Beiträge von Potato

    Ach ob ich da jetzt von "verkackt" sprechen würde.... unserer hat das auch gemacht (ob ers jetzt noch machen würde weiß ich nicht wir haben seit einiger Zeit kein Auto mehr) und der ist täglich Auto gefahren. Der war im stehenden Auto allerdings mega ruhig, also nur rumstehen hat nichts gebracht. Wir hatten auch ganz krass das "Hinfahrt-Problem". Ihn ständig zu langweiligen Sachen mitzunehmen ist auf jeden Fall einen Versuch wert, bei uns hats nichts gebracht, lag aber vielleicht auch daran dass es mit einer Verletzung und unausgelastet sein seinerseits kollidiert ist.

    Ingesamt hat es mehr Auslastung allgemein verbessert, vorher war die Freude über bestimmte Orte einfach zu groß. Selbst als wir nen Monat lang für nen Roadtrip im Auto gewohnt haben hat er gefiepst wenn ich über bestimmte Untergründe gefahren bin, weil die ihn an seine Lieblingsorte erinnert haben.

    Ich finde den Austausch hier übrigens super spannend! Vor allem, auch mehr zu erfahren, warum/wie/wann andere Hunde jagen oder auf jagdliche Reize reagieren und wie damit umgegangen wird/was hilft/wo man ansetzen kann. Das ist so ein umfassendes, komplexes Thema und man lernt immer mehr dazu. :bindafür: danke für all eure Erfahrungsberichte!

    Ich wünschte, ich hätte vor dem ersten Hund schon viel mehr darüber gewusst... im Nachhinein war ich total naiv-blauäugig, was "Jagdtrieb" ist, wie sich dieser äußern kann, wie man damit umgehen kann und was das fürs Training bedeutet. :hust: Eigentlich hab ich ja auch nur einen Retriever, der gezüchtet ist, um geduldig neben dem Hundeführer zu warten und dann tote Enten einzusammeln (ok, noch n bisschen mehr)... praktisch hab ich hier aber einen passionierten Jagdhund, der auf Sicht und Spur geht, Ansätze des Vorstehens zeigt und vermutlich durchaus alle Jagdsequenzen zeigen würde - und der nicht mit ein bisschen Gehorsam und Training mal eben all das lässt.

    Man muss auch überhaupt keinen Jagdhund haben, um ne Jagdsau erwischt zu haben. Hund ist immer noch Hund. Aber es ist ein großer Unterschied, ob jemand schreibt "ich hab nen Malteser, und der ist leider eine richtige Jagdsau" oder ob jemand in einer Diskussion schreibt "Ich hab einen Malteser, und deshalb kenne ich mich natürlich zwangsläufig mit Jagdhunden und hohen Erregungslevels aus".

    Cali gehts tatsächlich ja auch “nur” um das hetzen, nicht um das jagen an sich. Und wie gesagt je aufgeregter und angespannter sie ist, umso mehr jagt die auch bzw umso empfänglicher ist sie eben auch dafür.

    Hm, aber gerade das hetzen ist doch (unter anderem) das Jagen an sich. Cheese ist auch ein Hetzer, aber das ist ja einfach eine bestimmte Jagdart. Also er hat noch nichts getötet und Flattervieh interessiert ihn wenig, aber grundsätzlich ist er einfach durch und durch Sichtjäger. Also nach jagbarem Schnüffeln macht er eigentlich nie, interessiert ihn nicht und kann er auch einfach nicht.

