzt auf gleich. Ja, man muss sich darüber Gedanken machen und sich kümmern, aber kein Hund wird einen bleibenden Schaden davon tragen, wenn er mal ein Stück an der Leine bleibt, bis man sowas aufgetan hat und sich auch selber sortiert hat.

    Was ich mich ja manchmal frage - Wie viel spielt es eigentlich mit rein, ob der Hund weiß wie das Viech das er grad gern jagen würde, schmeckt?

    Also vorausgesetzt, der Hund kann da eine Verknüpfung aufbauen.

    Mein Pointer findet rohes Wild eklig, sie hätte das gern im Rotweinsößchen geschmort xD

    Aber kam das nicht vielleicht auch mit daher, dass sie durch die 5m Schlepp ungewohnt in ihrem Radius eingeschränkt wurde und sie das zusätzlich gestresst hat?

    Nö.

    Sie konnte ja laufen, kilometerlang, wenn auch eingeschränkt, aber laufen.

    Und sie konnte die ganze Zeit über "neue" Gerüche wahrnehmen, neue Tierchen sehen, oder nur hören, eventuell ein neues Gebiet, welches sie vorab noch nicht gewesen war, erkundigen.

    Das kann alles ganz schön viel für Hundehirn sein - welches auch erst einmal verarbeitet werden muß.

    Natürlich ist es mega anstrengend für einen Hund, so lange an kurzer Leine zu laufen :ka: Besonders, wenn er bisher überwiegend Freilauf gewöhnt ist. Wie kommst du darauf, dass das nicht so ist? Wir reden ja grad mal von 5m Leinenlänge, das ist ne etwas längere Führleine und hat wenig mit Schleppleine und Freilaufsimulation zu tun. Da muss sich ein großer Hund dann halt permanent selbst ausbremsen und an das langsame Menschentempo anpassen, das ist schon ohne Ablenkung durch Wildgerüche extrem anstrengend. Dass der Hund da irgendwann nur noch frustriert zerrt, finde ich ehrlich gesagt nun nicht verwunderlich...

    Wenn die einzige Baustelle der Jagdtrieb ist, dann wäre man doch auch nicht besser dran, würde man mitten in der Pampa wohnen :ka: Da wird man dann halt von Rehen statt Kaninchen umgerannt...

    Da ist ne städtische Wohnlage oft sogar entspannter, weil man viel leichter Ecken findet, wo wildmäßig wenig los ist.

    Warst du schon mal in einem Stadtpark in Köln? Im Vergleich zu den Horden an Kaninchen die da rumspringen, ist die Wilddichte in unseren Durchschnittswäldern ein Witz!

    Ich weiß, wie hoch die Kaninchendichte in vielen Großstadtparks ist. Hab lang in Mannheim gewohnt, da wirst du in jeder Grünanlage von den Viechern umgerannt. Hab doch selbst geschrieben, dass ich mit dem Hund erst mal nicht dort spazieren gehen würde :ka:

    Nichts desto trotz ist es aber idR sehr einfach, wildarme Gebiete zu finden, wenn man danach sucht, grad in den Stadtrandgebieten. Deutlich einfacher, als in extrem ländlichen Gebieten...

    Wenn die einzige Baustelle der Jagdtrieb ist, dann wäre man doch auch nicht besser dran, würde man mitten in der Pampa wohnen :ka: Da wird man dann halt von Rehen statt Kaninchen umgerannt...

    Da ist ne städtische Wohnlage oft sogar entspannter, weil man viel leichter Ecken findet, wo wildmäßig wenig los ist.

    Ich würde wilde Spiele mit deutlich kleineren Hunden in Zukunft auch lieber nicht zulassen. Zusammen spazieren gehen kann man ja trotzdem und ruhiges Interagieren sollte auch kein Problem sein. Ich bin bei sowas auch lieber einmal zu oft vorsichtig, mein Jagdhund darf z. B. auch grundsätzlich nicht mit kleinen Hunden rennen, das ist mir einfach zu riskant.

    Niemand hat geschrieben, dass du sofort voll in den Zughundesport einsteigen sollst oder der Hund sofort täglich 20km neben dem Rad sprinten soll. Du hast aber recht deutlich geschrieben, dass du "in diesem Leben" nicht mehr sportlich wirst und eigentlich auch keine Lust darauf hast, daran was zu ändern. Daher das darauf Herumreiten, dass Hunde im allgemeinen nun mal Bewegung brauchen, für Huskys ZHS idR sinnvoll ist und man einem Hund eben nicht gerecht wird, wenn man das partout ausschließt.

    Also wenn mehr bewegung keine Verbesserung in dem Alter bringt, dann muss ich die pubertätbeinfach so hinnehmen?

    Pubertät ist ja nix, was man ne Weile erträgt und dann ist der Hund wieder so wie vorher, das ist die Entwicklung zum adulten Tier. Dein Hund entwickelt jetzt ganz einfach seine tatsächliche, erwachsene Persönlichkeit und die unterscheidet sich eben deutlich von einem Welpen bzw. Junghund.

    Also ja, du musst dich (Bewegung und Auslastung für den Hund hin oder her) damit abfinden, dass dein Hund wahrscheinlich nicht mehr einfach überall freilaufen kann, Kontakt zu anderen Hunden unmoderiert laufen kann oder er sich mit kurzen Bummelrunden zufrieden gibt. Du wirst dich auch darauf einstellen müssen, dass dein Hund zunehmend selbstständiger wird. Auslastung an sich kann natürlich helfen, dass der Hund in gewissem Rahmen Spaß an der Zusammenarbeit entwickelt und der Alltag nicht nur aus Frust und "nicht dürfen" besteht und der Hund dadurch auch besser ansprechbar wird, in erster Linie geht es dabei aber rein um die Lebensqualität des Hundes.

    Die Hundeschule hört sich echt gruselig an... Da würde ich mir dringend einen Trainer suchen, der keine Methoden aus dem vorherigen Jahrhundert empfiehlt!

    Dem Hund Sachen mit Gewalt abnehmen, wird spätestens dann nicht mehr funktionieren, wenn er ausgewachsen ist. Damit kann man sich auch prima eine heftige Ressourcenaggression züchten (was ihr meiner Meinung nach auch grad tut). Ich würde das besser über Tauschgeschäfte machen und auch solche Späße wie Finger im Hundenapf sein lassen.

    Ansonsten, wenn er nur irgendwelche Grasbatzen o. ä. rum trägt, lass ihn doch. Welpen erkunden ihre Umwelt noch viel mit dem Maul.