Beiträge von lia lu

    Leine/Schleppleine dran. Üben.

    Hühner sind ebenso fühlende Tiere und verdienen es nicht, von Hunden in Todesangst versetzt zu werden. Hühner können allein durch große Aufregung sterben..

    Sorry, mich triggert das sooo sehr, da ich handzahme Hühner und Enten halte, wo ich an jeder einzelnen sehr hänge.

    Wohne in Österreich am Land und hier gibt es leider auch genug Hundehalter, die glauben, Hühner sind nicht mehr als den Materialwert wert... Letztens hat mir der Nachbarshund den alten Kater auf meinem eigenen Grund gejagt.

    Mich ärgert es daher aus persönlichen Gründen wahnsinnig, dass Hunde die nicht gehorchen, frei laufen gelassen werden...

    Spielzeug oder Zergel statt der Hände anzubieten fände ich weitaus besser.

    Also umlenken des Beißens auf Ersatzobjekt.

    Grundsätzlich habe ich keine guten Erfahrungen mit Ignorieren von selbstbelohnendem Verhalten bei Tieren gemacht.

    Ich würde auch eher richtiges Verhalten belohnen wollen, statt falsches zu bestrafen.

    Wenn der Welpe ein wenig sensibler ist, kann man mit Nackenpackereien, Schnauzengriffen und Wasserspritzen echt einiges anrichten und der Beziehung tut es grundsätzlich nicht gut.

    Selinchen, bitte vertraue auf dein Bauchgefühl!!! Wenn deine Tochter vor etwas richtig große Panik hätte, würdest du sie dazu zwingen? Oder würdest du Wege finden, sie in ihrem Tempo daran gewöhnen, es zu erkunden oder würdest alternative Optionen suchen , die ihr keine Angst machen würden.

    Ich wäre mir sicher, dass du so handeln würdest und es nicht übers Herz brächtest, deine Tochter zu etwas zu zwingen, wovor sie panische Angst hätte.

    Und genau das gleiche gilt für den Hund auch.

    Auch wenn ein Tier "nur ein Tier ist" hat es im Grunde genommen die gleichen Bedürfnisse und Emotionen wie wir Menschen auch.

    Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Mensch und Hund aber Angst und Bindungsbedürfnis sind schon sehr universelle Emotionen.

    Ich weiß du magst diese Vermenschlichung von Tieren nicht so gerne, aber vielleicht tust du dich wirklich einfacher, in deiner vollen Empathie zu bleiben, wenn du dir vorstellst, Molly wäre ein menschliches Baby.

    Auch wenn die Trainerin total sympathisch und bemüht ist, würde ich ich hier eine Grenze ziehen und nur soweit mitgehen, wie es sich für mich gut anfühlt. In Panik lernt man wirklich nicht.

    Stell dir vor, die Kinderärztin würde zB behaupten, deine Tochter müsste jede Nacht alleine durchschlafen und auch wenn sie aufwache und weine, dürftest du nicht zu ihr gehen und für sie da sein. Da würdest du den Blödsinn ja auch nicht mitmachen, egal wie kompetent und sympathisch sie dir sonst erschiene.

    Mein Hund war ja beim Einzug natürlich kein vergleichbares Kaliber mit Molly. Er war nur sehr ängstlich und unsicher.

    Dennoch war damals die Erkenntnis, den Fokus auf den Beziehungsaufbau zuhause bei uns in gewohnter und geschützter Umgebung zu lenken und zu Lernendes vorher dort wiederholt zu üben, bevor wir es langsam steigernd im Außen festigten, ein absoluter Gamechanger.

    Lernen in absolutem Stress findet meiner Meinung nach nicht statt.

    Ich kannte mal eine Hündin, die im Umgang mit anderen Hunden eigentlich sehr sozial war, nur Welpen gingen gar nicht. Sie hätte die nicht gleich beschädigend zerlegt, aber unprovoziert bei Sichtung sofort auf den Rücken gelegt hätte sie die schon. Sobald es Junghunde waren, war sie wieder total zuverlässig im Umgang. Die Hündin wuchs ohne Mutter und ohne Geschwister auf, da als Miniwelpe ausgesetzt.

    Also Hündinnen, die gerade bei fremden Welpen schwierig sind, scheinen nicht völlig außergewöhnlich zu sein.

    Ich kann übrigens verstehen, dass man nach so einem Vorfall erst mal das Vertrauen in seinen Hund verliert und dass man als Hundeanfänger so etwas auch nicht kommen sieht, wenn der Hund vorher keine Anzeichen gezeigt hat. Und man kann so einen Hund mit Engagement und etwas Trainerunterstützung mit Sicherheit auch als Anfänger führen.

    Wo sollen denn die ganzen Havaneser herkommen, die lt DF scheinbar die einzigen möglichen Anfängerhunde sind? Und wo sollen denn all die Plätze für die etwas schwierigeren Hunde herkommen, die lt DF immer sofort abgegeben werden müssen?

    Hier sind scheinbar viele als Hundeprofis vom Himmel gefallen und haben anfangs auch keine Fehler bei ihren Hunden gemacht.