    Haha danke! :lol: Ich bin darüber genauso gestolpert, und es hat bei mir auch ein großes Fragezeichen hinterlassen. Vor allem weil es ja auch in der gegenüberstellung Jagdverhalten - normale Hundedinge war. Also Cheese ist leidenschaftliche Klatschbase/Patroullierer, der läuft hier in der Stadt super gerne sein Revier ab und schnüffelt und markiert wie der Weltmeister. Aber davon abgesehen ist er nunmal einfach ein Jagdhund. Ich war mit ihm auch oft auf Strecken im Wald, auf denen er der einzige Hund war der da jemals gegangen ist, weil die formal gesperrt waren, wir da aber laufen durften. Also nein, da gabs nichts zu schnüffeln und markieren. Und "Normale Hundedinge" sind für einen Jagdhund im Wald zu

    Jagen. Also die Landschaft und Baumbestände hat er sich jetzt nicht genauer angeschaut.

    Ich finde den Gedanken auch echt komisch dass ihn das stressen würde. Dafür ist er nunmal geboren, und wär er nicht bei mir gelandet, hätte er sich so ernährt. Natürlich wird es dann irgendwann stressig, weil Menschen- und Hundeinteresse in dem Fall heftig kollidieren, da muss man dann zusammen einen Weg finden, aber grundsätzlich ist der Jagdmodus das normalste und natürlichste was er nur so machen könnte.

    Ich glaube es sagt mehr über die Hundetypen aus, mit denen man zum tun hat. Golden Retriever wurden, mit Verlaub, dazu gezüchtet in Zusammenarbeit mit dem Menschen geduldig zu warten und dann tote Enten einzusammeln. Ich will überhaupt nicht absprechen, dass es nicht auch unter Golden Retrievern richtige Jagdsäue gibt, aber die Erregungslage lässt sich einfach (wie man hier ja sieht) nicht mit jedem anderen Hund vergleichen. Du siehst da einen erregten Hund im Tunnel, ich seh da einen Hund der Rehe (die ja auch wirklich in großer Zahl da sind!) wahrnimmt, ruhig bleibt, keinen einzigen Jagdversuch unternimmt, sich umorientiert und durchgängig ansprechbar bleibt. Wenn Cheese in hoher Erregungslage ist sieht das wirklich ganz anders aus, und wenn der im Tunnel ist könnte ich ihn, sorry für das graphische Bild, erschlagen, der würd sich nicht umdrehen. Geschweige denn für ein Wurststück. Irgendein "Spielzeug"/Dummy oä immt er ohnehin nicht in den Mund.

    Also klar nimmt Cali hier die Rehe wahr und ist auch etwas erregt, und man kann sich vielleicht mit nem Hütehund schon als Erziehungsziel setzen "ist bei Rehen vollkommen uninteressiert" wenn man das denn will, aber das macht daraus jetzt keinen allgemeinen Maßstab.

    Dass das allerdings "Stress" ist halte ich auch für eine unnötige Pathologisierung, und ist es ja auch einfach nicht. Für deinen Retriever ist ja retrieven auch kein Stress.

    Hm ich finde so Suggestivfragen grundsätzlich wenig hilfreich. Also ja, das ist entspannt, nicht im Vergleich zu einem Golden Retriever, aber zu anderen Hunden sehr wohl. Das wär wie Cheese auf Valium im Wald. Ich weiß auch nicht ob das "Stress" ist, Cheese zB ist halt ein Jagdhund, den stresst das jagen an sich jetzt eher weniger. Der Konflikt der sich daraufhin zwischen Mensch und Hund ergibt potentiell schon eher, aber den müsste der Hund auch erstmal wahrnehmen, was viele Hunde im Jagdmodus gar nicht tun.

    Auch Jagdersatztrainings sind je nach Hund nicht so einfach.

    Hm also selbst weiß ich das nicht, wir hatten ein Team von Pharmazeuten das unsere Medikamentenausgabe überwacht hat. Antibiotika haben aber auf jeden Fall zu den Medikamenten gehört die problemlos noch mindestens ein Jahr nach nach Verfallsdatum gegeben werden können. Ich meine mich zu erinnern unsere Grenze lag bei zwei Jahren, kann das jetzt aber nicht mehr beschwören

    Ich würde da an Laien keine pauschalen Ratschläge geben... wenn Pharmazeuten dahinter stehen, die das beurteilen können, sieht die Sache ggf anders aus. Die angegebene Haltbarkeit wird durch Versuche festgelegt. In manchen Fällen wären Medikamente sicher auch noch länger haltbar, es liegen aber keine Daten vor, die das belegen. Sicher wird ein AM nicht von einem Tag auf den anderen unbrauchbar, aber Wirkstoffe können sich abbauen, unerwünschte Abbauprodukte sich ansammeln, manchmal sogar die Wirkung der Konservierung abnehmen.

