Ist halt die Frage, ob das ein in Deutschland eingetragener Verein ist. Ich meine das auch in keinster Weise moralisch, sondern rein rechtlich. Und da ist es halt nicht möglich, und kann dir die Gemeinnützigkeit und damit die ganze Organisatin kosten. Das Problem mit zweckgebundenen Spenden haben alle gemeinnützigen Organisationen, weil Menschen prinzipiell fast nur zweckgebunden Spenden wollen. Klassisches Beispiel "für die Erdbebenopfer". Es gibt Organisationen, die finanziell am Rande des Zusammenbruchs stehen, aber noch einen riesigen Batzen Geld für xy auf dem Konto haben, das sie aber nicht nutzen können, weil sie durch das fehlende Geld für die Organisationsstruktur handlungsunfähig sind.
ist ein in Deutschland eingetragener Verein. Also, es sind drei sind Deutschland eingetragene Vereine sogar.
Ich wurde bisher von allen ganz transparent darüber informiert, dass nicht jeder Hund/jedes Tier ein eigenes Konto hat. Und ich find's auch richtig so.
Ich kann mir vorstellen, dass das bei Caritas und Co ne andere Nummer ist, da geht's ja um ganz andere Summen. Aber bei Tierpatenschaften wäre das ja ... also, wer soll das denn nachprüfen? Da werden die Tiere medizinisch versorgt, kastriert, gefüttert, wie sie's brauchen, da sagt doch niemand "ja, die Susi hat noch 300 Euro aufm Konto, aber für dich lieber Hans gibt's heute nur die halbe Portion. Und mit der Impfung wird's jetzt auch knapp"
das wäre doch total absurd.
Gesetz dem Falle man spendet jetzt mit dem Überweisungszweck "Jimmy" 100 Euro und Jimmy wird am selben Tag vermittelt und braucht das gar nicht mehr, dann überweisen die das ja nicht zurück oder lassen es auf dem Konto liegen...?
Das wäre doch gar nicht umsetzbar.
Wenn bei mir ne Patenschaft ausläuft, dann krieg ich ne Mail "Famara wurde vermittelt. Wenn du weiter eine Patenschaft übernehmen willst, such dir gern einen anderen Hund aus", so sinngemäß.
Alles anzeigen
Also, ganz wichtig, es geht auf keinen Fall darum was ich richtig oder nicht oder gut oder schlecht finde. Wenn du vor der Spende darüber informiert wurdest, wird das rechtlich nicht mehr als zweckgebundene Spende gelten. Wenn es eine zweckgebundene Spende ist, und die nicht für ihren Zweck verwendet wird, ist das Veruntreuung von Geldern. Ich meine das wirklich NICHT moralisch, aber es ist halt wie wenn man sagen würde, ach, das findet bei uns schon keiner raus, aber wir brauchen nunmal unbedingt die Erna die bei uns mithilft, und die braucht halt grade 100 Euro weil ihr Auto kaputt ist. Rechtlich ist das das gleiche, und strafbar.
Und für jede Organisation, klein wie groß, stellt das ein wirklich großes Problem dar. Ich kenne keine Organisationen (Caritas ist allerdings kirchlich, die hat das Problem tatsächlich nicht in der Form) die dieses Recht nicht schon in große Nöte gebracht hat. Wenn du jetzt eine Million Euro für Hund Eva spendest, und die Organisation ansonsten keinerlei Geld hat, bricht sie zusammen, so absurd das klingt. Gerade bei kleineren Organisationen führt das dazu, dass sie dauerhaft in finanziellen Krisen sind, weil selbst offizielle Gelder normalerweise projektbezogen sind. Es führt auch dazu dass Mitarbeitende (wie ich) sehr oft nicht wissen, ob es im nächsten Jahr noch Geld für sie gibt, und das nicht weil die Organisation kein Geld hat, sondern weil sie kein "freies" Geld hat, sondern nur projektbezogenes. (Wie gesagt, nicht bei den großen deutschen Wohlfahrtsverbänden)
Wenn das Geld für Hund Jimmy gespendet wird und Jimmy ist weg, muss das Geld zurückgezahlt oder in Abspruch mit dem Spender umgewidmet werden. Wenn du eine Email bekommst wird das Geld dadurch in Absprache mit dir umgewidmet. Du kannst dann deine Spende eben auch einstellen, ansonsten stimmst du der Umwidmung zu.
Die Lehrbuch Beispiele im NGO-Recht sind der Tsunami von 2004, der zu riesigen Mengen an Spenden geführt hat, die alle zweckbezogen für den Tsunami waren und NGOs damit noch Jahre überfordert hat, und eine deutsche Stiftung in Hamburg, dessen Stiftungszweck es ist, Witwen von Seefahrern im Winter warme Kleidung zu kaufen. Dieser Stiftungszweck wurde vor, wie man merkt, sehr langer Zeit festgelegt, und darf rechtlich nicht mehr geändert werden. Die Stiftung hat damals auch ziemlich viel Geld bekommen, und versucht seitdem, das Geld für warme Kleidung für Witwen-ähnliche Sachen auszugeben.
Ich schreibe das auch deshalb, weil viele vielleicht nicht Spenden, weil sie sich denken, ach, wer weiß wo mein Geld am Ende landet. Aber das deutsche Spenderecht ist ein unglaublich strenges, das Geld kommt an. Und zweitens um dafür zu plädieren, wann immer möglich nicht-zweckgebunden zu spenden, sondern der Organisation zu vertrauen, das Geld bestmöglich einzusetzen.