Ich empfinde Setter eigentlich auch als durchaus stadtgeeignet, weil sie idR mit Mensch und Hund sehr verträglich sind, keinen übermäßigen Schutz- und Wachtrieb mitbringen und man im städtischen Bereich oft einfacher wildarme Gegenden findet als in der tiefsten Pampa. Und die Wildtiere, die man in der Stadt trifft, sind idR so abgebrüht, dass man prima an denen trainieren kann.
Natürlich sind Setter relativ reizoffen und haben eben diesen großen Radius, daher finde ich es bei solchen Hunden wichtig, dass man möglichst täglich die Möglichkeit hat, in ruhigen und übersichtlichen Gebieten spazieren zu gehen. Ob man das dann vor der Haustür hat oder eben ein Stück mit dem Auto fahren muss, ist dem Hund egal.
Was Auslastung angeht, da wollen diese Hunde natürlich ewas tun, aber professionellen Hundesport im Verein braucht es dafür nicht. Mittlerweile gibt es viele gute Bücher, Onlinekurse, Seminare etc., sodass man auch ohne Hundesportverein lernen kann, strukturiert mit seinem Hund zu arbeiten.
Man muss sich halt im Klaren sein, dass das eher keine Hunde werden, die immer und überall problemlos abgeleint werden können, ich kenne allerdings keinen Setter, der nicht ohne Leine laufen kann.
Eventuell wäre für euch ja auch ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz passend. Grad englische Setter gibt es dort haufenweise und bei einem erwachsenen Hund auf einer Pflegestelle kann man schon relativ gut einschätzen, wie stark ausgeprägt der Jagdtrieb ist.