    Hm, das ist tatsächlich nicht so. Also da gibt es tatsächlich nicht viel Forschung dazu, weil grob gesagt keine Notwendigkeit besteht. Ein Verkauf abgelaufener Medikamente ist auch eine Ordnungswidrigkeit. Wir und ähnliche Projekte haben aber abgelaufene Medikamente herausgegeben, und hatten da auch ein ziemlich hochkarätiges Pharmazeutenteam, dass sich damit beschäftigt hat. Hochkarätig deshalb, weil gerade die Hochkarätigen hie und da gerne Gutes tun wollen und sich dann in entsprechenden Projekten engagieren (unsere Partnerorganisation war insgesamt das Produkt eines internationalen Eliteverbands, und ja, ein dementsprechend toller Job war es *hust*). Es gibt ganz wenige Medikamente, die nicht Jahre später vollkommen problemlos genommen werden können. Wir haben auch eine Grenze gesetzt, aber das waren eben 1/2 Jahre. Davon ausgenommen sind wie gesagt alles Flüssige (ganz klassisch, Insulin), Cremes, und wie gesagt alle Medikamente mit "Punktwirkung". Ich würde daraus jetzt auf keinen Fall eine Empfehlung ableiten, weil man ja schonmal allein bei vielen Medikamenten selbst nicht einschätzen kann, ob die eine Punktwirkung haben (Punktwirkung ist jetzt auch meine saloppe Formulierung, ich meine damit Medikament x muss nach y Zeit z Wirkung abgeben), aber wenn man das weiß, kann man (theoretisch!) ein Medikament tatsächlich problemlos nehmen.

    Momo und Lotte meint wahrscheinlich die Gefahr der Resistenzen, wenn man ein Bakterium mal so halb abgetötet hat kommts ja als gestärkte Armee zurück. Dafür müsste das Antibiotikum aber schon riiiiiiichtig alt sein (falls überhaupt!). Also klar, wenn man das jetzt googelt kommt dass das richtig schlimm ist. Wir zumindest haben aber kein Antibiotikum geführt bei dem das auch wirklich so war.

    Aber natürlich, das ist KEINE Empfehlung irgendwelche Medikamente zu schlucken die man irgendwo rumfliegend von Oma Else findet. Bitte nicht tun. Am besten nur Medikamente nehmen die auch verschrieben und deshalb von einer Apotheke herausgegeben worden sind.

    Ich hab beruflich viel mit angelaufenen Medikamenten gearbeitet. Das einzige bei denen dieses Datum irgendeine Relevanz hat sind Flüssiges, Cremes und Medikamenete die eine Punktwirkung haben, wir zB bestimmte Herzmedikamente.

    Antibiose ist problematisch (möchte ich ergänzend einfügen, obwohl das hier gar keine Rolle spielt.)

    Hm also selbst weiß ich das nicht, wir hatten ein Team von Pharmazeuten das unsere Medikamentenausgabe überwacht hat. Antibiotika haben aber auf jeden Fall zu den Medikamenten gehört die problemlos noch mindestens ein Jahr nach nach Verfallsdatum gegeben werden können. Ich meine mich zu erinnern unsere Grenze lag bei zwei Jahren, kann das jetzt aber nicht mehr beschwören

    Wir haben unsere einmal wöchentlich geduscht, mit Shampoo. Das beste wars jetzt wahrscheinlich nicht, aber geschadet hats auf jeden fall auch nicht.