Beiträge von lia lu

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    Naja, wir haben Hundeerziehung und Training halt enorm verkompliziert. Früher gabs da halt entsprechende Hilfsmittel und gut war.

    Naja, in meiner Straße waren als Kind fast ausnahmslos alle Schäferhunde bissig. Und auch der Mittelspitz. Und selbst der eine oder andere Jagdhund.

    Teilweise gab es mehrere Vorfälle mit den Hunden mit sogar Krankenhausaufenthalten bei den Opfern.

    Ich persönlich habe also nicht das Gefühl, dass Hunde früher besser erzogen waren, eher genau das Gegenteil.

    Sondern, dass Aggression bei Hunden als völlig normal angesehen wurde.

    Wegen eines Beißvorfalls wurde hier auch kein Hund getötet.

    Ein Nachbar hat seinen wirklich hochgefährlichen, schon recht alten Schäfer, weil er zunehmend Angst um seine Kinder hatte, ins Tierheim gebracht. Weil er die erstaunlich naive Idee hatte, dass über dieses noch ein Endplatz für den Hund gefunden werden könnte und er ihn eben nicht töten wollte. Also auch einfach das eigene Problem ausgelagert. Dort ist der Schäfer ziemlich schnell verstorben, Vorerkrankungen waren keine bekannt.

    Dann hat das Tierheim eine rührende Story in ihrer Tierschutzeitschrift daraus gemacht, dass der alte Hund aus Bequemlichkeit abgeschoben worden wäre und aus Treue und gebrochenem Herzen gestorben wäre. Mit Angabe des vollen Namens und Adresse des Besitzers. Der hat damals Morddrohungen per Brief und Telefon bekommen, toxischer Shitstorm bereits vor über 35 Jahren.

    All diese Hunde wurden damals sicher nicht mit Wattebäuschen beworfen, sondern ganz klar mit aversiven Mitteln erzogen. Aber die Anforderungen an die Hunde waren einfach nicht so hoch wie heute.

    Ich verstehe das so, dass die Angehörigen nicht glauben, dass der Hund seinen Halter getötet hat.

    Mich erinnert das an Mordfälle, wo die Angehörigen des Täters, trotz erdrückender Beweislast, an völlig abstrusen alternativen Szenarien festhalten.

    Ich weiß nicht, wie Traumata und ähnliche psychologische Vorgänge hier mit reinspielen.

    Auch wenn ich es genauso als abstrus empfinde, einen Hund am Leben zu lassen, der nachweislich getötet hat, denke ich, dass für die allgemeine Gesellschaft keine tatsächliche Gefahr von ihm ausgehen wird.

    Er wird wohl nie ohne Beißkorb und Leine in der Öffentlichkeit geführt werden.

    Für die direkte Familie kann sehr wohl eine reele Gefahr bestehen, aber es handelt sich hier um erwachsene Menschen in Eigenverantwortung.

    Ich ziehe für mich folgende Info aus diesem Thread: Je mehr Vermehrer, desto mehr Geld kann man damit lukrieren.

    Falls die Geschichte so stimmt, kann man sich einfach Hunde in Puppymills produzieren lassen und Welpenkäufer schauen sich weder die Elterntiere an, noch lassen die sich ausführlich über Fellpflege usw beraten und sind bereit, ohne irgendwelche Umstände zu machen, mehr für den Spontankauf zu bezahlen als für einen echten Rassehund mit Papieren, Gesundheitsuntersuchungen und züchterische Expertise dahinter.

    Soviel kannst mit echter Hundezucht nie im Leben verdienen.

    Jetzt habe ich endlich eine Vorstellung, wer zB € 3.500 für einen Mischling ausgibt, ohne entsprechenden gesundheitlichen oder anderen Mehrwert.

    Heute erst mit dem Arbeitskollegen darüber sinniert, was das zB für Menschen sein könnten. J

    Jetzt hab ich zumindest ein Fallbeispiel.

    Ich besuchte mal in England eine Familie, die ihre 3 Hunde (einer davon war ein Afghane 😮), in eine speziell gekennzeichnete Ecke im Wohnzimmer urinieren und koten ließen.

    Und ich erzähle fast 30 Jahre danach noch regelmäßig davon. Es erstaunt mich immer wieder, wie manche Menschen ihre Hundehaltung gestalten.

    In meiner Kindheit hatten wir unter anderem eine Katze namens Pflaume. Eine gerettete Katze mit Ataxie, blaugrauem Fell und insgesamt nicht die hellste Kerze auf der Torte. Wurde aber sehr geliebt. Sie hieß eigentlich Sherry, aber aus ihrer Optik und den geistigen Einschränkungen entstand dieser Rufname, so dass sich irgendwie mit den Jahren kaum ein Familienmitglied mehr an den echten Namen erinnern konnte.

    Ich bin ja mit einem Beagle aufgewachsen und würde diese Rasse nur sehr eingeschränkt weiterempfehlen.

    Aber der Geruch erscheint mir bei dieser Rasse überhaupt kein Problem.

    Während ich Berner und Cocker teilweise über weite Strecken riechen kann, Collies, Goldies und Schäferhunde geruchlich für mich auch ein Problem darstellen, fand ich, dass der Beagle selbst im Alter kaum Eigengeruch hatte.